Wasserschaden

Bevor morgen die Dachdecker kommen und das Dach aufreißen, um von oben reinzugucken, woher die Nässe kommt, hatten wir heute die Tischler zu Besuch, um einen Teil der Paneele an der Schlafzimmerdecke zu entfernen.

Unser Plan war, das möglichst mit wenig Schaden zu öffnen, die schadhafte Stelle zu suchen und zu finden und später die Decke wieder verschließen zu können. Im Moment sieht es so aus, als stünden wieder einmal größere Bauarbeiten an, denn die entfernten Paneele sehen nicht gut aus. Und der Geruch! Nicht schön.

Zunächst mal fielen mir heute morgen die Wellen an der Decke auf.

Wellen in der Decke

Die hatten wir bisher noch nicht entdeckt, aber nun, wo keine Lampe davor hängt, sah es sehr wellig aus. Dann entfernten die Tischler das erste Brett, dem man schon von unten die Feuchtigkeit ansah, von oben sah es auch nicht besser aus. Die Nachbarpaneele hatten teilweise schon leichte Schimmelanzeichen auf der Rückseite und der Geruch im Schlafzimmer ist derzeit selbst bei geöffnetem Fenster einfach „Bäh“.

Wasserfleck

Und auch die Befestigungshaken sahen aus, als hätten sie ein sehr feucht-fröhliches Leben an unserer Decke gehabt. Das sollte nach 2 Jahren unter einem frisch renovierten Dach nicht so sein.

Paneelbefestigung

Ich hab dann direkt mal den damaligen Bauleiter für morgen mit dazu gebeten und bin sehr gespannt, wie das alles weiter geht (wer das alles bezahlt, wann das wie repariert wird und überhaupt). Erstmal gehe ich dann wohl Umzugskartons packen. Und erwähnte ich schon, dass ich keinen Bock mehr auf diesen Mist habe?

Haus steht noch … und wir haben auch wieder Strom

Dienstag um 15 Uhr war der früheste Termin, an dem der Rollladen-Bauer Zeit hatte, um sich das Problem anzusehen. Na gut, den einen Tag würden wir nun auch noch ohne Spülmaschine und ohne funktionierende Steckdosen in der Küche durchhalten – immerhin haben wir da ja eine gewisse Übung.

Als ich kurz nach halb drei nach Hause kam, wurde ich schon erwartet. Der Rollladen-Bauer guckte sich alles an, verstand genau wie wir nicht, was das eigentlich los war, schloss schließlich die Rollläden an einen anderen Stromkreis an und stellte fest, dass sie problemlos funktionierten. Hmmm?! Und nun? Die Rollläden funktionierten, der Stromkreis jedoch funktionierte auch ohne die Rollläden nicht. Auch nicht nach Aus- und Wiedereinschalten der Sicherungen und FI-Schalter. Der Fi-Schalter reagierte auch nach wie vor nicht auf Drücken der Test-Taste und irgendetwas knisterte im Stromkasten, wenn man die Taste ein paar Mal drückte. Seltsam. Aber wohl doch eher ein Fall für den Elektriker, entschieden wir schließlich. Den rief ich dann noch im Beisein des Rollladen-Bauers an und bekam den Tipp, lieber die komplette Stromversorgung vom Netz zu nehmen. Okayyy… Ich schaltete also die Hauptsicherung aus, schickte den Rollladen-Bauer nach Hause und wartete auf den Elektriker-Notdienst.

Der erschien gegen 16:30 Uhr, hörte sich das Problem an und tauschte schließlich den FI-Schalter. Auch wenn der normalerweise nicht kaputt ginge. Strom wieder an und hier und da noch gemessen und zur Sicherheit noch geguckt, ob sich der FI-Schalter denn nun durch die Taste auslösen lässt. Ließ er nicht. Ähh.. Wie jetzt?

