Spontaner Winterurlaub daheim

Oder auch: Glück ist 30 cm Pulverschnee bei Sonnenschein. 😉

Hier im Norden ist ja selten richtig Winter. Meist ist wochenlang graues Schmuddelwetter mit Wind, Nieselregen und Temperaturen knapp über 0°C. Sobald die Temperaturen fallen, hören die Niederschläge auf, es sind knapp unter 0°C und es ist trocken. Schlimmstenfalls hat es kurz vor dem Kälteeinbruch geregnet, dann ist es glatt. Und als letzte Variante gibt es noch Schneeregen, der vielleicht mal für einen halben Tag in Schnee über geht. Dann liegt eine Weile sehr nasser Schnee auf dem Boden, der recht schnell nur noch braungraue Pampe ist. Wichtig ist aber: Sobald sich eine Schneeflocke nähert, bricht das Verkehrschaos aus – liegen gar zwei oder noch mehr übereinander, sollte man den Eingeborenen am besten den Führerschein temporär entziehen, denn fahrtauglich sind sie schlagartig nicht mehr.

Dieses Jahr läuft der Winter etwas anders. Nach der üblichen Schmuddelphase haben wir derzeit bereits die 3. Woche in Folge sehr schönes, sonniges Wetter. Und es ist kalt. Nachts herrschen tatsächlich zweistellige Minusgrade und auch tagsüber bleibt es frostig. Ungewohnt, aber sehr angenehm, finde ich. (Auch wenn ich da von meinen bibbernden Kollegen schräg angeguckt werde. „Ich hab schon lange Unterhosen an, aber es ist so kalt hier.“, sagte gestern einer – im Büro waren 21°C.) Am Sonntag schneite es dann und dank der Kälte blieb der Schnee tatsächlich liegen und wurde nicht sofort zu Dreckwasser. Am Montag Morgen dauerte der Arbeitsweg zwar etwas länger als gewohnt, weil die Autos mit 10 km/h dahin schlichen, aber der Anblick der schneebedeckten Bäume war schon sehr schön.

In der Nacht von Montag zu Dienstag gab es nochmal eine neue Ladung Schnee. Der beste Ehemann von allen verließ heute schon um 6 Uhr das Haus, als ich mit Saskia eine Stunde später ebenfalls das Haus verließ, waren keine Spuren mehr zu sehen – dafür aber gut 20cm Neuschnee. Uff. Also erstmal Saskia in den Schulbus gesetzt, dann zurück zum Haus gelaufen und einen Weg freigegraben. Und nun Auto ausgraben? Ach nöö, dazu hatte ich keine Lust, da gehe ich lieber zum Bus.

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Auf der Hauptstraße rollte der Verkehr – ein Bus kam allerdings erstmal nicht. Irgendwann aber kam er doch und war natürlich voll. Na ja, nützt ja nichts. Bis zur nächsten Haltestelle (ca. 500m) ging es recht flott, danach war es allerdings vorbei. Die nächste (ebenfalls nur etwa 500m entfernte) Haltestelle erreichten wir nach 20 Minuten. Wenn es in dem Tempo weiter ginge, könnte ich direkt wieder umkehren, wenn ich mein Büro erreicht hätte. Blöd. Ich versuchte, meinen Chef zu erreichen: Ans Telefon ging er noch nicht, auf SMS kam auch keine Reaktion, aber die Mail mit meiner spontanen Urlaubsanfrage wurde beantwortet, während der Bus 5 Minuten brauchte, um um die Ecke zu fahren. Ich stieg also nach 2 Haltestellen und 25 Minuten wieder aus und lief an einer Blechlawine von Autos, die sich zentimeterweise vorwärts bewegten, vorbei die 1,5km wieder nach Hause. Na, das war ja mal mal ein erfolgreicher Start in den Tag. 😉 Eine Stunde nach dem Losgehen war ich wieder daheim und hatte überraschend Urlaub. Und nun? Zu tun gäbe es reichlich, aber das Wetter lockte doch sehr nach draußen. Also noch fix dem Urlaubsantrag eingerecht (SAP auf dem IPhone macht exakt keinen Spaß!) und dann wieder raus.

