Ein Angebot, das wir nicht ablehnen annehmen können.

Was lange währt, wird nicht immer unbedingt gut. Wir haben endlich ein Angebot der Dachdeckerfirma unseres Vertrauens erhalten, das leider so deutlich jenseits von gut und böse ist, dass wir es eindeutig nicht annehmen können. Selbst wenn man über einzelne Positionen (wie z.B. die unnötige Erneuerung der erst 3 Jahre alten Dachrinne o.ä.) noch streiten könnte, ist der Betrag, der auf der letzten Seite ganz unten steht, mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich angekündigt. (Und immer noch mehr als anderthalb mal so hoch wie die Rechnung vor 3 Jahren von den damaligen Dachdeckern.)

Das war dann wohl nichts, denn DIESEN Betrag irgendwann von irgendwem einzufordern, dürfte wohl unmöglich sein.

Dann werden wir wohl mal weitere Angebote einholen. Wir haben ja sonst nichts zu tun.

Zum Heulen …

… oder auch zum Speien.

Es wäre ja zu einfach, wenn irgendetwas mal einfach problemlos verliefe. Nachdem der Gutachter sich das Dach angesehen hatte und die Situation als sehr eindeutig empfand, warteten wir auf das Gutachten. Er war dann doch relativ schnell – das Gutachten trägt das Datum 18.4., eingegangen bei Gericht am 24.4. (da waren Osterfeiertage dazwischen), eingegangen beim Anwalt am 30.4.

Ende April (also noch bevor das Gutachten vorlag) besprachen wir mit dem Anwalt das weitere Vorgehen. Er riet uns nochmals, darüber nachzudenken, ob wir nicht doch die Firma der Gegenpartei für die Reparatur beauftragen wollen, um so das Insolvenzrisiko zu verringern und gleichzeitig deren Bereitschaft, den Schaden aus der Welt zu schaffen zu erhöhen (nein, wollen wir nach der ganzen Vorgeschichte wirklich nicht). Außerdem meinte der Anwalt, dass nach Zugang des Gutachtens sowohl wir als auch die Gegenseite innerhalb von 4 Wochen noch weitere Fragen stellen könnten und er könne ja schon mal Verlängerung beantragen. Wir erklärten, dass wir das auf keinen Fall möchten, um das Verfahren nicht noch weiter in die Länge zu ziehen. Stattdessen sollten wir eine Kostenaufstellung machen, die wir der Gegenseite präsentieren, um erstmal abzuklären, ob sie vielleicht (nach Zugang des hoffentlich eindeutigen Gutachtens) doch bereit sind, Reparaturkosten und Zusatzkosten (wie Miete, Anwaltwaltskosten, Umzugskosten usw.) zu bezahlen. (Na ja, einen Versuch ist es wert, dachten wir.)

Anfang Mai (es war ja wieder ein Feiertag dazwischen) hatten wir das Gutachten dann im Posteingang. Leider war es deutlich weniger eindeutig, als es der Gutachter vor Ort gewesen war. Es steht drin dass das Dach über dem Schlafzimmer kaputt ist und erneuert werden muss. Beim Rest des Daches sei zu prüfen, wie kaputt es sei. (Ach nöö!) Wie diese Überprüfung geschehen soll, ohne das Dach zu zerstören, steht allerdings nicht dabei. Die angesetzten Wiederherstellungskosten sind natürlich deutlich geringer als die Kosten für ein komplettes neues Dach.

Wir schickten dem Anwalt unsere Kostenaufstellung … und hörten nichts. Wir versuchten, ihn anzurufen … und erreichten ihn nicht. Wir versuchten es wieder, er sei den ganzen Tag bei Gericht, hieß es. Wir schickten ’ne Mail und riefen nochmal an. Die Mail hätte er registriert und er würde sich melden, sagte die Dame am Telefon. Er meldete sich nicht. Am 27.5. endlich erreichten wir ihn. Er hätte sehr viel zu tun gehabt und eine Fristverlängerung beantragt. Och nöö! Die wollten wir doch ausdrücklich nicht. Am nächsten Tag stellte sich dann heraus, dass diese Aussage nicht stimmte, denn am 28.5. erreichte uns per Mail der Antrag auf Fristverlängerung – mit Datum 28.5. – dem Tag des Fristablaufs. Boah ist das frech. Erstens wollten wir das nicht, zweitens brauchten wir das nicht (denn es war ja klar, wie es weiter gehen sollte) und drittens wären wir völlig aufgeschmissen, wenn das Gericht diesem Antrag nicht zustimmen würde (auch wenn es das wohl üblicherweise tut).