Verteilerkasten

Also nochmal gesucht und siehe da, das Problem lag eine Ebene weiter oben – vom FI-Schalter dort ging ein schwarzes Kabel nach unten zum betroffenen Stromkreis, der Neutralleiter. Und aus irgendeinem Grunde hatte der wohl Kontaktprobleme gehabt. Ergebnis:

FI-Schalter - verschmort

Autsch! Ich traue ja der Elektroinstallation in unserem Haus generell nicht (da liegt sehr Vieles im Argen), aber gerade die gesamte Küchenverkabelung und der Verteilerkasten im Keller sind ja im Herbst 2017 erst erneuert worden. Hier hatte ich daher wirklich nicht mit Problemen gerechnet.

Schließlich wurde der verschmorte FI-Schalter getauscht und der Strom wieder eingeschaltet. Nun funktionieren sowohl die Steckdosen als auch die Rollläden. Hurra! Die Heizung meldete einige Zeit einen Fehler, arbeitete aber zum Glück weiter, ich hoffe also, das war es jetzt erstmal mit Strom-Problemen. Nächste Woche geht es an die Erkundung unseres Dachschadens.

Das ist jetzt nicht wahr!

Als wir 2011 unsere Fenster und Türen erneuerten, wurden an der (nördlichen) Eingangsseite des Hauses auch die bis dahin manuell bedienbaren Rollläden durch elektrische ersetzt. Das war toll, allerdings war die Firma, die sie einbaute nicht so toll und hinterließ größere Flurschäden (wie Löcher in der Wand und heraushängende Kabel). Als wir später die anderen Rollläden erneuern ließen, nahmen wir unsere „Stamm-Rollladen-Bauer“, auch wenn das bedeutete, dass wir nun zwei verschiedene Systeme im Haus haben (Selve und Somfy – unsere Stamm-Firma verbaut nur Somfy). Nebenbei bemerkt finde ich die Somfy-Fernbedienung mit Zeitsteuerung unterirdisch vom Bedienkomfort – die ist so gar nicht intuitiv bedienbar und ich muss jedes Mal, wenn ich was umprogrammieren will (was man ja nicht täglich macht), erst nach der Bedienungsanleitung googeln.

Leider wurden die nördlichen Rollläden bei der Dämmung des Hauses 2015 kurzerhand mit „eingedämmt“ – sie stecken also zum Teil unter dem Dämmmaterial, was doof ist, wenn mal etwas damit ist. Irgendwann 2016 begann der obere Rollladen gelegentlich Zicken zu machen und erst auf mehrfachen Knopfdruck zu reagieren. Noch nicht so richtig schlimm, aber etwas nervig. Mitte 2017 war dann der Punkt erreicht, an dem es immer mehrere (und zum Teil sehr viele) Versuche brauchte, bis er sich bewegte. Wegen der Lage unter der Dämmung beschlossen wir, das Thema lieber nicht im Herbst/Winter anzugehen, denn wenn die Dämmung beschädigt würde und neu geklebt werden müsste, bräuchten wir 24 Stunden lang Temperaturen über 5°C. Wir parkten den Rollladen also in einer Position, mit der wir einigermaßen leben konnten: Etwa 3/4 geschlossen – das ist dunkel genug, um auch im Sommer schlafen zu können, wenn die Sonne am späten Abend noch weit ums Haus kommt und andererseits hell genug, um sich tagsüber zumindest im Raum orientieren zu können, ohne erst Licht zu machen und um bei geöffnetem Fenster etwas Frischluft zu bekommen. Im Frühjahr 2018 zickte dann auch der untere Rollladen immer wieder und da wir keine Lust auf eine Küche ohne Tageslicht hatten, nutzten wir ihn sicherheitshalber gar nicht mehr – auch nicht im Sinne des Erfinders.

