Anfälle oder Zufälle?

Als wir im Juni bei Saskias Neurologen waren, besprachen wir, auch das letzte Medikament allmählich auszuschleichen. Er machte uns einen Vorschlag, wie wir vorgehen könnten und überließ es uns, den Startzeitpunkt festzulegen. Wir beschlossen, frühestens mit der Reduktion anzufangen, wenn Saskia von ihrer Freizeit zurück ist, denn wir wollen das ja kontrolliert und in Ruhe machen. Und wir haben keine Eile – lieber etwas später und langsamer als Anfälle zu provozieren.

In der Zwischenzeit haben wir leider recht häufig am Abend ein seltsames Geräusch aus dem Kinderzimmer gehört. Meist eine halbe bis dreiviertel Stunde nach dem Einschlafen, es klingt wie ein einzelner Schluckauf … und es macht uns etwas Angst. Denn die allerersten Anfälle, die Saskia vor über 10 Jahren hatte, hörten sich ähnlich an. Ist es also vorbei mit der Anfallsfreiheit? Oder sind das zufällige andere Geräusche, die sie da macht? Wir wissen es nicht, aber es hält uns davon ab, das letzte Medikament auszuschleichen. Stattdessen werden wir in 2 Wochen für 24 Stunden ins Epilepsiezentrum gehen und ein Langzeit-EEG machen. Und dann hoffen, dass einerseits dieser seltsame „Schluckauf“ dort auch auftritt und dass es andererseits irgendetwas Harmloses und nichts Epileptisches ist. Und dass das Langzeit-EEG genauso gut aussieht, wie die letzten normalen EEGs.

Nachtaktiv

Die Zeit rast gerade so dahin – wir gehen im Dunklen aus dem Haus und wenn alle daheim sind, ist auch schon wieder fast Nacht. Ich wollte ja noch vom Sommerurlaub erzählen, aber da ich gerade ein paar Fotos aus den letzten 4 Wochen sortiert habe, schreibe ich eben erstmal über unserere derzeitigen Aktivitäten.

Vor ein paar Wochen erzählte eine Freundin von einem herbstlichen Lichterfest in einem Freizeitpark und war davon so begeistert, dass ich dachte, wir müssen da eigentlich auch mal hin. Leider hatten wir eigentlich keine Zeit dafür. Zumindest nicht so richtig. Letztlich fuhren wir dann doch spontan los – am relativ späten Nachmittag, aber das Wetter war schön, es war warm und trocken und das letzte Wochenende der Herbstferien. Wir hatten auch durchaus Spaß im Park, haben für die Lichterparade aber an der völlig falschen Stelle gestanden und sie letztlich doch verpasst. Zahlreiche Lichter sahen wir im Park aber trotzdem.

Lichterfest

Kürbisse

Vielleicht probieren wir es ja im nächsten Jahr nochmal. Dann wissen wir ja, wo wir hinmüssen (und wann). Immerhin konnten wir das Abschlussfeuerwerk bewundern, auch wenn sich Saskia beschwerte, es sei viel zu laut (war es nicht).

Ein paar Tage später besuchten wir in der Elphi eine Veranstaltung „Das magische Klavier“ und anschließend war es dank Zeitumstellung schon so dunkel, dass der Blick von der Plaza ganz ungewohnt wirkte. Ich war ja inzwischen 4 oder 5 mal dort, aber noch nie am (späten) Abend.

Hafenblick

Die Veranstaltung kann ich übrigens sehr empfehlen: Zum Trickfilm („The magic piano“) mit einer sehr netten Geschichte und komplett ohne Sprache gab es Live-Musik (von Chopin) auf dem Flügel.

An den Tagen danach ließ ich mich von etlichen Blogs und Instagram-Fotos inspirieren und malte mit Saskia ein paar Kürbisse, mit denen wir die Haustür dekorierten.

Kürbisse

Schließlich stand ja neben dem Reformationstag, der endlich auch hier Feiertag ist, auch Halloween vor der Tür und gerüchteweise ist da ja irgendwas mit Kürbissen 😉 Saskia hatte den Wunsch geäußert, mit einem Freund auf Süßigkeitenjagd zu gehen. Als sie nach anderthalb Stunden zurück kamen, trug Saskia ganze 2 kg Süßkram in ihrem Hexenhut nach Hause. Erstaunlich, dass man in dem winzigen Ort überhaupt so lange unterwegs sein kann und dass es sooo erfolgreich war.