Winterspaziergang

Und es war soooo schön. Strahlend weißer Schnee, Ruhe, Sonne, glitzender Schneestaub, der ab und zu lautlos von den Bäumen rieselte … Über 2 Stunden war ich unterwegs, bin gelaufen, staunend stehen geblieben, habe unzählige Fotos gemacht und mich einfach an diesem Anblick erfreut.

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

So darf Winter aussehen.

Kann man auch den siebenten Termin vergeigen?

Yes, they can! (Jedenfalls teilweise.)

Nachdem die Küchenmonteure ja Ende Januar hier vor verschlossener Tür standen, gab es heute Nachmittag um 15 Uhr einen neuen Termin zur Endmontage. Zur Erinnerung: Zu montieren waren noch ca. 1,5m Sockelleiste und an den Türen von 4 Oberschränken Öffnungsbegrenzer, damit die Griffe nicht beim schwungvollen Öffnen an die Wand knallen.

14:50 Uhr klingelt das Telefon, sie seien jetzt unterwegs und in 15-20 Minuten hier. Passt. 10 nach 3 klingelt es an der Tür:
„Wir montieren heute die Sockelleisten.“
„Ja. Und die Öffnungsbegrenzer für die Türen.“
„Die sollten Ihnen per Post zugeschickt werden.“
„Aha?! Davon weiß ich nichts und geschickt wurde uns auch nichts. Dann wird es wohl heute wieder nicht der letzte Termin. Da bin ich ja froh, dass ich nicht schon wieder Urlaub genommen habe.“

Vorher

Eine halbe Stunde später heißt es: „So, der Sockel ist fertig.“

Nachher

Der Monteur kramt seine Unterlagen raus, guckt auf die Daten und meint:
„Und der Betrag ist noch offen?“
„Ja.“
„Respekt! Wie hoch war denn der Gesamtpreis?“ Ich sage es ihm.
„Und wieviel zahlen Sie heute?“
„Nichts.“ sage ich grinsend. „Ist mit dem Kundendienst so vereinbart. Wenn alles fertig ist, gibt es ein Abnahmegespräch und erst danach zahlen wir.“
„Na, wenn das so ist, machen wir hier einen Strich. Und hier noch eine Unterschrift. … Schönes Wochenende!“
„Ja, Ihnen auch.“

35 Minuten nach ihrem Erscheinen waren die Monteure wieder verschwunden. Und ich war sehr froh, dass ich nicht noch die Oberschränke (teilweise) ausgeräumt hatte, um Baufreiheit zu schaffen.

Im Prinzip ist die Küche jetzt komplett, die fehlenden Scharniere sind kein echtes Problem. Ich werde jetzt also in aller Ruhe abwarten, wann sich jemand für die tatsächliche Endmontage und das Abschlussgespräch meldet.

Sonntagsausflug

Als wir heute aufstanden, schneite es in großen Flocken. Das passte recht gut zu unserem geplanten Ausflug, der wieder einmal hier hin führte:

Blick von der Plaza

Allerdings ging es diesmal noch ein Stück höher hinaus …

Aufwärts

… bis in die 12. Etage, von der man einen wunderbaren Blick zur Bühne hatte und so Orchester und Erzähler gut hören und sehen konnte. Musikalisch erzählt wurde die Geschichte „Der Schneemann“.

Elphi - Großer Saal

Wir haben ja schon einige Familienkonzerte aus der Reihe „Discover Music!“ erlebt, in der Elbphilharmonie waren wir aber bislang noch nicht und so wussten wir auch nicht genau, was uns erwarten würde und wie streng würde es wohl in der Elphi beim Familienkonzert zugehen? Mitsingen sei erwünscht, stand in der Beschreibung – aber wie ist es mit Stillsitzen? Würde auch die kleine Tochter unserer Freunde das Konzert durchhalten? Mitgesungen wurde leider nicht soooo stark wie eigentlich gewünscht, aber die Schneeballschlacht im Großen Saal sah schon lustig aus. Und die Geschichte vom Schneemann, der zum Leben erwacht ist sehr hübsch und wurde sehr anschaulich erzählt und auch die Musik gefiel sowohl uns Großen als auch den Kindern.