Irgendwann fanden wir dann aber doch mal Zeit, das Thema in Angriff zu nehmen und so tauchten am Freitag Morgen um kurz nach 8 zwei Rollladen-Bauer auf, flexten die Kästen auf, tauschten die Rollladenmotoren und verschlossen alles wieder. Zweieinhalb Stunden später waren sie fertig und wir hatten funktionierende Rollläden. Hallejujah! Ich programmierte die Zeitsteuerung und sie fuhren am Abend brav nach unten … und am Samstag Morgen … leider nicht wieder nach oben. Beide! Stattdessen machten sie seltsame Geräusche, als würde sich der Motor drehen, aber es nicht schaffen, den Rollladen zu öffnen. Nach leichter „Perkussionswartung“ von außen am unteren Rollladen hatten wir dann zumindest in der Küche wieder Tageslicht. Im Schlafzimmer blieb es dunkel. Ach nöö!

Ich drückte noch eine Weile auf der Fernbedienung rum, aber erfolglos. Etwas später stellten wir fest, dass der Kühlschrank keinen Strom hatte. „Dann ist dann wohl ’ne Sicherung geflogen“, vermuteten wir. Allerdings war sowohl die Sicherung des Stromkreises, an dem die Küchensteckdosen und Überraschung! auch die Rollläden hängen, als auch der zugehörige FI-Schalter in eingeschalteter (also oberer) Position, Test mit dem Phasenprüfer ergab „Leuchten auf beiden Phasen“. WTF?! Wir entschieden uns dann, die Sicherungen erstmal auszuschalten, den Kühlschrank mit einem Verlängerungskabel aus der Essecke zu versorgen … und warten nun darauf, dass morgen Nachmittag die Rollladen-Bauer auftauchen und den Mist in Ordnung bringen. Wo auch immer das genaue Problem liegt. Wenn es ein Kurzschluss ist, sollte eigentlich eine Sicherung oder der FI auslösen. Und wieso liegt auf beiden Steckdosen-Phasen Spannung an? Und wieso kann ich den FI-Schalter nicht mal mit seinem Test-Knopf ausschalten? Fragen über Fragen. (Genau dieser Stromkreis wurde übrigens gerade erst komplett erneuert, als die Küche renoviert wurde.)

Der beste Ehemann von allen ist inzwischen noch genervter als ich und allmählich überlegen wir, ob wir das Haus nicht einfach abreißen und neu bauen sollten. Es macht echt keinen Spaß mehr.

Ist die Schule eigentlich die richtige für Saskia?