Ausbeute

Am vorigen Samstag telefonierte ich mit der Mutter eines Klassenkameraden von Saskia, die am Ende meinte, sie würden später zur „Dunkel-Munkel-Nacht“ in einen Wildpark fahren. Was sie erzählte, klang interessant (Hexen, Lichter, Tiere …) und mit spontanen Ausflügen ins Dunkle hatten wir in letzter Zeit ja gute Erfahrungen gemacht. Also machten auch wir uns auf den Weg. Und auch dieser Ausflug schreit danach, im nächsten Jahr wiederholt zu werden. Etwas weniger spontan und dafür besser geplant, etwas wärmer bekleidet und mit etwas mehr Wegzehrung für die „Nachtwanderung“. (Und auch gern 1 oder 2 Stunden früher, damit man sich im völlig unbekannten Wildpark erstmal bei Licht orientieren kann und vielleicht auch nicht eine halbe Stunde nach einem Parkplatz anstehen muss, weil erstaunlich viele Menschen den gleichen Plan für den Abend hatten.)

Hirsche

Hexe mit Eule

Lichtgestalt

Boah, das dauert!

Am 20.9. lief die letzte Frist ab, die der Anwalt den Dachdeckern gesetzt hatte und seitdem ist nichts passiert.

Nein, das stimmt nicht: Wir hatten eine Luftkeimmessung, die ergab, dass der Schimmel offenbar nicht unser Hauptproblem ist, sondern Bakterien. Wenn man sich ein bisschen über Schimmel informiert, ist das auch logisch: Schimmel wächst bei 70-80% Luftfeuchtigkeit – bei 100% Feuchtigkeit wächst kein Schimmel mehr, da wachsen Bakterien. Und wir haben (nach wie vor) ein stehendes Gewässer im Schlafzimmer.

Eventuell erklärt das auch, dass sowohl der beste Ehemann von allen als auch ich selbst seit Monaten abwechselnd krank sind und verschiedenste Antibiotika benötigen. (Und ich kann mich nicht erinnern, wann einer von uns vorher jemals Antibiotika benötigt hat – das muss Jahr(zehnt)e her sein.)

Leider konnte die Art der Bakterien im Labor nicht bestimmt werden, weil es so viele (oder so schnell wachsende) waren, dass sich ein „Bakterienrasen“ gebildet hatte. Das ist etwas unbefriedigend und nach einigem Hin und Her mit der Firma wurde die Messung vorige Woche wiederholt. Die Ergebnisse dieser Messung haben wir noch nicht.

Der Anwalt hat im Oktober ein Schreiben ans Gericht vorbereitet, dass wir ein „Beweissicherungsverfahren“ starten wollen. Wir hatten noch zwei kleine Korrekturen, haben ihm die gemailt und dann erstmal nichts mehr gehört – es stellte sich schließlich raus, dass er ein paar Tage im Urlaub war. (Das sei ihm ja gegönnt, aber für uns verzögert es eben wieder alles.)

Kurz bevor er wieder zurück war, erhielten wir einen Brief von der Haftpflichtversicherung der Dachdecker, in dem nach den Kontaktdaten des Anwalts gefragt wird. Haben wir beantwortet … und seitdem nichts mehr gehört. Im besten Falle würde es bedeuten, dass die Versicherung willens ist, den Schaden zu regulieren (davon steht allerdings nichts im Brief). Im schlimmsten Fall bedeutet es, dass sie einfach wissen wollen, zu wem sie ihren Anwalt schicken müssen. Die Frage, ob sie bereit sind, den Schaden zu regulieren, hat der Anwalt dann auch gestellt und bis zum 9.11. um Antwort gebeten. Gehört haben wir bisher natürlich nichts. Aber der 9. ist ja auch erst morgen. :-/

Andererseits ist der Brief der Versicherung meiner Meinung nach zumindest ein klitzekleiner Lichtblick, denn offenbar haben die Dachdecker es ja zumindest inzwischen an ihre Versicherung gemeldet. (Ist das ein Schuldeingeständnis? Ich weiß es nicht.) Das heißt, dass sie die Sache zumindest nicht mehr einfach auszusitzen versuchen. (Seit Ende August herrschte ja komplette Funkstille, nachdem sie erklärt hatten, sie seien ihrer Meinung nach nicht schuld.) Andererseits verzögert das Warten auf die Antwort der Versicherung nun wieder den Brief ans Gericht, denn der wurde nun erstmal nicht abgeschickt, da ja die winzige Hoffnung auf eine außergerichtliche Einigung besteht.

Dachschaden – ein Drama in (viel zu) vielen Akten

Ja, ich weiß, die meisten wollen am liebsten über Saskia lesen, aber im Moment ist das Dach hier einfach unser Topthema.

