Gute Nachrichten von alten Bekannten

Nachdem mich die Nachricht, dass die WiseGuys im Sommer 2017 aufhören, gemeinsam Musik zu machen, doch recht traurig gemacht hat, gibt es nun eine gute Nachricht: Beim 3satfestival in der vergangenen Woche verkündete Dän, dass es für ihn, Nils und Björn ab 2018 weiter geht – gemeinsam mit zwei alten Bekannten. Und so heißt dann auch die neue Band: Alte Bekannte

Es werden also wieder 5 Männer sein, die „a cappella“ singen, Dän wird auch weiterhin (einen Teil der) Texte schreiben – man darf also gespannt sein.

Eddi wird seinen eigenen Weg mit eigenem Soloprogramm gehen, auch hier bin ich gespannt.

Sari will ein Jahr als Hausmann seiner Frau den Rücken frei halten. Schön für seine Frau, schade für die Fans. Seinen Hüftschwung werde ich vermissen. 😉 Aber vielleicht gibt es ja nach der Auszeit ein Wiedersehen.

Das Abschieds-Konzert (zumindest in der 45-Minuten-Festival-Variante) gibt es derzeit bei 3sat in der Mediathek zu sehen.

Wenn einer eine Reise tut

Ende Juli gab es in der Verwandtschaft einen 50. Geburtstag zu feiern und wir waren eingeladen und hatten zugesagt. Der Plan war, am Freitag nach der Arbeit bzw. dem Ferienhort loszufahren und am Sonntag zurück. Allerdings: An genau diesem Wochenende waren in der gesamten Bundesrepublik Sommerferien: In Niedersachsen gingen sie zu Ende, in Bayern fingen sie an, aber ausnahmslos alle Bundesländer hatten frei. Uff. Da wird eine Strecke von ca. 450 Autobahn-Kilometern unter Umständen zum echten Erlebnis.

Wir beschlossen also, mit der Bahn zu fahren. Meine Mutti hat eine Bahncard 50, ich habe eine Bahncard 25, Saskia fährt in dem Fall kostenlos (weil mit Eltern) und der beste Ehemann von allen fährt ebenfalls kostenlos als Begleitperson für Saskia – somit kostete uns das Ganze „nur“ schlappe 210 € plus 18 € für die Platzreservierung. Ein Schnäppchen ist das nicht gerade, finde ich. Wenn ich mir eine Familie ohne Schwerbehindertenausweis vorstelle, wo dann mindestens alle Erwachsenen bezahlen müssen, weiß ich, warum die Autobahnen so voll sind.

Das eigentliche Abenteuer begann dann am Bahnhof. Unser Zug stand zwar auf der großen elektronischen Anzeigetafel mit der richtigen Abfahrtszeit und dem Bahnsteig, der auch auf unseren Fahrkarten stand, am Bahnsteig selbst wurde allerdings ein anderer, verspäteter Zug angekündigt. Das änderte sich erst kurz vor der geplanten Abfahrt. Leider bekamen es offenbar nicht alle Menschen auf dem recht vollen Bahnsteig mit. Während wir also unsere reservierten Plätze einnahmen und auf dem Weg nach Göttingen waren, stiegen auch Menschen in den Zug, die eigentlich nach Greifswald wollten. Das fiel dann auch dem Zugbegleiter auf und so gab es eine Durchsage, dass dieser Zug außerplanmäßig in Lüneburg halte, um diese Fahrgäste wieder aussteigen zu lassen. Der Zug hielt also in Lüneburg, es stiegen ein paar Leute aus und auch ein paar andere Menschen ein. Ich fragte mich und meine Familie noch, ob die hier wohl richtig sind, da fuhr der Zug auch schon weiter. Kurze Zeit später gab es die nächste Ansage, dass der Zug außerplanmäßig in Uelzen halte, damit die fälschlicherweise in Lüneburg zugestiegenen Fahrgäste wieder aussteigen können. Man öffne diesmal aber nur eine einzige Tür, um weitere Verwirrung zu vermeiden und man werde nicht auch noch in Celle halten, wer also nach Uelzen oder Celle wolle, solle sich in Wagen 9 begeben und in Uelzen aussteigen.