Egal, ob hier in den Kommentaren, in Foren oder auch im realen (Offline-)Leben: Die Frage nach der Schule wird mir ziemlich häufig gestellt. Ist Saskia eigentlich richtig in der Schule? Habt ihr schon mal über eine andere Schule nachgedacht? Gäbe es da nicht andere Möglichkeiten?
Tja. Ich kann dazu nur ganz klar sagen: Jein.
Saskia besucht derzeit die 6. Klasse einer Körperbehindertenschule (bzw. „Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung“, wie es offiziell heißt). Allerdings sind die Schüler an dieser Schule nicht einfach „nur“ körperlich behindert. Denn ein Kind, das „nur“ motorische Einschränkungen hat (egal, ob es nun auf den Rollstuhl angewiesen ist oder andere körperliche Einschränkungen hat), das aber geistig altersgerecht entwickelt ist, wird höchstwahrscheinlich integrativ an einer Regelschule beschult. Um auf die Förderschule zu gehen, kommt also noch irgendein anderes Problem dazu, das mindestens zu einer Lernbehinderung führt.
In Saskias Schule ist (geschätzt) etwa die Hälfte der SchülerInnen sichtbar körperlich behindert, sitzt im Rollstuhl, läuft mit Rollator, trägt Orthesen, wird beatmet usw. Anderen SchülerInnen sieht man die Behinderung nicht sofort an – wir wissen von Kindern mit Autismus, mit Epilepsie, ehemaligen Frühchen, Kindern mit irgendeinem Gendefekt, der sie die Welt anders wahrnehmen lässt, Kindern mit Tumoren … das Spektrum ist sehr breit. Es gibt Flüchtlingskinder und Kinder, die einfach möglichst kleine Klassen brauchen, um den Schultag zu verkraften.
Als wir Saskia in dieser Schule anmeldeten, war sie auf den Rollstuhl angewiesen, hatte täglich massenhaft epileptische Anfälle und nahm ihre Umgebung kaum wahr. Damals gab es keine sinnvolle andere Wahl. Integrative Beschulung ist unserer Meinung nach sinnlos, wenn die Einschränkungen so extrem sind, dass man das Kind schlicht nicht integrieren kann. Wie hätte das denn praktisch aussehen sollen?
Inzwischen ist Saskia körperlich fit, sechs Jahre mit tausenden Anfällen haben aber Spuren hinterlassen, die auch nach fünf Jahren Anfallsfreiheit deutlich sichtbar sind. Saskia kann inzwischen lesen … Ob sie den gelesenen Text wirklich versteht, ist nicht immer klar. Bei einfachen Texten klappt es, werden die Texte länger oder komplizierter, bezweifle ich es. (Mit Sicherheit sagen kann ich es nicht, denn Saskia fragt normalerweise nicht nach, wenn sie etwas nicht verstanden hat und beantwortet Fragen meinerseits dann auch gern mal mit Schulterzucken oder Wegsehen.) Mathematik beschränkt sich auf „Plus- und Minusaufgaben“ im (immerhin inzwischen) 100er-Zahlenraum. Englisch auf ein paar Vokabeln wie „Hello“, „Good morning“, ein paar Zahlen und Farben (alles nur mündlich, hier wird weder gelesen noch geschrieben). Andere Fächer? Keine Ahnung!
Welche Schule wäre also die richtige für sie? Eingangsstufe der Grundschule würde inhaltlich passen, altersmäßig allerdings nicht. 6. Klasse einer weiterführenden Regelschule? Ganz sicher nicht. Davon sind wir meilenweit entfernt.
Bliebe eine andere Förderschule. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ wurden im Zuge der Inklusion abgeschafft. Förderschule „Geistige Entwicklung“ fand ich schon vor sechs Jahren falsch und finde ich heute noch unpassender. Förderschulen „für Sehbehinderte und Blinde“ und „für Hörgeschädigte“ scheiden aus naheliegenden Gründen aus.
Insofern: Auch wenn Saskias Schule vielleicht nicht optimal ist, sehen wir derzeit keine Alternative.

Wochenendprogramm

Immer, wenn ich mit Saskia auf dem Weg zur Oma an der Feuerwehr vorbei komme, diskutieren wir darüber, wieviele Fahrzeuge da gut sichtbar in der recht neuen Garage stehen (und für eine Kleinstadt sind es eine ganze Menge, finde ich) und was das (außer dem ganz eindeutig erkennbaren Drehleiterfahrzeug) denn so für Fahrzeuge seien. Tja. Bei einigen kann man das ungefähr vermuten, andere sind nicht genau erkennbar, aber ich versprach Saskia, dass wir hingehen und nachfragen würden, wenn die Feuerwehr mal wieder einen Tag der offenen Tür veranstalten würde. Das dauerte zwar länger als erwartet, aber heute war es endlich so weit und neben einer Hüpfburg in Feuerwehrform konnten sämtliche Fahrzeuge angesehen, angefasst und beklettert werden.

Ich weiß nun, dass unsere Feuerwehr auch für Chemieunfälle ausgerüstet ist, man Anzüge für Temperaturen bis 1000 °C dabei hat, ein vollausgestattetes Feuerwehrauto ca. 15 Tonnen wiegt und im Lager mehrere Kilometer Feuerwehrschläuche fein säuberlich im Regal auf ihren Einsatz warten. Und dass es eine Menge Feuerwehrleute gibt.

Hydraulikschere

Die harmlos aussehende Hydraulikschere erwies sich als überraschend schwer. Allerdings zerschnitt sie das Fahrrad dann ohne großen Kraftaufwand (abgesehen vom Heben), wie der beste Ehemann von allen gleich probieren durfte.