Wir wiesen darauf hin, dass wir die Vorgehensweise (höflich gesagt) nicht optimal fanden. Das wurde zur Kenntnis genommen. Gestern bekamen wir eine Mail mit der Bestätigung der Fristverlängerung (immerhin) und einem Schreiben vom gegnerischen Anwalt. Dieser äußert Zweifel an der Ursache der Nässe auf dem Dach. Dass diese durch eine nicht sachgemäß angebrachte Kante entstanden sei, sei ja nur eine Vermutung und nicht bewiesen. Und überhaupt wäre alles mit geringem Aufwand zu reparieren und würde inklusive Trocknung (für 28 Tage) höchstens 10.000 € kosten. Ach was? Warum haben sie es denn dann voriges Jahr nicht repariert, wenn alles so einfach ist? Unsere Kosten sind jetzt schon mindestens doppelt so hoch. Mein Highlight war allerdings sein Schlusssatz, in dem er mitteilt, jetzt nicht im Detail auf das Schreiben unseres Anwalts eingehen zu können und außerdem sei er ab jetzt „bis Ende der 27. KW im Urlaub“. Das heißt im Klartext, bis Anfang Juli passiert garantiert exakt gar nichts, denn keiner trifft eine Entscheidung und einen weiteren Gutachtertermin gibt es in dieser Zeit auch nicht. Was auch bedeutet, wir können noch immer nicht mit der Reparatur anfangen. Ich bin soooo sauer!

Palmen, Schafe und alte Gemäuer – Mallorca Teil 2

Wie versprochen kommen hier noch weitere Fotos aus dem Mallorca-Urlaub.

Abendstimmung in Port de Sóller

Abendstimmung in Port de Sóller

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Nach Palma fuhren wir irgendwann auch noch – als Tagesausflug.

Palma de Mallorca

Palma de Mallorca - Windmühle

Eine Windmühle mit 6 Flügeln und dieser Art der Abspannung zwischen den Flügeln hatte ich auch noch nicht gesehen. Diese entdeckten wir zufällig – als wir uns auf Parkplatzsuche etwas verirrt hatten. Man kann sie sogar kostenlos besichtigen.

Weiter ging es dann zur Kathedrale, deren Besichtigung ist leider nicht kostenlos, aber das Bauwerk ist wirklich beeindruckend – insbesondere die riesigen bunten Fenster.

Palma de Mallorca

Palma de Mallorca - Kathedrale

Palma de Mallorca - Kathedrale

Palma de Mallorca - Kathedrale

Palma de Mallorca - Kathedrale

Palma de Mallorca - Kathedrale

Ein bisschen Stadtbummel gab’s dann auch noch und selbst mitten in der Innenstadt stehen die Orangenbäume.

Palma de Mallorca

Auf dem Rückweg zum Hotel wählten wir nicht den kurzen Weg durch den Tunnel, sondern den etwas längeren über den Pass. Natürlich mit Serpentinen.

Coll de Sóller

Und mit Gegenverkehr 😉

Gegenverkehr am Coll de Sóller

Coll de Sóller

Blick am Coll de Sóller nach Süden

Verkehrsschild am Coll de Sóller

Wir unternahmen noch ein paar Ausflüge nach Fornalutx, Deia, Valldemossa, Pollença und Alcudia und genossen die schöne Landschaft und das wunderbare Wetter – wir hatten eine Woche lang Sonnenschein bei 15°C bis 20°C. Perfekt. Nur im Schatten brauchte man dann doch ’ne Jacke.

