2. Adventswochenende

Da es mir am Wochenende zwar besser ging als an den Tagen davor, ich aber von „gut“ noch ein Stück entfernt bin und der beste Ehemann von allen inzwischen auch etwas angeschlagen ist, verbrachten wir ein recht ruhiges Wochenende. Es war relativ kalt, aber freundlich – der Raureif auf Pflanzen auf der Nordseite hielt sich den ganzen Tag.

Raureif

Kurz vor Sonnenuntergang gingen wir gestern dann doch mal ein bisschen raus. Es war angenehm, mal wieder richtig durchatmen zu können – ohne zu husten und ohne das Gefühl zu haben, der ganze Hals ist voller Schleim. Die kalte Luft war wirklich angenehm.

Dass der Teich zugefroren war, überraschte uns dann aber doch.

Raureif am zugefrorerenen Teich

Die Enten hatten sich alle an einer Ecke des Teiches versammelt, die nicht zugefroren war und machten einen ziemlich ausgehungerten Eindruck, als wir dort erschienen. Ich glaube, satt geworden sind diesmal nicht alle.

Enten-Überfall

Abendstimmung

Als wir heimgingen, zogen Nebelschwaden über die Wiesen – es wirkte sehr verwunschen. Der Mond war aufgegangen und hatte noch einen kleinen Stern mitgebracht. (Seht ihr ihn zwischen den Zweigen? Es dürfte die Venus gewesen sein, die sich da im Süden zeigte.)

Der Mond ist aufgegangen ...

Der heutige 2. Advent verlief ähnlich ruhig – ohne Weihnachtsmarktbesuch o.ä., was wir eigentlich geplant hatten. Und auch noch immer mit sehr wenig Weihnachtsdeko am und im Haus. Inzwischen geht es mir aber (abgesehen von sehr üblen Hustenanfällen) besser, der Kopf ist wieder klar, ich werde die „Männergrippe“ wahrscheinlich überleben und vielleicht morgen doch mal für etwas vorweihnachtliche Dekoration im Hause sorgen.

Heute reichte die Energie nur zum Ausschneiden virtueller Schneeflocken.

Schneeflöckchen ...

Wer sich daran auch mal versuchen möchte: Bitteschön – hier geht es lang.

In diesem Sinne allen einen schönen zweiten Advent!

Gleichberechtigung mal anders

Es gibt ja immer mal wieder Lästereien über Männer, die an einer „Männergrippe“ – auch bekannt als „gewöhnliche Erkältung“ fast sterben. Das kann man lustig oder männerfeindlich finden. Die meisten Männer überleben dann doch und dann ist es auch wieder gut. Beim besten Ehemann von allen habe ich noch keine übermäßige Neigung zur Männergrippe festgestellt, dafür hat es mich diesmal ziemlich übel erwischt.

Freitag vor einer Woche waren wir abends noch spontan im Restaurant essen und ich saß etwas ungemütlich „im Zug“. Das führte zu leichtem Kratzen im Hals, aber damit hätte es eigentlich auch gut sein können. Am Sonntag hatte es dann allerdings Saskia erwischt. So sehr, dass sie am Nachmittag nicht wie geplant zum Kindergeburtstag gehen konnte, sondern schlapp auf dem Sofa rumlag. Mit Beginn der neuen Woche ging es dann allen wieder relativ gut … bis am Mittwoch die Handwerker kamen und die Rollläden austauschten. Was zur Folge hatte, dass ab 8:30 Uhr bis gegen 17 Uhr permanent die Terrassentür und mindestens ein Fenster im Arbeitszimmer oder die Balkontür im Kinderzimmer offen standen. Mit dem Ergebnis, dass es im ganzen Haus eiskalt war und ich mir bei der Gelegenheit den Rest geholt hab, der mir zu einer ausgewachsenen Rüsselpest noch fehlte.

Donnerstag habe ich mich morgens noch zum Arzt geschleppt und ansonsten die vergangenen zwei Tage auf dem Sofa oder im Bett verbracht. Für „nur eine normale Erkältung“ fühl(t)e ich mich ganz schön erschlagen und frage mich: Kann man (im Zuge der Gleichberechtigung) als Frau eigentlich ’ne fast tödliche Männergrippe bekommen?

Blutspender dringend gesucht!

Dieser Artikel hat nicht unmittelbar mit meiner eigenen Familie zu tun. Wir sind im Moment alle gesund.

Es gibt aber Menschen, die Unfälle haben, operiert werden müssen oder krankheitsbedingt auf bestimmte Blutpräparate angewiesen sind. Und die Blutkonserven sind derzeit (teilweise extrem) knapp. Daher mache ich hier und heute einmal Werbung fürs Blutspenden. Das geht zum Beispiel beim DRK – auf der Webseite www.blutspende.de erfährt man, wann und wo man in der Nähe spenden kann und was man wissen muss.

Blutspende-Barometer Nordost

Dieses Bild des Blutspende-Barometers stammt vom Blutspendedienst Nordost, in anderen Gebieten Deutschlands sieht es aber nur geringfügig anders aus. Also rafft euch auf, wenn ihr über 18 und unter 65 Jahre alt und gesund seid und gebt euer Bestes, denn für Blut gibt es keinen künstlichen Ersatz.