Ehemann im Einsatz

Der Spezialhelm für die hohen Temperaturen und die zugehörigen Handschuhe waren zwar vergleichsweise leicht, aber von der Bewegungsfreiheit fühlte ich mich an die Spiele bei früheren Kindergeburtstagen erinnert, bei denen man nach Würfeln einer 6 schnell Mütze, Schal und Handschuhe anziehen musste und dann mit Hilfe von Messer und Gabel versuchte, eine Tafel Schokolade aufzuschneiden, bevor der nächste eine 6 würfelte. 😉 Ich möchte nicht wirklich in solch einem Anzug arbeiten müssen.

Ungewohnt

Nach einem kurzen Zwischenstop daheim brachte der beste Ehemann von allen Saskia zum Kindergeburtstag eines Schulfreundes und ich machte mich auf den Weg zum Nähkurs. Nachdem ich vorige Woche durch Zufall festgestellt hatte, dass das kleine Handarbeitsgeschäft im Ort gar nicht mehr so klein ist wie vor ein paar Jahren und inzwischen nicht nur Wolle, sondern auch jede Menge Stoffe und Nähzubehör anbietet und ab und zu auch Nähkurse anbietet, hatte ich mich recht spontan für einen 2-Tages-Kurs (Freitag Abend und Samstag Nachmittag) angemeldet. „Kinderkleidung aus Jersey“ stand auf dem Programm und da ich vor Jersey (und anderen dehnbaren Stoffen) immer ziemlichen Respekt habe, war ich sehr gespannt, wie ich klarkommen würde.

Nachdem wir gestern Abend nur die Stoffauswahl, Ausschneiden des Schnittmusters und Zuschnitt der Einzelteile schafften, saß ich dann heute erstmals an einer Overlock-Maschine, um den ganzen Spaß zusammen zu nähen. Ich muss schon sagen, das spart doch einiges an Zeit und das Ergebnis sieht deutlich besser aus als erwartet. Okay – Kurven, Overlock und ich – da gäbe es noch Verbesserungspotential, aber die meisten Nähte waren recht gerade und da machte das Nähen viel Spaß. Lediglich das Einfassen erledigte ich zum Schluss an einer normalen Nähmaschine. Und auch hier war ich begeistert von so nettem Zubehör wie einem Schrägbandformer. Das Teil ist schon sehr genial und man hat hinterher einen schönen und gerade Abschluss.

Endspurt

Das Ergebnis gefällt mir und Saskia behielt es nach dem Anprobieren gleich an. (Ich bedaure nur, dass das Schnittmuster „Skaterkleid“ von „Klimperklein“) nur bis zur Größe 164 ging. Das Kleid passt, hätte aber auch gern noch eine Nummer größer sein dürfen.

Unikat

Falls sich irgendwann nach den Sommerferien nochmal ein Kurs findet, der zeitlich und inhaltlich passt, versuche ich es vielleicht nochmal.

Bloggst du eigentlich gar nicht mehr? – Oder: Was ist eigentlich los bei euch?

Tja. Hauptgründe für meine schon recht lange Blogpause sind zum einen eine Menge Dinge, die hier so im Alltag passieren und wenig Zeit und Muse zum Bloggen lassen und zum anderen mein immer noch kaputter Tagesrhythmus. Letzterer führt dazu, dass ich meist schon todmüde bin, wenn Saskia ins Bett geht, dann aber keine Lust habe, direkt selbst ins Bett zu gehen (denn schließlich wäre ein bisschen kinderfreie Zeit ja auch ganz schön) und dann entweder doch auf dem Sofa einschlafe, bevor ich irgendwas Sinnvolles gemacht habe oder vielleicht noch irgendwas (online oder offline) lese oder mich durchs Fernsehprogramm zappe, mich aber nicht aufraffen kann, mich an den PC zu setzen und was Produktives zu tun. Am Handy Instagram-Bilchen angucken oder mich durch Foren zu lesen, geht ja noch … schreiben mag ich da allerdings nicht. Manchmal bin ich dann gegen 23 Uhr wieder wach, aber mich dann ins Arbeitszimmer an den Rechner zu setzen, ist auch nichts. Dann bleibe ich eher auf der Couch, zappe weiter und schleppe mich irgendwann ins Bett, denn schließlich klingelt um 5:20 Uhr der Wecker.