Schafe unter Olivenbäumen

Orangen

Pollença

Alcudia

Alcudia - Stadtmauer

Palme

Blick auf Port de Sóller vom Far del Cap Gros

Blick auf Port de Sóller vom Far del Cap Gros

Post nach daheim

Tja, und dann war die Woche auch schon rum und wir flogen nach Hause.

Heimflug

Heimflug

Heimflug - Über den Alpen

Fazit: Doch, Mallorca ist wirklich eine schöne Insel. Port de Sóller und die Serra de Tramuntana gefielen uns richtig gut. Gegen Ende der Woche wurden es mehr und mehr Touristen und ich mag mir lieber nicht vorstellen, wie überlaufen einige schöne Ecken in der Saison sind. Wir kommen sicher nochmal wieder, aber dann wirklich zum Wandern. Und wer dazu keine Lust hat, muss leider daheim bleiben. 😉

Wenn das Leben dir Zitronen gibt …

… dann könnte es sein, dass du auf Mallorca bist.

Bis vor Kurzem kannte ich Mallorca nicht … und so richtig zog es mich auch nicht hin. Hitze? Laute, betrunkene, peinliche Menschen(massen)? Ach, lass mal. Und auch wenn ich Menschen kenne, die nahezu jedes Jahr im Frühjahr oder Herbst auf die Insel fliegen, war ich etwas skeptisch, als meine Mutti den Vorschlag machte. Letztlich flogen wir dann aber doch und waren ziemlich begeistert. Nach Palma wollten wir allerdings wirklich nicht und um irgendwo eine Finca zu mieten, fehlten uns die Ortskenntnisse – also liehen wir uns einen Mietwagen und buchten 2 Doppelzimmer in einem Hotel in Port de Sóller mit direktem Blick auf den Hafen und die historische Straßenbahn. Ich zeige euch einfach mal ein paar Bilder. Weiterlesen

Für dieses Jahrzehnt fertig

Mission complete

Am Donnerstag bekam Saskia die 2. HPV-Impfung und damit sind wir für dieses Jahrzehnt fertig mit Impfen. 2023 steht dann eine Auffrischung für Tetanus und Co. an.

Impfen fertig

Die vorletzte Vorsorgeuntersuchung (J1) liegt auch hinter uns – allerdings weniger erfolgreich als das Impfen. Mein Kind Teenie hat sich nämlich nahezu komplett verweigert, obwohl sowohl wir Eltern als auch die Kinderärztin ihr wirklich sehr, sehr viele Brücken gebaut haben. Die Kinderärztin bot sogar an, einen zweiten Termin ein paar Wochen später am späten Nachmittag (unmittelbar vor bzw. teilweise auch nach ihrem Feierabend) zu machen, so dass wir keinen Zeitdruck haben. Auch dieser Termin endete ohne Untersuchung. Ich kann es nicht ändern.

Frohe Ostern!

Wir begannen die Feiertage diesmal am Karfreitag mit einem Besuch bei meiner Schwägerin und ihrer Familie, was schon ungewöhnlich ist, wir sehen uns nämlich sehr selten (obwohl wir nur ca. eine Autostunde voneinander entfernt wohnen). Es war ein schöner Nachmittag, nur Saskia schnupfte und hustete vor sich hin und wollte irgendwann heim.

Vollmond am Karfreitag

Am Samstag wurden Eier gefärbt, Eis gegessen und nachdem ich im Haus noch ein Weilchen dem Osterhasen bei seinen Vorbereitungen zur Hand gegangen war, gingen wir zum Osterfeuer. Weit hatten wir es ja diesmal nicht. Das Osterfeuer fiel allerdings in diesem Jahr deutlich kleiner aus als in den vergangenen Jahren. Wegen der Trockenheit waren in der Umgebung etliche Feuer abgesagt worden, unsere Freiwillige Feuerwehr hatte entschieden, das Feuer in etwas kleinerer Form stattfinden zu lassen.