Deshalb ein kurzes Update. Es gibt leider wenig Neues. Nachdem Dachdecker, Sachverständiger und der beste Ehemann von allen sich Ende August das ganze Drama von unten (also Schlafzimmer) und oben (also außen auf dem Dach) angesehen hatten, wurde vereinbart, dass die Dachdecker das Dach an einer Ecke ca. 4 m x 4 m über dem Schlafzimmer bis zum Dachfenster im Flur über dem Treppenhaus öffnen und mal von oben nachsehen, wie weit der Schaden geht. Er geht nämlich definitiv im Schlafzimmer bis zur Flurwand und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das Problem dort nicht endet. Als Termin wurde der 4. September vereinbart, denn den Kindergeburtstag wollten wir vorher noch ohne offenes Dach hinter uns bringen.

Der Sachverständige schrieb einen Bericht und nach diesem Bericht waren die Dachdecker plötzlich der Meinung, sie seien ja gar nicht Schuld an dem ganzen Dilemma. Sie würden deshalb durchaus das Dach öffnen, aber nur gegen Einwurf von reichlich Münzen. Da wir wiederum der Meinung sind, wir haben vor 2 Jahren knapp 40.000 € für ein neues Dach bezahlt und das sollte länger als zwei Jahre halten, sind wir nicht bereit, schon wieder Geld zu bezahlen, nur weil nicht sachgemäß gearbeitet wurde. Also erschienen die Dachdecker nicht und das Dach blieb zu.

Die von unserem Anwalt gesetzte Frist verstrich am Donnerstag, ohne dass die Dachdecker sich in irgendeiner Weise meldeten. Damit geht es nun wohl in die nächste Runde. Das bedeutet: Beweissicherungsverfahren, in dem ein vom Gericht beauftragter Gutachter sich das Ganze nochmal ansieht (und ggf. auch noch ein weiteres Mal) und dann hoffentlich zur Erkenntnis kommt, dass die Dachdecker den Mist in Ordnung bringen (und obendrein unsere Kosten tragen) müssen. Nachteil an der Geschichte: Einerseits sind die Gerichte überlastet und das ganze Verfahren kann schon mal 8-12 Monate dauern. Und wir hängen jetzt in der Luft und können im Moment nicht mal den Schimmel entfernen, weil wir damit ja Beweise vernichten würden. Andererseits kann es sein, dass der Gutachter zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt (und die Beweislast liegt bei uns).  Es kann also sein, dass wir irgendwann die Dachsanierung (möglicherweise für das komplette Dach, falls sich herausstellt, dass das Problem nicht nur das Schlafzimmer betrifft) nochmal bezahlen müssen. Plus Anwaltskosten. Plus Gutachter. Plus Schimmelbeseitigung. Plus Verfahrenskosten.

Es. Kotzt. Mich. An.

Es gibt schon ziemlich dämliche Krankheiten

Wenn ich unseren Dänemark-Urlaubs-Bericht schon zu Ende geschrieben hätte, hätte ich auch erzählt, dass ich im Urlaub krank war. Das hat nämlich ganz schön Nerven gekostet. Über den Urlaub kommt noch was, sobald ich dazu komme – zum Kranksein kommt aber direkt noch was – aus gegebenem Anlass.

Zunächst mal habe ich es ja im Urlaub nach wenigen Tagen geschafft, mich bei wochenlangem Dauersonnenschein und Temperaturen über 30°C zu erkälten. Nicht richtig dramatisch, aber immerhin tat der Hals ziemlich weh und ich ergoogelte mir das nötige Vokabular, um für den Ausflug in die Apotheke gerüstet zu sein:

Halsschmerzen

Es ging dann aber auch mit Englisch und die Erkältung verschwand dann auch wieder.

Ein paar Tage später hatte ich am späten Nachmittag das Gefühl, ich hätte mir den Hals verzerrt oder Zug bekommen. Vielleicht am Strand? Es war immerhin der erste kühlere Tag und ich hatte nach dem Baden nur flüchtig abgetrocknet in der Sonne und dem kühlen Wind gelegen. Leider blieb es nicht dabei: Am nächsten Tag hatte ich einen dicken Knubbel im Nacken, der Hals war rot und heiß – also äußerlich. Und ich konnte den Kopf nicht bewegen. Also wirklich gar nicht. Ich verbrachte den Tag auf dem Sofa der Ferienwohnung, während Mann und Kind unterwegs waren, Ibuprofen und ein kühlendes Gel besorgten. Allerdings führte schon die leichteste Berührung zu höllischen Schmerzen. Am Schlimmsten war, dass ich kaum schlafen konnte: Ich lag im Bett und hatte das Gefühl, ich müsste mich ein paar Millimeter zurecht rütteln, um die richtige Position zu haben. Aber rütteln geht nicht, ohne den Kopf zu bewegen. Ich nahm also meine Hand, schob sie unter den Kopf und hob den Kopf in die richtige Position … die dann doch wieder falsch war.