P.S.: Falls sich jemand fragt, ob ich mit gutem Beispiel voran gehe – ich war vor 4 Wochen spenden, darf also frühestens Mitte Oktober erneut.

Papa im Schlaflabor

Der beste Ehemann von allen verbringt diese Woche drei Nächte im Schlaflabor – in der Hoffnung, dass die Ärzte endlich die Ursache seiner Dauermüdigkeit finden und beheben können. Saskia haben wir das natürlich erklärt, aber als der Papa gestern Abend zur ersten Schlaflabor-Nacht das Haus verlassen wollte, war sie trotzdem ziemlich aufgeregt.

Einige Erklärungen später wollte sie ihm unbedingt noch ein Bild malen, dass er mitnehmen sollte.

Schlaflabor

Das Bild zeigt das Krankenhaus mit vielen Zimmer (bzw. Türen). In dem gelben Zimmer liegt der verkabelte Papa.

Das trifft es ganz gut, finde ich.

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben

Heute Nachmittag schrieb ich noch, der Tag sei besser als der gestrige, dann fuhr ich Saskia abholen. Von draußen sah ich sie allein am Tisch sitzen, den Kopf auf dem Tisch (oder den Armen) liegend. Hmm!?

Als ich rein kam, kam sie zu mir und kuschelte sich an mich (ungewöhnlich genug) und die Hortbetreuer berichteten, Saskia hätte ein paar Stühle von der Bühne heben wollen und sei gestürzt. Sie hätten die Lippe schon gekühlt und sie sei schon nicht mehr so dick. Immer noch dick genug, fand ich. Als ich genauer hinsah, stellte ich fest, dass die Schneidezähne irgendwie unterschiedlich lang aussahen. Also entweder einer total locker oder der andere abgebrochen. Genauer konnte und wollte ich wegen der dicken Lippe nicht gucken. Ich fragte also, ob es bereits einen Unfallbericht gäbe und rief den besten Ehemann von allen im Büro an mit der Bitte doch mal nach der Telefonnummer des neuen Kinderzahnarztes (den wir neulich beim Einkaufen bei uns am Markt entdeckt hatten) zu googlen und dort mal anzurufen, ob wir gleich vorbei kommen können. Wir konnten.

Eine Stunde später steht fest: Ein Schneidezahn (oben links Nr. 21) abgebrochen. Ein Schneidezahn (oben rechts Nr. 11) durchgebrochen. Einem Eckzahn (links Nr. 23) fehlt vermutlich eine Ecke. Korrektur: Es war nicht der Eckzahn, sondern der äußere Schneidezahn (links Nr. 22), dem die Ecke fehlt. Der Eckzahn ist noch nicht vorhanden.

Im Moment kann man nichts machen. Es liegen zumindest keine Nerven frei, Saskia ist gut drauf. Wir lassen die Lippe jetzt abheilen und dürfen Mitte April zur Kontrolle erscheinen. Dann wird entschieden, was und wie gemacht werden kann.

Braucht kein Mensch, sowas!

(Und jetzt hoffe ich, dass Ferienhort als „Schule“ zählt und es wenigstens ein Fall für die Unfallversicherung der Schule ist.)

Update: So sieht es aus: Von schräg unten und von vorn.
Ich binde die Bilder vorsichtshalber mal nicht direkt ein.

Nicht so ganz mein Tag

Es sind Schulferien – was für uns bedeutet, dass wir Saskia morgens selbst in ihre Schule (die derzeit als Ferienhort fungiert) bringen und sie nachmittags auch selbst abholen. Als Gastschülerin aus dem feindlichen Ausland einem benachbarten Bundesland hat sie zwar an Schultagen das Anrecht auf Schulbeförderung, an Ferientagen jedoch nicht. Schließlich ist die Teilnahme am Hort ja nicht verpflichtend. (Die „einheimischen“ Kinder werden übrigens auch zum Hort mit dem Schulbus transportiert – aber das ist natürlich was gaaanz anderes. Vor allem ein anderer Kostenträger.) Nun gut, genug Jammerei. Immerhin gibt es seit diesem Schuljahr einen offiziellen Hort an ihrer Schule, das ist ja auch schon was.

An den meisten Horttagen frühstücken wir zu Hause und brechen dann gemeinsam mit dem Auto auf (mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Fahrt zu Saskias Schule direkt zum Tagesausflug). Dann bringen wir Saskia zur Schule, dann den besten Ehemann von allen zum Büro und dann fahre ich weiter bis zum meinem Büro (bzw. in die zugehörige Tiefgarage). Am Nachmittag hole ich dann zunächst Saskia ab und mit ihr den besten Ehemann von allen. Macht etwa 70-80 km Fahrt pro Tag.