Alles in allem ein gelungener Nachmittag und wir kennen die Elphi nun auch von innen 😉

Draußen hatte sich der Schnee inzwischen in Wasser aufgelöst und die Kleinste aus unserer Runde war eine Weile traurig über den geschmolzenen Schneemann in der Geschichte.

Mülleimer vor der Elphi

Neverending Story

Nein, ich meine nicht die von Michael Ende und auch nicht die von Limahl, sondern einfach die Geschichte unserer neuen Küche.

Was bisher geschah:

  • Im Mai / Juni 2017 haben wir die Küche geplant und den Kaufvertrag abgeschlossen
  • Ende August / Anfang September sollte die Küche geliefert werden, später hieß es „Mitte September“
  • Aufbautermin 13. / 14. September … und fast alles geht schief. Die Maße stimmen nicht, Teile passen nicht. Anschließend gibt es Telefonate, Mails, Einschreiben und Gespräche mit dem Verkäufer und dem Kundendienst.
  • Am 5. Oktober Vor-Ort-Termin mit dem Kundendienstleiter, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
  • 13. Oktober – Montagetermin, damit wir wenigstens die vorhanden Teile nutzen können. Das klappt immerhin, aber es fehlen weiterhin Oberschränke und Nischenrückwände, die Arbeitsplatten sind zu kurz.
  • 24. November – Termin für Endmontage, der dann am gleichen Morgen abgesagt werden soll, weil Teile fehlen bzw. beschädigt sind. Der Termin findet zwar statt, es ist aber natürlich keine Endmontage. Die nachbestellten und extra für uns gebauten Oberschränke sind zu breit.
  • Am 27. November rufe ich mal wieder beim Kundendienst an und bestehe auf einen zeitnahen (spätestens am 11. Dezember stattfindenden) neuen Termin, damit endlich die Nischenrückwände an die Wände kommen und der Elektriker am 12. Dezember die Steckdosen einbauen kann. Es ist der einzige Termin, der von Elektrikerseite vor Weihnachten noch verfügbar ist. Ich erfahre, dass die fehlenden Profilleisten in der 49. KW geliefert werden sollen – voraussichtlich am 5. oder 7. Dezember. „Prima“, sage ich, „dann können wir ja für Freitag, den 8. Dezember gleich einen Montagetermin machen.“ Nein, so einfach ist das natürlich alles nicht. Die Monteure sind ausgebucht bis sonstwann und überhaupt müsse er erstmal klären usw. usf.
    Am nächsten Tag kommt der Anruf, die Lieferung käme zwar wie geplant, die Monteure hätten aber erst am 2. Januar Zeit. WTF?!

    Ich entgegne, dass das inakzeptabel ist und bestehe darauf, zu Weihnachten in der Küche Steckdosen zu haben. Sollten sie nicht in der Lage sein, vorher jemanden zu schicken, beauftrage ich eine andere Firma, die sich mit so was auskennt … und sie dürfen es bezahlen. Fand er auch nicht lustig, aber ganz ehrlich, irgendwann ist auch bei mir Schluss mit lustig. Ein halbes Jahr nach Auftragserteilung würde ich ganz gern mal wieder eine komplette Küche haben. Und der Vorschlag, ich solle doch Verlängerungsschnuren quer durch die Wohnung verlegen, war ebenso inakzeptabel wie sein Vorschlag, sie würden am 2. Januar dann auch auf ihre Kosten einen Elektriker mitbringen. Das nützt mir zu Weihnachten exakt überhaupt NICHTS. Er fragte, wie er uns sonst zufrieden stellen könne. „Mit einem Montagetermin am 8., 9. oder 11. Dezember“, sage ich.