Am nächsten Tag (einem Sonntag) mussten wir unsere Ferienwohnung wechseln, denn wir wollten ja noch woanders hin. Die 300 km Autofahrt saß ich mit starr nach vorn gerichtetem Blick auf dem Beifahrersitz und freute mich nur darüber, dass die Straßen weitgehend glatt waren. In Kurven musste ich allerdings den Kopf immer festhalten. Den Rest des Tages verbrachte ich dann wieder liegend.

Am Montag fand ich dann heraus, dass es in Dänemark nette, gut deutsch sprechende Ärzte gibt, man geduzt und mit Vornamen angesprochen wird und auch der Arzt mit Vornamen angeredet wurde. Lustig. Es gab einen auffälligen CRP-Wert von 145 (der soll in Dänemark unter 20, in Deutschland unter 5 liegen – keine Ahnung, ob es die gleiche Einheit ist oder warum er in Dänemark höher sein darf) und die Diagnose, dass vermutlich die Mandeln eine Entzündung und einen Abszess verursacht hätten. Außerdem starke Schmerzmittel und hochdosiertes Penicillin. Als wir zwei Tage später nach Hause fuhren, konnte ich den Kopf auch schon wieder bewegen. Der Arzt in Deutschland schrieb „Seitenstrangangina“ als Diagnose auf den Krankenschein und zog mich erstmal aus dem Verkehr. Mir ging recht schnell wieder besser, der Knubbel im Nacken blieb aber auch nach Verschwinden der Schmerzen noch recht lange spürbar.

Am vergangenen Freitag fühlte ich mich dann wieder irgendwie matschig und angeschlagen, ich schleppte mich zur Arbeit, denn ein Kollege hatte seinen letzten Arbeitstag vor 3 Wochen Urlaub, ich sollte ihn vertreten und ein paar Dinge mussten noch übergeben werden. Das klappte auch, aber ich war sehr froh, als ich am Mittag nach Hause gehen und mich hinlegen konnte. Und weils so schön war, blieb ich am Samstag gleich liegen und schniefte viele, viele Taschentücher voll. Okay, nicht schön, aber so lange es nur Schnupfen ist, auch nicht tragisch. Am Sonntag war der Hals und der untere Teil vom Ohr dann rot – und zwar von außen. Immerhin konnte ich den Kopf bewegen und der Schnupfen war weg, ich hatte relativ gut geschlafen und fühlte mich recht gut – abgesehen von der heißen Stelle und gelegentlichen Schweißausbrüchen, gefolgt von kalten Füßen. Ich ging ins Bad und genoss das Duschen und merkte plötzlich, wie es von einer Sekunde zur anderen nicht mehr gut war. Das Gefühl: „Ich muss mich ganz schnell hinsetzen, sonst haut es mich um.“ führte dazu, dass ich mich eine Sekunde später auf dem Badezimmerfußboden wieder fand. Zum Glück ließ der Schwindel ziemlich schnell wieder nach, aber ein Arzt wäre vielleicht doch eine gute Idee.

Die Umsetzung gestaltete sich am Sonntag Abend dann doch etwas komplizierter als gedacht. Wir hatten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 angerufen und waren wie üblich in der benachbarten Großstadt rausgekommen. Dort gehören wir zwar vorwahltechnisch dazu, es ist aber ein anderes Bundesland und Krankenwagen o.ä. zerfallen (ähnlich wie Schulbusse) augenblicklich zu Staub, wenn sie die Landesgrenze unbefugt überqueren. Soll heißen: Man ist dort für uns nicht zuständig, wir landen aber durchs Telefonnetz immer wieder in der falschen Zentrale. Nach etwas Weitervermittlung und laaaanger Warteschleife sagte man uns, das wäre ein Fall für die Anlaufpraxis im Krankenhaus – dort sei bis 21 Uhr geöffnet und wir sollen doch bitte hinkommen. Ähhh, ja, … Neee! Ich kann so nicht selbst fahren und der beste Ehemann von allen muss sich ums Kind kümmern, das am nächsten Morgen früh raus muss, wir können jetzt nicht in den Nachbarort zum Krankenhaus fahren. Also nochmal angerufen, weiter verbinden lassen und schließlich erreicht, dass ein Arzt nach Hause kam.