Und an den Wochenenden, wo ich ausschlafen könnte, klappt das natürlich auch nicht. Da bin ich gern mal zwischen halb und dreiviertel sieben wach. (Und schon wieder müde, wenn wir gegen 11 dann vielleicht mit dem Frühstück fertig sind. Einfach kaputt.)

Als Sahnehäubchen ging es meiner Mutti Ende April nicht gut, so dass wir schließlich beschlossen, dass sie doch recht zügig mal einen Arzt braucht. Am Freitag Nachmittag. 3 Minuten nach meinem Anruf landete dann ein gelber Hubschrauber auf dem Parkplatz und kurze Zeit später standen 6 Männer in Muttis Wohnzimmer, die gleichzeitig Blutdruck maßen, ihr Nitro in den Mund sprühten, einen Zugang legten, irgendwelche Dinge beantwortet haben wollten, während der nächste bat, mal kurz ganz ruhig zu sein, sich nicht zu bewegen und auch nicht zu sprechen. Schon etwas surreal, die Situation. Am Ende kam sie dann (ohne Hubschrauber, aber mit dem weiß-bunten Krankenwagen) ins Krankenhaus und ist inzwischen um vier Stents reicher. Ich bin sehr froh, dass alles gut ausgegangen ist und dass ich diesmal nicht für jeden Krankenbesuch nach Leipzig pendeln musste. So waren es nur ca. 20 Kilometer bis zur Klinik in der großen Stadt.

Irgendwann wurde dann (nach anfänglicher Ablehnung) auch die Reha genehmigt und wir hatten damit dann auch ein ziel für einen Pfingst-Kurz-Urlaub. Inzwischen ist sie wieder daheim und es geht ihr gut.

Saskia und der beste Ehemann von allen waren für ein verlängertes Wochenende bei meinen Schwiegereltern. Saskia war zu Himmelfahrt mal wieder ein paar Tage mit der Lebenshilfe unterwegs und mein Kurztrip nach Leipzig zum 60. Geburtstag einer Freundin wurde von der deutschen Bahn und einem Oberleitungsschaden wirkungsvoll verhindert. Tja.

Wir haben einen Wandertag mit Freunden gemacht, waren zum Kindermusikfest und zu Familienkonzerten. Und vor Kurzem zum ersten Mal zu viert (mit Saskia und meiner Mutti) zum Konzert bei den „Alten Bekannten“. Ich glaube, auch Saskia hatte Spaß und zumindest hat sie das gesamte Konzert durchgehalten – den Afterglow haben wir uns dann allerdings geschenkt – schließlich hatten wir noch eine knappe Stunde Heimweg vor uns als gegen 22:45 Uhr der offizielle Konzertteil endete. 🙂

Gestern waren wir mit Saskias bester Freundin und deren Mutter im Musical „Mary Poppins“. Und ich muss sagen: Ja, die Karten sind sauteuer, aber es war genial. Besonders vom liebevollen und sehr einfalls- und abwechslungsreichen Bühnenbild bin ich absolut begeitert. Also, wenn ihr die Gelegenheit habt: Unbedingt ansehen!

Zu guter Letzt dann noch ein Blick aufs Haus: Wir haben nach wie vor einen Dachschaden und noch keinen richtigen Plan, wie wir den loswerden. Inzwischen war der Dachdecker da und möchte von oben aufmachen uns reingucken, was uns nicht wirklich begeistert. Wir planen aktuell eher einen Blick von unten hinter die Paneele. Das wäre grundsätzlich machbar, aber dazu müsste wohl mal wieder das Schlafzimmer ausgeräumt werden. Auch kein verlockender Gedanke. Mal sehen, was dabei noch rauskommt.

Sorry, Familie Maus!

