Heute ist Weltblutspendetag

Heute ist Weltblutspendetag. Und die Konserven sind knapp. Für Blut gibt es bisher kein synthetisches Ersatzprodukt. Falls für Operationen oder nach Unfällen keine passende Blutkonserve zur Verfügung steht, kann das lebensbedrohlich werden.

Die Grafik hier stammt von der Webseite des DRK-Blutspendedienstes und zeigt recht deutlich, wie schlimm die Lage bereits ist. Also – geht doch mal (wieder) zur Blutspende, wenn ihr über 18 Jahre und unter 65 (bzw. 73) Jahre alt und gesund seid. Muss auch nicht unbedingt heute sein, die Blutspendeeinrichtungen freuen sich auch an jedem anderen Tag über Spender.

Blutgruppenbarometer

XXX – 3 Kreuze

Anfang Mai hatte das Landgericht endlich ausgerechnet, welche Anwalts- und Gerichtskosten für unseren Dachschaden angemessen seien und wieviel davon jede Seite zu tragen habe: Wir ein Viertel, die Gegenseite drei Viertel plus die vollständigen Gutachterkosten. Etwa zwei Wochen später gab es zwei Überweisungen von der Dachdeckerfirma und ihrer Versicherung und damit ist das Thema Dachschaden nun nach reichlich 4 Jahren(!) endlich abgeschlossen. Halleluja!

22.02.2022

Was für ein schönes Datum. Man kann es vorwärts oder rückwärts lesen oder sogar auf den Kopf stellen – es bleibt gleich.

Vor 21 Jahren wohnte ich in Köln und hatte wegen Weiberfastnacht einen freien Tag, den ich nutzte, um einige hundert Kilometer entfernt einen Mann zu treffen, den ich bis zu diesem Zeitpunkt nur aus Mails und Newsgruppen kannte.

Wenn es an der Haustür klingelt …

… und dann zwei Polizisten davor stehen und einem den eigenen Personalausweis hinhalten, dann ist die Freude groß. Irgendwer hat ihn wohl auf dem Markt gefunden (wo ich ihn am Freitag nach dem Coronatest verloren hatte) und bei der Polizei abgegeben. Danke an den unbekannten Finder!

Nun muss ich nur noch beim Bürgeramt anrufen und sagen, dass er wieder da ist, damit aus der „weltweit geführten Interpol-Datenbank“, wo er zur Fahndung ausgeschrieben ist, wieder rausnehmen. Und meinen Termin beim Amt zur Neuausstellung absagen.

Hach, ich freue mich.

Wenn die Stimmlippen mitwippen …

… dann ist alles in Ordnung. Aber ob sie das tun? Man weiß es nicht so genau.

Heute Vormittag hatten wir einen Termin in der HNO-Ambulanz. Kurz bevor ich mich Saskia losfuhr, rief die Chirurgin an, die Saskia operiert hatte. Ich bekam noch mit, dass die Impedanz nach dem Austausch des VNS immer noch zu hoch gewesen war und deshalb entschieden wurde, auch das Kabel zu tauschen. Da das Entfernen des alten Kabels und dann Verlegen des neuen komplizierter war als die erste OP, bei der man „nur“ alles einbauen muss, könne es sein, dass die Stimmbänder Schaden nehmen. Außerdem sei eventuell auch der Nerv selbst gereizt, weshalb dann während der OP entschieden wurde, den VNS erstmal nicht einzuschalten. Tja. Schade, dass diese Information es nicht bis zu uns schaffte und der Oberarzt den VNS am Abend dann eben doch einschaltete.

All das könnte eine Ursache für Saskias derzeit extrem leise und belegte Stimme sein. Das hatten wir 2012 ja auch und nach einiger Zeit verschwand es von selbst wieder. Es könnte sich aber auch um eine Stimmbandparese durch die Operation handeln und da sei es besser, einmal nachzusehen.

Nun gut, wir fuhren also los, während der beste Ehemann von allen sich weiter mit der Chirurgin unterhielt und fanden nach etwas Suche auf dem riesigen Uni-Gelände auch die HNO-Ambulanz. Ein netter, relativ junger Arzt schaute Saskia in den Hals, was einigermaßen klappte, auch wenn es ihr offenbar (genau wie mir) extrem schwer fällt, die Zunge nicht reflexhaft zurückzuziehen, sobald irgendein Gegenstand in die Mundhöhle eingeführt wird. (Schnelltests mit Rachenabstrich sind für mich ja schon jedes Mal ein besonderes Erlebnis:)

Damit wissen wir nun: Die Stimmlippen sind geöffnet – das ist gut, denn sonst bestünde die Gefahr, zu wenig Luft zu bekommen. Ob sie sich allerdings richtig schließen, wissen wir nicht, denn dazu hätte Saskia irgendetwas sagen müssen. „Hiiii“ oder „Haaaa“ hätten gereicht. Aber selektiver Mutismus ließ grüßen – mein Kind blieb stumm. „Tief ein- und ausatmen“ klappte schließlich ein bisschen und so ist der Arzt der Meinung, zumindest die rechte Seite der Stimmlippen bewege sich, links sei er nicht sicher. Und das Husten beim Trinken sei ungewöhnlich. Hmmm … Er will das an die Kollegen der Phoniatrie weitergeben – wir bekommen also einen neuen Termin. Und vielleicht (so meine geheime Hoffnung) brauchen wir den gar nicht, weil sich bis zu diesem Termin alles wieder normalisiert hat.