    Am nächsten Tag hatte er dann doch einen Termin für Freitag, den 8. Dezember ab 7 Uhr. Geht doch.

Ende.
Oder etwa doch nicht?

Natürlich nicht. Wäre doch auch langweilig. Ich nahm also Urlaubstag Nummer 6 und blieb daheim. Natürlich stand morgens um 7 keiner vor der Tür. Das wunderte mich nicht. Als um 8 auch keiner da war, wurde ich allmählich etwas ungeduldig. Um dreiviertel 9 rief ich dann an und fragte, ob der Termin denn noch stünde. „Ja, die Monteure suchen noch die Türen für die Oberschränke und die Sockelleisten.“ „Ist ja ’ne tolle Organisation bei Ihnen. Wann kann ich denn mit Ihren Leuten rechnen?“ „Na ja, geben Sie ihnen noch ’ne halbe Stunde zum Suchen und dann ’ne Dreiviertelstunde zu Ihnen …“ „Moment, WO suchen die denn? Ich dachte, Ihr Lager sei im Nachbarort – das sind doch nur 10 Minuten bis hierher.“ „Ach, so nah ist das. Das wusste ich nicht.“ (Nun gut, der Kundendienst sitzt etwa 350km entfernt.)

Irgendwann tauchten dann tatsächlich Monteure auf und hatten sogar Schranktüren dabei. Und Abschlussprofile. Aber keine Sockelleisten, ob die vielleicht hier seien. Einige Leisten waren tatsächlich hier, leider nicht alles. Am Ende des Tages war die Küche dann aber doch weitgehend fertig. Der Elektriker brachte schließlich noch die Steckdosen an und Weihnachten konnte kommen.

Nun fehlen noch etwa anderthalb Meter Sockelleisten und ein paar Öffnungsbegrenzer für die Oberschränke, damit die Türen nicht an die Wand knallen. Aber das ist nun wirklich Kleinkram und wird irgendwann im neuen Jahr erledigt, dachten wir.

Vorige Woche fragte ich mal telefonisch nach, wie es denn aussähe. Oh, er habe einen Termin für uns, sprach der Kundendienstmitarbeiter. Dienstag, den 30. Januar – vormittags. (Ich habe nicht gefragt, wann sie uns den Termin denn mitteilen wollten, wenn ich nicht zufällig angerufen hätte.) „Nein“, sag ich, „vormittags ist ganz schlecht. Ich bin fast täglich ab 15 Uhr zu Hause, da können Sie gern kommen, aber ich nehme nicht schon wieder Urlaub.“ Das ginge nicht, entgegnete er, denn es seien noch 240 Minuten Arbeit. „Für anderthalb Meter Sockelleisten und eine Hand voll Öffnungsbegrenzer?! Das dauert ’ne halbe Stunde, wenn’s hoch kommt ’ne ganze, aber länger ganz sicher nicht.“ „Oh ja, hier steht was von 90 Minuten. Ich korrigier das mal im Computer und melde mich wieder bei Ihnen, sobald ich einen neuen Termin habe, aber ich kann nicht versprechen, dass es am Dienstag was wird.“ Es kam kein Rückruf, stattdessen eine Mail …

Mail vom Kundendienst

Dazu fiel uns nur noch das ein:

Antwortmail

Nach unserer Antwortmail hörten wir Freitag und Montag nichts mehr. „Muss ich wohl nachher mal anrufen und nachfragen.“, sagte ich noch, als wir das Haus verließen. Eine halbe Stunde später – mitten auf dem Weg zur Arbeit klingelte das Handy des besten Ehemanns von allen. Die Monteure standen bei uns daheim vor der Tür. Tja, wir nicht!

Sei vorsichtig mit deinen Wünschen …

… sie könnten in Erfüllung gehen.

Seit Jahren wünscht Saskia sich, mit uns Skifahren zu gehen. Woher dieser Wunsch kommt, ist nicht ganz klar (wahrscheinlich zu oft „Conni fährt Ski“ oder ähnliches gelesen), denn eigentlich kennt sie Schnee und insbesondere Skifahrtauglichen Schnee nur vom Hörensagen. Hierzulande kennt man ja eher Nieselpieselregen – im Winter auch mal mit Schneeregen gemischt (aber das ist schon selten) oder des Nachts mal mit „überfrierender Nässe“ und dem daran gekoppelten Chaos. Aber ich schweife ab.