Osterfeuer 2019

Auch ’ne Möglichkeit, aber seltsam war es schon. Vor ein paar Jahren hat die Feuerwehr stundenlang den Wald hinterm Osterfeuer bewässert, weil es auch sehr trocken war. Am Ende war der ganze Platz eine große Matschfläche und ich hatte trotzdem Angst, dass ein Funke etwas weiter fliegt und der Wald doch noch Feuer fängt. Insofern war es schon Okay so. Mein liebes Töchterlein war allerdings eher in Motz- und Maulstimmung, erzählte dass ihr kalt sei, wollte sich aber auch nicht in die Nähe des Feuers stellen, um sich aufzuwärmen, verstand nicht, weshalb wir nicht bereit waren, an einem Stand das x-te blinkende Spielzeug zu kaufen (das nicht mal den Abend lang interessant ist und nur zu Hause irgendwo rumliegt) und machte sehr deutlich, dass sie keine Lust hatte.

Der Ostersonntag begann für mich traditionell sehr früh mit einem schönen Gottesdienst.

Früh am Morgen

Morgenstimmung am Teich

Anschließend wurden im Garten hinterm Haus Eier bzw. Osterkörbchen versteckt und dann ging ich erstmal wieder in die Wohnung. Bis wir dann alle angezogen waren und gefrühstückt hatten, vergingen noch 2 Stunden. Ich hatte ja vorgeschlagen, nach der Eiersuche im Haus zu frühstücken, aber meine Familie hatte andere Pläne. Nun gut.

Der Osterhase war auch wieder fleißig. (Der Plüschhund stammt nicht aus einem Osternest, der musste mit suchen.)

Osterhase

Osterausbeute

Wir gingen wieder zur Wohnung, wo wir gemeinsam mit der Oma Gulasch und Klöße aßen und etwas später noch netten Besuch zu Kaffee und Kuchen hatten. Nach dem Kaffeetrinken verzog sich die U18-Fraktion in Saskias Zimmer1 und wir „Alten“ unterhielten uns über alte Zeiten, Reise(un)möglichkeiten für DDR-Bürger2 und die auch später noch komplizierteren Bedingungen, als es noch Grenzkontrollen gab und man viel Bargeld in der richtigen Währung dabei haben musste … und wie einfach das Reisen heute ist. Wir kamen auf den Brexit und es fiel der Satz des Tages für mich (von einer gebürtigen Britin): „Die Queen kann meinen Pass gern zurück haben – in hundert Teilen und mit tausend Kisses. (Ich bin froh, dass ich in Deutschland eingebürgert bin.)“ Kann ich irgendwie verstehen – so lässt sich das Brexit-Chaos vermutlich deutlich entspannter beobachten.

Als alle wieder weg waren, zwangen wir unser Kind nochmal, mit uns raus zu gehen und einen kleinen Osterspaziergang zu machen.

Baum

(Ich habe keine Ahnung, was das für ein Baum ist, aber er hat unheimlich viele sehr weiche Blüten.)

Blüten

Heute gibt es gleich noch einen Ausflug mit Freunden zum Märchenwanderweg und morgen hat uns dann auch schon der Alltag wieder.

In diesem Sinne:
Frohe Ostern!


1 Seit wir hier in der Wohnung wohnen, nutzt Saskia ihr Zimmer deutlich häufiger als drüben im Haus – sowohl, wenn wir allein sind, als auch mit Besuch. Da müssen wir, wenn wir irgendwann wieder zurück ziehen, mal sehen, wie wir das auch dort hinbekommen. Ich finde das nämlich sehr schön.

2 Irgendwie treffen wir hier „im Westen“ erstaunlich viele Menschen, bei denen sich beim näheren Kennenlernen herausstellt, dass sie aus der ehemaligen DDR stammen. Saskias ehemalige Ergotherapeutin (ebenfalls Ossi) hatte ja dazu eine Theorie und inzwischen neige ich dazu, ihr zuzustimmen. (Ich winke mal ans andere Ende der Stadt. Wir sollten uns mal wieder treffen.)