Das schien dann geklappt zu haben, denn danach fuhr der Zug planmäßig (und nun leicht verspätet) weiter. Irgendwann kam die nächste Durchsage, dass in der ersten Klasse ein unbekanntes Gerät, das aussähe wie ein Generator auf einer Art Einkaufstrolley, im Weg stände und bitte entfernt werden solle. Etwa 10 Minuten später gab es die gleiche Ansage nochmal und wir spekulierten, ob man jetzt das verdächtige Gepäckstück sprengen oder vorsichtshalber lieber gleich den gesamten Wagen abhängen würde. Früher hätte man das störende Teil vermutlich einfach beiseite geschoben, inzwischen werden die Menschen aber doch etwas paranoid.

Wir kamen fast pünktlich in Göttingen an, wechselten den Bahnsteig und den Zug und fanden im Regionalzug nach Gotha dann auch das verdächtige Gepäckstück wieder. Diesmal stand es allerdings friedlich im Gang. Ich würde es ja eher für einen Computer als für einen Generator halten, aber beschwören kann ich das natürlich nicht. 😉

Verdächtig

Der Rest der Reise war unspektakulär, wir verbrachten anderthalb schöne Tage in Gotha und machten uns dann auf die Rückreise. Auch diesmal durften wir in Göttingen umsteigen, hatten 25 Minuten Verspätung, kamen aber ohne besondere Vorkomnisse daheim an. Ob die junge Frau (ca. Mitte 20), die wir in Göttingen trafen und die uns erzählte, sie führe zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Bahn, allerdings an diesem Abend noch ihr Ziel erreicht hat, wage ich etwas zu bezweifeln. Nachdem wir ihr die Grundlagen (zum Beispiel wie sie ihren Wagen findet) erklärt und sie noch mit in die richtige Richtung zum Einsteigen genommen hatten, trennten sich unsere Wege – ihren Anschlusszug hat sie gemäß der Durchsage allerdings verpasst und ob die genannten Alternativen wirklich „Bahn-Anfänger-tauglich“ waren, weiß ich nicht.

Es ist eben immer wieder ein Erlebnis, oder – wie die Wise Guys sagen: „Thank you for Travelling with Deutsche Bahn!“

Über unseren Urlaub schreibe ich dann demnächst – wenn wir wieder zu Hause sind.

Holleri, dö dudl di

Zwischen all dem Chaos hier im und am Haus hatte ich Anfang des Jahres ja die Teilnahme an einem Square-Dance-Kurs (Plus-Level) gewonnen. Nach einem knappen halben Jahr ist dieser nun vorbei und wir haben unsere Jodeldiplome erhalten wurden graduiert. „Da hat man was eigenes“, würde Frau Hoppenstedt wohl sagen. 😉

Jodeldiplom

Es hat Spaß gemacht, es war manchmal ganz schön anstrengend, weil es zwar nur ca. 35 neue Figuren sind (gegenüber den 74 auf dem Mainstream-Programm), diese aber ganz schön umfangreich sein können (wie zum Beispiel diese oder diesewenn man unter den bunten Figuren auf Play drückt, sieht man es auch in Bewegung).

Im Moment ist es erstmal gut, dass der Kurs vorbei ist und ich wieder einen belegten Abend pro Woche weniger habe. Da in unserem hiesigen Square-Dance-Club ja „nur“ Mainstream und kein Plus getanzt wird, muss ich nach den Sommerferien dann mal gucken, was es für Möglichkeiten gibt, die neuen Kenntnisse auch zu nutzen und nicht gleich wieder zu vergessen.