Saskia lag uns jedenfalls in den Ohren, sie wolle Ski fahren. Vor knapp zwei Jahren war sie dann auf einer Ski-Freizeit der örtlichen Körperbehindertenschulen (worüber ich irritierenderweise gar keinen Blogbeitrag finde). Sie hatte Spaß dabei, war aber gleichzeitig enttäuscht, weil es dort ja keine echten Skier für sie gab, sondern die – auch für Rollifahrer geeignete – Monoski-Variante. Okay, dann versuchen wir es eben mal mit dem Skifahren – nur wann und vor allem wo? Die Orte, die mit sinnvollem Aufwand erreichbar sind, sind nicht schneesicher – schon gar nicht Anfang März, wenn Saskia Ferien hat. Und einen riesigen Aufwand betreiben und fast 1000 km fahren, um dann festzustellen, dass es womöglich gar nicht klappt mit dem Ski fahren, ist ja auch doof.

Und davon, dass es klappt, war ich nicht wirklich überzeugt. Schließlich braucht man zum Skifahren ja nicht nur Schnee und die richtige Ausrüstung, sondern auch ein bisschen Übung. Und genau das ist leider gar nicht Saskias starke Seite. Sie geht davon aus, dass sie alles auf Anhieb kann. Wenn das nicht der Fall ist, ist sie aber auch nicht bereit, mal zu probieren und zu üben. Und wir Eltern sind nun auch nicht gerade die perfekten Skifahrer. Ich habe Verwandtschaft in Thüringen und als Kind bin ich durchaus mit einiger Begeisterung in den Winterferien Ski gefahren. Allerdings war das damals auch irgendwie unkomplizierter: Normale, stabile Stiefel und ein paar Skier mit Seilzugbindung … und schon gings los, über Berg und Tal, übers Feld und durch den Garten oder auch mal den Schieferbruch runter. Im Erwachsenenalter habe ich nur ein einziges Mal auf Skiern gestanden und das ist 20 Jahre her. In Erinnerung ist mir, dass ich die neumodischen Ski-Stiefel furchtbar fand und überhaupt nicht klar kam. Danach gab es dann keine weiteren Versuche.

Im Moment hat Saskia ja noch Weihnachtsferien und wir überlegten wieder einmal, wie wir ihr denn den Wunsch Ski zu fahren erfüllen könnten. Letztlich fiel mir dann doch eine schneesichere Variante in der Nähe ein: Eine Indoor-Skihalle. Ja, ja, das ist beinahe Blasphemie, das ist mir schon klar. Aber auf diese Weise könnten wir mit relativ geringem Aufwand ausprobieren, ob und wie das mit Saskia (und uns) und dem Ski fahren überhaupt funktioniert. Wir suchten uns also einige Sachen zusammen und machten uns auf den Weg in den Schnee.

Beim Ausleihen der erforderlichen Ausrüstung stellte ich mal wieder fest, dass meine Beine nicht nur generell stiefelinkompatibel sind, sondern Skistiefel noch mal eine ganz spezielle Nummer sind. Die ersten passten gar nicht, die nächsten gingen mit Ach und Krach einigermaßen zu, nachdem ich von Jeans auf Skihosen gewechselt war und die nächsten (die dann eine Nummer größer waren), gingen zwar zu, quetschten mir aber die Schienbeine so fies, dass mir an dieser Stelle schon der Spaß verging. Diese seltsam nach vorn geneigte Beinstellung (die offenbar so sein soll), trägt auch nicht gerade zur Bequemlichkeit bei, finde ich. (Ich will meine alten Skier mit Seilzug wieder!) Es dauerte fast eine Stunde, bis wir endlich in einigermaßen passenden Schuhen steckten und zur Ausgabe der Skier humpeln konnten. Saskia war ebenfalls nicht besonders begeistert vom Komfort ihrer Schuhe und dem besten Ehemann von allen verging vermutlich allein durch unser Gejammer allmählich auch die gute Laune. Aber nun waren wir hier – nun würden wir das auch durchziehen.