„Regelwartung“ beendet

Als ich neulich meinen Kollegen Bescheid sagte, dass Saskia zur OP ins Krankenhaus müsse, wurde natürlich gefragt, ob es was Schlimmes sei usw. Ich eklärte kurz, dass der VNS  den Geist aufgegeben hätte und ausgetauscht werden müsse, es aber hoffentlich nur eine kleine OP sei. „Ah, Regelwartung!“ rief einer der Kollegen und hat damit ja nicht ganz Unrecht. (Merkt man, dass ich im technischen Service arbeite?)

Mit dem Krankenhaus hatten wir vereinbart, dass wir am Mittwoch aufgenommen werden. EIne Begleitperson kann mit aufgenommen werden, der zweite Elternteil darf aber beim Arztgespräch dabei sein und ansonsten zu den Besuchszeiten zwischen 15 und 18 Uhr kommen. Patient und Begleitperson brauchen einen negativen PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden. Besucher brauchen einen negativen Antigentest, nicht älter als 24 Stunden.

Wir entschieden, dass der beste Ehemann vo allen sich mit aufnehmen lässt, ich bei den Aufklärungsgesprächen dabei bin und zu den Besuchszeiten komme. Dann begannen wir, nach PCR-Testmöglichkeiten zu suchen, was sich als relativ kompliziert herausstellte. Wir hätten am Montag (zwei Tage vor Aufnahme) ins Krankenhaus kommen können – zwischen 11 und 15 Uhr. Ähmmm … nein. Immerhin sind das etwa 70 km Fahrt pro Richtung, das würde einen weiteren Fehltag in der Schule bzw. Urlaubstag bedeuten (und davon gibt es in nächster Zeit eh‘ genug). Also suchten wir hier – es sollte ein PCR-Test mit Nasen- und Rachenabstrich sein und keiner zum Gurgeln (meinten Mann und Kind – ich hätte mich ja anders entschieden!) und buchten schließlich zwei Testtermine am Montag Abend. Die negativen Ergebnisse erhielten wir knapp 24 Stunden später – die Rechnung (ca. 140 €) zahlten wir selbst – ob wir eine Chance haben, dass die Krankenkasse das übernimmt, weiß ich noch nicht.

Am Mittwochmorgen ging ich zum Schnelltest, dann fuhren wir gemeinsam los. Wir kamen pünktlich an, stellten das Auto ins Parkhaus und gingen an gestrengen Türstehern, die den Impf- und Teststatus kontrollierten und sehr skeptisch nachfragten, weil wir Saskia zu zweit begleiteten, vorbei zur Aufnahme zum Self-Check-In. Dieser Teil des Krankenhauses ist sehr neu, sehr modern und erinnert eher an einen Flughafen als an Krankenhaus.

Krankenhaus-Eingang im Flughafen-Stil

Krankenhaus-Eingang im Flughafen-Stil

Wir wurden aufgenommen und liefen durch endlose Flure über verschiedene Etagen um Baustellen herum zur Kinderstation. Die kam mir bekannt vor, hieß vor 10 Jahren aber noch ganz anders.

Übergang zur Kinderklinik

Dort angekommen, wurden wir zunächst in die Kindernotaufnahme geschickt, wo die Aufnahmeuntersuchung stattfinden sollte und anschließend gebeten, im Spielzimmer Platz zu nehmen. Denn für ein Zimmer müsse erst ein anderes Kind entlassen und dann das Zimmer gereinigt werden. Nun gut. Wir warteten also. Mann und Tochter bekamen irgendwann Mittagessen, ich holte mir etwas am Kiosk, dann ging es um 14 Uhr über die langen Gänge zurück zur Anästhesie-Aufklärung und dann wieder auf die Kinderstation. Dort sollte uns um 15:30 Uhr ein Chirurg zur OP-Aufklärung im Zimmer besuchen, wir bekamen dann auch endlich ein Zimmer – allerdings zunächst ohne Bett(en). Lediglich ein Tisch und 3 Stühle gab es. Wir warteten also weiter. Um 16 Uhr erschien ein junger Arzt und kündigte an, dass die Chirurgen sehr viel zu tun hätten und wir vor 18 Uhr nicht mit einem Besuch rechnen müssten. Uff. Wir meldeten uns ab und entschieden, uns mal ein bisschen an die frische Luft zu begeben – den ganzen Tag mit FFP2-Maske in geschlossenen Räumen ist ja auch anstrengend. Wir liefen ein bisschen durch die Gegend und als wir um 17:30 zurück im Zimmer waren, gab es auch schon Abendessen. Kurze Zeit später dann auch endlich ein Bett und eine Liege.