Frühlingsanfang

Das Wetter war ja heute nicht so richtig frühlingshaft, aber da es zumindest nicht in Strömen geregnet hat, setzte ich mich mit meinem Wunsch durch, mit einigen anderen Bekloppten fröhlichen Menschen wild in der Gegend herum zu hüpfen. Der Mann, der uns dazu anstiftete, heißt Matt Harding und hat wohl den coolsten Job der Welt: Kurz gesagt, reist er durch die Welt und tanzt mit den Leuten, die er dort trifft. Er filmt das Ganze und veröffentlicht den Film auf Youtube. Das ist alles. Was dabei rauskommt, ist beispielsweise so etwas:

Ich finde die Idee einfach witzig und so trug ich mich vor Jahren, als ich das erste Mal davon las, in einen entsprechenden Newsletter ein. Als ich dann neulich eine Mail bekam, hielt ich sie zunächst für Spam und stellte dann fest: He, Matt Harding ist tatsächlich hier in der Nähe – da will ich dabei sein.

Saskia entschied sich fürs Zuschauen (und Motzen, weil ihr kalt war und weil sie überhaupt gerade gern motzt) und so vertrat ich unsere Familie allein. Ich bin allerdings zu klein und stehe zu weit hinten, um wirklich zu sehen zu sein, aber – Hey. Ich habe mit Matt Harding getanzt 😉 Ich werde ein Youtube-Star. 😉

Den gestrigen Tag haben wir beim Kindergeburtstag verbracht. Ein Junge aus Saskias Schule feierte seinen 7. Geburtstag und da sie täglich zusammen Bus fahren, war auch Saskia eingeladen. Es war durchaus lustig (und nun kennen wir fast alle Erstklässler, ein paar Geschwister und einen hübschen großen Hund), aber es war schon auch sehr „speziell“.

Bereits Ende Januar tauchten hier eines Morgens – sehr überraschend – zwei Männer mit Leitern im Garten auf und begannen, unserem Garten einen Kurzhaarschnitt zu verpassen. Das war natürlich grundsätzlich mit uns und ihrem Chef abgesprochen, aber eigentlich wollte er vorher noch Bescheid sagen, wann sie nun wirklich kommen. Tat er nicht und ich war dann doch ziemlich überrascht, als ich morgens aus dem Fenster sah und in halber Höhe jemand im Baum hing.

Innerhalb kürzester Zeit kam einiges runter.

Da guckt man einmal kurz nicht hin ...

Für meinen Geschmack ist es an ein paar Stellen etwas zu durchsichtig geworden.

Kurzhaarschnitt

Kurzhaarschnitt 2

Auch der obere Teil der Tanne wurde gekappt, die alte Johannisbeere kam weg, sowie sämtliches „Unterholz“. Am Ende sah es so aus. Zweimal.

LKW

An der Seite (wo bisher die Johannisbeere stand) sollten wieder kleine Beerensträucher hin – ich wollte gern Him- und Stachelbeeren , Saskia Johannisbeeren – wir haben also bereits am vorigen Wochenende die Gartensaison eröffnet und fleißig gesäät und gepflanzt und ich bin sehr, sehr gespannt, ob das was wird.

Saskia wollte gern auf ihrem Beet Möhren aussäen (und am liebsten 5 Sorten Gemüse und 3 Sorten Blumen säen und pflanzen) –

Jetzt geht's los

vermutlich ist es noch zu früh dafür, aber zumindest die ebenfalls ausgesääten Kohlrabi, Tomaten und Lobelien auf ihrem Fensterbrett treiben schon fröhlich aus. Notfalls säen wir draußen nochmal nach, wenn es wärmer wird.

Aussaat

Frühbeet

Als wir heute heim kamen, begrüßte uns diese dunkle Gestalt

Rabe

und verschwand kurz darauf.

Abflug

Abseits der Therapie – Teil 2

Nachdem wir am Samstag den Christoffelpark besucht hatten, machten wir uns am Sonntag gleich nochmal auf den Weg in den Nordwesten – direkt neben dem Christoffelpark liegt der Shete Boka Nationalpark. „Shete“ bedeutet offensichtlich „sieben“, was „Boka“ genau bedeutet, habe ich leider noch nicht herausgefunden – meine Vermutung geht in Richtung „Bucht“, aber da es ja sieben sein sollen, passt das nicht so recht.