Gestern gab es eine kleine Planänderung, weil ich am Nachmittag zur Blutspende wollte. Also nahm (nach dem Saskia-Absetzen) der Lieblingsmann das Auto mit und setzte mich an der U-Bahn aus ab. Das in „meinen“ Wagen kurz nach mir ca. 30 Schulkinder (so 1. oder 2. Klasse, schätze ich) einstiegen und entsprechenden Lärm und Unruhe verbreiteten, begeisterte mich nur mäßig. Leider hatten sie auch noch das gleiche Ziel wie ich. Also gut 20 Minuten Geschrei und Rumgezappel um mich herum – so beginnt der Tag doch richtig gut. 😉

Nach dem Aussteigen quälte ich mich unter Schmerzen die Treppe hoch als wäre ich mindestens doppelt so alt. Irgendwie hatte ich mir wohl das Knie verdreht und beim Treppensteigen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass etwas ausrastet und dann wieder einrastet. Autsch!

Zum Büro in der 2. Etage nahm ich dann feige den Aufzug. Ich fand die Kollegen etwas niedergeschlagen am Besprechungstisch. Arbeiten war nicht möglich. In der Nacht (zwischen 0:30 Uhr und 4:30 Uhr) wollten die IT-Kollegen ein paar Änderungen am System vornehmen. Bis auf wenige Spezial-Accounts, die wir am Tag zuvor (glücklicherweise) noch eingerichtet hatten (und die zumindest eingeschränkt funktionierten), scheiterten alle anderen (und das sind viele!) bereits bei der Anmeldung. Ganz großes Kino. Bis kurz vor 12 dauerte es, bis zumindest der alte Zustand wieder hergestellt war und alle wieder arbeiten konnten.

Irgendwann machte ich mich auf den Heimweg und auf den Weg zur Blutspende. Hier war es unerwartet voll – wie ich erfuhr, war kurz zuvor jemand umgekippt, so dass ärztliche Hilfe nötig war und dadurch waren die Voruntersuchungen ins Stocken gekommen. Ich füllte also meinen Fragebogen aus, ließ den Hb-Wert (14,4) bestimmen und reihte mich in die Warteschlange zur ärztlichen Untersuchung ein. Es dauerte. Und dauerte.

Blutspende

Als ich endlich dran war und gerade Platz genommen hatte, wurde die Ärztin nochmal gerufen und verschwand. Zum Glück dauerte es nicht lange, sie kam zurück, stellte noch ein paar Fragen, meinte „Alles Okay“ und schickte mich mit meinem Zettel weiter zur eigentlichen Spende. Hier hieß es wieder anstehen, dann wurde eine Liege frei. Die „Fachkraft für die Blutentnahme“ (so stand es auf ihrem Namensschild) kam, guckte auf meinen Zettel und meinte: „Da fehlt die Unterschrift vom Arzt.“ ‚Ach nöö, das nicht auch noch!‘ dachte ich. Immerhin machte sie sich selbst auf den Weg und kam kurze Zeit später zurück. Nochmal nach dem Namen gefragt, dann bekam ich den Stauschlauch um den Arm. Eine passende Vene fand sie allerdings erstmal nicht. Irgendwann ging es dann doch und der Aderlass konnte beginnen. Es dauerte nicht lange, da fing das Gerät allerdings an zu piepen. Die junge Frau kam wieder, guckte, drehte meinen Arm hierin, dann dahin, meinte ich solle den Ball nochmal drücken … es half alles nicht, das Blut lief nicht mehr. Also Nadel raus, Tupfer drauf (nun lief es wieder reichlich) und (nach kurzem Aufenthalt beim Imbiss) ab nach Hause. War die ganze Aktion also auch noch umsonst. (Werden halbvolle Blutbeutel noch irgendwie verwendet oder kommt das gleich weg?)

Das anschließend bei meiner Mutti noch aufgehängte Rollo ist inzwischen auch schon wieder dem Ruf der Schwerkraft gefolgt. Insgesamt war es also nicht so ganz mein Tag gestern.

Heute ist zumindest das Knie wieder in Normalstellung, es geht also aufwärts.

Tag der seltenen Erkrankungen

Logo Tag der seltenen Erkrankungen

Am (seltenen) 29. Februar (bzw. in den Nicht-Schaltjahren am 28.2.) ist der
„Tag der seltenen Erkrankungen“.

Über 6000 Erkrankungen gelten als „seltene Erkrankungen“ – in Deutschland gibt es ca. 4 Millionen Menschen, die von einer seltenen Erkrankung betroffen sind. Für viele dieser Erkrankungen gibt es bisher keine oder nur unzureichende Behandlungsmöglichkeiten.

Der Tag der seltenen Erkrankungen (Rare Disease Day) soll helfen, ein Bewusstsein für diese Erkrankungen zu schaffen, für mehr Forschung einzutreten, Netzwerke für Betroffene zu schaffen.

Zu den bekannteren seltenen Krankheiten gehören beispielsweise das Rett-Syndrom oder auch die Mukoviszidose.

Epilepsie ist eine sehr häufige chronische Erkrankung, allerdings gibt es sehr viele verschiedene Epilepsie-Formen, die teilweise sehr selten und schwer behandelbar sind. Das Doose-Syndrom, an dem Saskia wahrscheinlich erkrankt ist, gehört ebenso dazu wie das Dravet-Syndrom oder das Lennox-Gastaut-Syndrom.