Der Chirurg kam um 18:50 Uhr, erklärte uns, was geplant sei. Der alte VNS sollte ausgebaut und ein neuer eingesetzt werden (das würde nur ca. 30 Minuten dauern) und nur bei Bedarf (=wenn das neue Gerät ebenfalls zu hohe Impedanzen meldet) würde auch das ganze Kabel ausgetauscht . Bei dem hatte man uns vor 10 Jahren erklärt, das sei nicht so einfach auswechselbar, weil es mit dem Nerv verwachse. Ganz so sei es nicht, meinte der Chirurg, aber es bilde sich Narbengewebe und daher sei es ziemlich frickelig, das Kabel vom Nerv zu trennen, zumal auch die Hauptschlagader in unmittelbarer Nähe der Operationsstelle verlaufe (daher würde die OP dann deutlich länger dauern). Anschließend gab es noch eine kurze Diskussion, ob die PCR-Tests vom Montag bis zur OP vielleicht schon zu alt seien, dann begab ich mich auf den Heimweg, löste für stolze 19 € (!) Parkgebühren das Auto aus und war um 21:15 Uhr daheim, wo ich innerhalb von Sekunden auf dem Sofa einschlief, bevor ich mich um halb 3 dann ins Bett begab.

Nun ja, wie es mit Regelwartungen  so ist. sieht man manchmal erst während der Arbeit, was wirklich kaputt ist. Die kleine OP-Variante reichte also nicht aus und so wurden aus 30 Minuten dann 2,5 Stunden im OP. Als ich am Nachmittag kam, war Saskia auch noch entsprechend matschig, konnte aber immerhin schon wieder in einer Hand das Handy halten und spielen. Details zur OP erfuhren wir (noch) nicht, nur dass eben auch das Kabel getauscht wurde.

Ausgebauter VNS

Am Freitag teilte mir der beste Ehemann von allen mit, dass man bei der Visite entschieden hätte, es sähe soweit gut aus und sie könnten im Laufe des Tages entlassen werden. Allerdings sollte vorher ein Pflasterwechsel erfolgen und ein HNO-Arzt sollte sich ansehen, ob es durch die OP und die Intubation Probleme gäbe. Im Laufe des Tages geschah dann allerdings nicht viel. Ich ging also (wie an den Tagen zuvor auch) zum Schnelltest, verlor dabei meinen Personalausweis (was ich erst eine Stunde später am Einlass ins Krankenhaus bemerkte, als ich ihn vorzeigen sollte und nicht fand), fuhr ins Krankenhaus und leistete Mann und Kind Gesellschaft. Gegen 17 Uhr, während der beste Ehemann von allen mal für eine gute halbe Stunde spazieren ging (und wir schon längst nicht mehr davon ausgingen, heute noch gemeinsam heim zu fahren), erschien ein Arzt mit Entlassungspapieren, verkündete, die HNO-Abteilung sei überlastet, wir bekämen also einen ambulanten Termin zur Kontrolle und die operierende Chirurgin hätte einen freien Tag und würde uns zur Nachbesprechung anrufen. Hmm. Damit waren wir im Prinzip entlassen, allerdings dauerte es dann noch etwa anderthalb Stunden bis jemand zum Pflasterwechsel und zur Entfernung des Zugangs kam und wir tatsächlich heimfahren konnten.

Krankenhaus, wir kommen

Nachdem sich an Saskias VNS kein Kabelbruch finden ließ, hat der hiesige Neurologe bei einem Krankenhaus angefragt, ob wir zum VNS-Austausch kommen können. Das war Heiligabend und wir hörten erstmal nichts. Nicht so überraschend, das macht sicher jemand, der in der Weihnachtszeit auch mal frei hat. Aber wir hörten auch nichts zwischen den Feiertagen und nichts in der ersten Januarwoche. Uff. Wir baten also darum, auch im anderen in Frage kommenden Krankenhaus anzufragen und bekamen am gleichen Nahmittag eine Mail mit einer Rückfrage, die ich 10 Minuten später beantwortete und danach … nichts mehr. Doppel-Uff.

Etwas überraschend meldete sich dann plötzlich telefonisch jemand aus dem zuerst angefragten Krankenhaus und nun haben wir einen OP-Termin nächste Woche Donnerstag. 😮 (Aufnahme Mittwoch, Entlassung voraussichtlich Samstag.) Vorher brauchen wir für Saskia und Begleitperson einen aktuellen PCR-Test, das wird noch spannend und eine Einweisung muss ich noch besorgen und dann kann es hoffentlich losgehen.