Der verschrieb dann ein Antibiotikum, falls ich es gar nicht aushielte. Wenn ich es aber aushielte, solle ich es lieber nicht in der Apotheke holen und am Montag Morgen zum HNO-Arzt gehen, weil der genauer untersuchen und dann ggf. ein anderes Antibiotikum verschreiben könne. Okay, das ist ein Deal. Sooo schlimm fühlte ich mich nicht, also blieb das Rezept uneingelöst und ich stand am Montag Morgen vor der HNO-Praxis … die leider wegen Operationen geschlossen war. Uff. Dann eben zum HNO im Nachbarort. Der diagnostizierte ein Erysipel und verschrieb zwar tatsächlich ein anderes Antibiotikum, die Untersuchung war allerdings extrem kurz und nicht sehr vertrauenerweckend. Hmmmm?! Und nun? Ich löste das Rezept ein, nahm am Montag im Laufe des Tages die verordneten 3 Tabletten und stellte am Dienstag fest, dass sich die Rötung und Schwellung inzwischen noch weiter ausgebreitet hatten. Nun war das komplette linke Ohr knallrot und dick geschwollen, der Hals darunter ebenfalls rot und wenn ich den Kopf bewegte, stach es und beim Kämmen tat mir jedes einzelne Haar weh.

Das Antibiotikum hatte die Ausbreitung der Entzündung also nicht verhindert. (Dass es weg ist, hatte ich nicht erwartet. Aber zumindest sollte gestoppt werden, dass sich der Mist weiter verbreitet.) Also wieder zum HNO (diesmal zum hiesigen) und auch wenn ich in der Praxis an der Anmeldung sehr komisch angesehen und auch sehr unschön angemotzt wurde (und dann zwei Stunden warten musste) – hatte ich beim Arzt selbst zumindest das Gefühl, ernst genommen zu werden. Im Gegensatz zu seinem Kollegen am Vortag untersuchte er mich etwas gründlicher und wies mich schließlich in Krankenhaus ein.

Dort gab es nach einer Blutentnahme und ’nem Entzündungswert von  203,7 mg/l (erlaubt sind Werte zwischen 0 und 5!) dann 3 mal täglich das Antibiotikum direkt in die Vene und schon zwei Tage später sehen Ohr und Hals wieder normal aus. Hurra! Ich durfte dann heute heim und darf den Rest Antibiotikum in den nächsten Tagen als Tabletten nehmen, die Schmerzen sind fast weg – dafür ist der Schnupfen jetzt wieder da. Irgendwas ist immer …

Urlaub in Dänemark – Teil 2

Wir frühstückten jeden Tag auf der Terrasse …

Terrasse
… entdeckten Strände, die wir nahezu für uns allein hatten …

Strand

Strand

Strand
… und lagen am Abend im Garten auf der Wiese und guckten in den Sternenhimmel. Bogø und Møn sind nachts so dunkel (und haben so wenig Lichtverschmutzung), dass man einen wunderbaren Blick auf Sterne und -Schnuppen hat. Nur etwas fotoscheu waren sie leider. 😉

Nachthimmel
Wir besuchten den Labyrinthpark in Kalvehave, wo wir zunächst in einem großen Labyrinth sechs bestimmte Stellen finden und unser Ticket lochen mussten,

Labyrinthpark

Labyrinthpark

Labyrinthpark

Labyrinthpark
um uns schließlich „Labyrinthmeister“ nennen zu dürfen.

Labyrinthpark
Neben dem großen Labyrinth gab es allerdings auch noch kleinere Labyrinthe und diverse Denkspiele, so dass wir ziemlich viel Zeit im Patk verbrachten und Spaß hatten.

Rush Hour
„Rush Our“ in der Brettspiel-Variante ist etwas einfacher in der Handhabung. 😉

Othello
Ich habe (mit Saskias Unterstützung) den besten Ehemann von allen in „Othello“ besiegt.
Wir spielten noch verschiedene andere Sachen, guckten uns am Ende das Planetenlabyrinth an, ohne die dänische Beschreibung richtig zu verstehen (es gab immer zwei Wege und man muss in der richtigen Reihenfolge von Planet und Planet kommen) und entschieden dann, auch angesichts der Wolkenbildung, dass wir uns nicht noch ein komplettes Labyrinth „antun“ wollten.

Labyrinthpark