Boka Tabla

Boka Tabla

Boka Tabla

Es gibt hier 4 große Buchten – sehr unterschiedlich, aber alle sehr eindrucksvoll. Man kann die Strecken zwischen den einzelnen Buchten laufen – wir sind vom Parkplatz zu Boka Tabla, dann weiter zu Boka Wandomi und von dort wieder zum Parkplatz gelaufen und ich muss sagen: Es war eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Beim Rest der Runde sind wir daher wieder mit dem Auto vorgefahren und nur die jeweils letzten paar hundert Meter gelaufen.

Wanderweg

Wanderweg

Alle dieser Buchten haben ihren eigenen Reiz, am eindrucksvollsten war für mich Boka Pistol. An einer sehr schmalen Stelle im Gestein kommt sehr viel Meereswasser an, man sieht den Wasserspiegel allmählich ansteigen, bis eine Welle das Fass buchstäblich zum Überlaufen und regelrecht „Explodieren“ bringt. Wow! Die entstehende Fontäne ist sehr sehenswert.

Boka Pistol - hier mal ganz unspektakulär

Auf dem Video bekommt man einen kleinen Eindruck, wie es dort wirklich zugeht.

Bei den anderen Buchten spritzt das Wasser nicht ganz so hoch (war jedenfalls mein Eindruck), dafür entstehen aber vorübergehend unzählige winzige Wasserfälle auf dem Gestein. Boka Wandomi bietet außerdem noch eine natürliche Brücke – unter dem Gestein hat sich das Wasser seinen Weg gegraben. Bei Boka Kalki gibt es einen relativ breiten Strand mit unzähligen kleinen Einsiedlerkrebsen, die winzige Schneckenhäuser oder Muscheln in verschiedensten Farben und Formen durch die Gegend schleppen.

Bunte Schneckenhäuser

Der Weg zu dieser Bucht führt durch einen Wald aus Manchinelbäumen – sehr schön wild verknotet gewachsen. Es sieht aus wie ein Zauberwald, die Bäume und Früchte sind allerdings sehr giftig.

Zauberwald - aber leider giftig

Schaukel

Warnschild

Auf dem Heimweg von „Shete Boka“ haben wir noch einen kleinen Abstecher ins Flamingo-Gebiet gemacht. Es waren allerdings nur vereinzelte Vögel zu Hause.

Flamingos

Nicht ganz so weit entfernt von unserem Hotel, im Norden der Insel direkt gegenüber vom Flughafen, befinden sich die Hato Caves. Dorthin führte uns ein Vormittagsausflug innerhalb der Woche. Es sind Tropfsteinhöhlen, in denen unter anderem Fledermäuse leben. Direkt nebenan gibt es noch einen „Indianerpfad“ mit diversen Pflanzen, Tieren und Höhlenzeichnungen. Sieht man den Piratenkopf auf dem Foto?

Pirat in den Hato Caves

Direkt vor der Haustür gibt es eine Bucht mit sehr schönem Strand, gerüchteweise allerdings auch mit einer sehr eindrucksvollen Unterwasserwelt. Es fahren Boote, die Taucher dorthin bringen, man kann aber auch ein paar hundert Meter schwimmen und kommt auch an die richtigen Stellen. Das Wasser hier ist derart salzig, dass es sehr gut trägt und man selbst als schlechter Schwimmer wenig Mühe hat, sich über Wasser zu halten. Beim ersten Versuch zu schnorcheln (Taucherbrille, Schnorchel und Flossen kann man kostenlos an der Rezeption leihen), habe ich falsch ausgeatmet und mir eine nette Nasenspülung mit Salzwasser verpasst. Örgs. Später klappte es ganz gut, wir kamen allerdings nicht dazu, mal zu den wirklich interessanten Stellen zu schwimmen. Müssen wir wohl doch nochmal wiederkommen 😉