Irgendwann im Herbst vergangenen Jahres wollte das Türschloss unseres Gartenschuppens uns nicht mehr ins Innere des Häuschens lassen. Es bewegte sich einfach nicht. Wir entschieden, das über den Winter so zu lassen – immerhin war die Hütte zu und an die Sachen, die darin gelagert werden, mussten wir nicht unmittelbar ran. Vor ein paar Wochen versuchte ich dann doch mal, den Schlüssel mit viel Kraft im Schloss zu drehen – und hatte anschließend einen kaputten Schlüssel, die Tür blieb aber zu. Bevor wir jedoch einen Schlosser holten, wagte ich auf Empfehlung einer Arbeitskollegin dann doch noch einen Versuch mit Ballistol … und siehe da: Die Tür ließ sich öffnen.

Wo kommt eigentlich die Erde her?

Im Inneren roch es allerdings etwas muffig und in einer Ecke sah ich etwas Vogelfutter und Erde auf dem Boden liegen. Da hatten wir wohl im Winter Besuch, dachte ich. Wir holten neulich die Gartenstühle, Tisch und Grill raus, zu mehr war noch keine Gelegenheit. Heute aber beschloss ich, wenigstens mal den Rasen zu mähen. Ich bat Saskia, mir beim Ausräumen zu helfen, denn der Rasenmäher war in der hintersten Ecke verstaut.

Wir räumten also Tisch, Stühle, Gartengeräte und verschiedenen Kleinkram aus der Hütte und fanden zunächst jede Menge Erde. Wo kam die eigentlich her? OKay, eine leere und angeknabberte Tüte „20 l Blumenerde“ fand ich auch. Und eine leere Tüte Sonnenblumenkerne. Und eine Tüte mit etwas Vogelfutter und einem angeknabberten Federball darin (den wir dort ganz gewiss nicht reingesteckt haben). Außerdem angeknabberte Packungen von Blumenzwiebeln und immer wieder Sonnenblumenkerne, Nüsse u.ä. Ich war nicht sicher, ob wir auch irgendwo lebende oder tote Mäuse finden würden und bat Saskia, sehr vorsichtig zu sein, wenn wir mal wieder irgendwo eine Plane oder Decke anhoben. Es passierte jedoch nichts. Zu guter Letzt warfen wir noch einen Blick in die große schwarze Plastikkiste. Huuuiii. Hier roch es aber übel. Marke „Hauptbahnhof, Hintereingang“. Angeknabberte Sachen gab es auch hier (zum Beispiel einen unserer schönen Hängesessel, was ich sehr bedauerlich finde). Wir stellten die Kiste erstmal nach draußen, um sie später dort auszuräumen. Dann kehrten wir das Regal ab, warfen angeknabberte Abdeckplanen und Tüten weg, Saskia verzog sich nach drinnen und ich mähte erstmal den Rasen.

Der schöne Hängesessel! Schnief!

Noch mehr Erde

Der beste Ehemann von allen kam nach Hause und beteiligte sich an den Ausräumarbeiten und entdeckte schließlich am Boden der Kiste „Zwei Mäuse“. „Lebende?“ fragte ich ihn, was er bejahte. „Na, dann hol mal Saskia“, sagte ich.

Das waren deutlich mehr als 2 Mäuse. Eine entwischte uns, versteckte sich erst in der Ecke vom Schuppen und verschwand dann durch ein Loch in der Wand nach draußen. Wir machten also schnell den Deckel wieder zu. Und was machen wir nun mit Familie Maus? Ich mag ja Mäuschen wirklich gern, aber bitte nicht in meinen Sachen. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir, sie in der Kiste auf den Grünstreifen auf der anderen Straßenseite zu bringen. Während des Transports verschwand noch eine aus der Kiste, den Rest setzten wir mit den Babys im Grünen aus. Ich vermute, die fünf Winzlinge haben es nicht überlebt – denn sämtliche größeren Mäuschen suchten blitzschnell das Weite.

Für Familie Maus tut mir das auch wirklich leid, aber wer die Wohnung so verwüstet, muss eben auch damit rechnen, vor die Tür gesetzt zu werden. Und hier besteht obendrein eindeutig Eigenbedarf: Wir möchten unsere Sachen in nächster Zeit ganz gern mal wieder nutzen.
(Und den zerstörten Hängesessel nehme ich wirklich übel!)