Das erste Mal auf Skiern

Saskia fand allerdings schon das Geradeauslaufen mit Skiern so anstrengend, dass sie sich entweder sofort hinsetzen oder zum Lift wollte. Das hätte allerdings bedeutet, dass wir dann einen relativ steilen Hang wieder runter fahren müssten – und dazu war realistisch betrachtet keiner von uns in der Lage. Also erstmal zum Anfängerhügel. Hier gab es keinen Lift, also kletterten wir mühsam den flachen Anstieg nach oben. Begeisterung sieht aber irgendwie anders aus.

Wer runter will, muss erstmal hoch ... mit Skiern

Recht schnell kam der Ruf nach Essen und Trinken und wir verließen die Halle erstmal wieder. Und nun? Wagen wir nach der Stärkung eine zweite Runde? So richtig Lust hatte keiner dazu und irgendwie graute uns auch davor, wieder in die schweren harten Stiefel steigen zu müssen. Also guckten wir uns noch eine Weile um und liehen uns schließlich einen Tubing-Reifen aus. Mit dem musste man zwar auch erstmal nach oben …

... oder auch mit Tubing-Reifen

… aber die Abfahrt war deutlich lustiger als unsere Versuche auf Skiern, so dass der Ausflug dann doch noch ein gutes Ende hatte.

Lustiger Ausklang

Eine Dreiviertelstunde später waren wir daheim mit dem Fazit: Winterurlaub können wir gern machen, Skifahren muss aber vorläufig nicht (wieder) sein.

Alle Jahre wieder …

Auch in diesem Jahr war ich mit Saskia am Mittag in der Kirche zum Krippenspiel und Weihnachtsliedersingen und es war klar, dass es irgendwann Geschenke geben würde. Bei uns bringt die der Weihnachtsmann und auch wenn Saskia überzeugt war, dass er sie sicher in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember bringen würde, mussten wir ihr erklären, dass es ganz bestimmt nicht vor dem 24. Dezember nachmittags sein würde.

„Wir trinken mit der Oma Kaffee und essen Plätzchen (die Saskia und der beste Ehemann von allen nach dem Kirchbesuch noch gebacken hatten), dann gehen wir noch ein bisschen raus und dann kommt irgendwann auch der Weihnachtsmann.“

„Bestimmt kommt er, wenn wir gerade spazieren gehen.“ (Ja, seltsamerweise war das in den vergangenen Jahren immer der Fall. Warum eigentlich? 😉 )

Saskia hat dafür auch eine Erklärung: Die Wichtel gucken nach, wann die Menschen das Haus verlassen. Und wenn dann niemand zu Hause ist, sagen sie ganz schnell dem Weihnachtsmann Bescheid, damit er die Geschenke bringen kann, ohne gesehen zu werden. Denn zum einen ist er fotoscheu und zum anderen hat der Weihnachtsmann zu Heiligabend natürlich wahnsinnig viel zu tun, da kann er nicht noch mit allen plaudern.

In diesem Jahr stand allerdings kein Sack mit Geschenken unterm Baum – dafür gab es eine Karte:

Gruß vom Weihnachtsmann

Scherzkeks

und nach irritiertem Blick dann doch noch eine Menge Geschenke.

Geschenke

Hier kommt die Maus

Frohe Weihnachten allerseits!

Oh Tannenbaum

Ganz schön staubig hier

Hust Hatschi Schnief
Kann hier mal jemand durchputzen? Ist ja ganz schön staubig hier. Monatelang kein einziger Beitrag. Geht eigentlich gar nicht.

Warum es hier so still war? Nun ja, da draußen im „echten Leben“ und in 3D ist es gerade gar nicht still. Es war und ist viel zu tun. Kleiner Einblick gefällig? Okay.

Nachdem unser Kühlschrank schon im Frühjahr ein paar Mal seltsame Dinge machte und plötzlich Fehler meldete, die sich zum Glück nach ein paar Mal ein- und ausschalten irgendwann, irgendwie wieder beheben ließen, uns aber seit längerem sämtliche Sachen im Gemüsefach einfach einfroren und die Luftfeuchtigkeit im Inneren viel zu hoch ist – was auch nicht so toll ist, beschlossen wir, dass wir es nun doch angehen und den Kühlschrank ersetzen müssen. Kühlschrank ersetzen geht in diesem Falle aber nicht ohne Küchenumbau. Der Kühlschrank wird seit 2002 nicht mehr hergestellt, ein anderer passt nicht in die entsprechende Ecke und ohne Abbau der umliegenden Schränke bekommen wir den Kühlschrank auch gar nicht aus der Ecke raus. Also wird die komplette Küche ersetzt. Und bei der Gelegenheit auch die hässlichen und unebenen Fliesen (auf denen wir seit dem Einzug PVC-Belag liegen hatten, um das Elend nicht zu sehen). Die (dunkelrotbraunen) Fliesen an sich wären nicht ganz so hässlich, wenn die Fugen nicht so riesig wären und es nicht so eine Buckelpiste wäre. Also raus mit dem Boden.

Wir suchten also nach neuen Fliesen, nach einer neuen Küche, nach Handwerkern, besprachen Termine, telefonierten mit allen möglichen Handwerkern und endlich stand fest: Am 22.8. wird die alte Küche ausgebaut, am 23. kommen die Elektriker (denn natürlich werden die Steckdosen für die neue Küche an ganz anderen Stellen benötigt als bisher). Die Elektriker erneuerten dann gleich noch sämtliche Leitungen von der Küche zum Keller, machten ganz viel Staub und Dreck und erneuerten dann noch den gesamten Sicherungskasten, damit wir nun für alle Stromkreise eigene FI-Schalter haben.

Fliesenabbruch

Elektrik

Anschließend erschienen die Fliesenleger, entfernten die alten Fliesen und verlegten neue. Als sie nach 3 Tagen fertig waren, erschienen die Maler. Die sind nun seit Donnerstag hier beschäftigt und werden hoffentlich morgen fertig.

Der große Nachteil eines Hauses in offener Bauweise ist, dass, wenn einer Dreck macht, man keine Chance hat, irgendwo zum Schutz einfach die Tür zuzumachen. Wir räumten also alles, was wir an Küchendingen in der nächsten Zeit brauchen würden, ins Wohnzimmer (den Rest in den Keller) und klebten den Durchgang zwischen Essecke und Wohnzimmer so dicht wie möglich zu und deckten alle Wohnzimmermöbel und den Teppich mit Folien ab.

Wohnzimmer

Um ins Wohnzimmer (und an den Kühlschrank u.ä.) zu kommen, ohne die hübsche Klebetechnik zu zerstören, führte der Weg außen ums Haus rum und über die Terrasse wieder rein. Zum Glück war schönes Wetter und Saskia hatten wir für die Zeit der schmutzigsten Arbeiten für 10 Tage an die Lebenshilfe zur Kurzzeitpflege-Freizeit „verkauft“. Sie ist erst seit Freitag Nachmittag wieder daheim, am Samstag haben wir ihren Geburtstag (außer Haus) gefeiert und gestern den Nachmittag bei Freunden verbracht. Trotzdem wird es Zeit, dass das Chaos hier ein Ende hat. Bis wir wieder eine Küche haben, dauert es allerdings noch mindestens bis zum 13.9.

Bis dahin improvisieren wir also noch ein bisschen.

Spüle

Herd

Vor den Bauarbeiten hier haben wir uns etwas mit der Schule rumgeärgert, bevor dann die Ferien begannen und der Ärger erstmal „vertagt“ wurde. Ein bisschen Urlaub hatten wir dann auch noch – aber der ist einen eigenen Beitrag wert.