Neulehrer

Ich bin ja nicht immer rundum glücklich mit Saskias Schule – mit einer Klassenlehrerin, die nur Montag bis Mittwoch da ist, 3 LehrerInnen, die sich den Deutschunterricht teilen, der (vielleicht) teilweise fehlenden Förderung usw. usf.

Gestern stellte ich allerdings fest: Es hätte auch schlimmer kommen können. An den (Grund-)Schulen bei uns in der Kleinstadt herrscht akuter Lehrermangel. So schlimm, dass inzwischen nahezu jeder unterrichten darf, der gerade Zeit hat. Hotelfachleute, BWLer, Kindergarten-Erzieherinnen …

Ich kenne das aus dem DDR-Geschichtsunterricht: Sogenannte „Neulehrer“ kamen nach 1945 in der sowjetischen Besatzungszone zum Einsatz, weil es nicht ausreichend ausgebildete Lehrer ohne Nazi-Vergangenheit gab. Diese Neulehrer (junge Akademiker oder auch Arbeiter) wurden in einem „Neulehrerprogramm“ einige Monate ausgebildet, damit sie fit für den Unterricht waren.

Ganz so läuft das heute allerdings nicht mehr.

Es gibt nämlich keinen Kurs für angehende Lehrer. Man geht in die Schule, sagt, dass man hier arbeiten möchte … und fängt am nächsten Tag an. Egal, ob man dann Mathe oder Religion unterrichtet – fachliches oder pädagogisches Vorwissen ist offenbar nicht Voraussetzung. Nein, das habe ich mir leider nicht ausgedacht, sondern in der Unterhaltung mit einer Bekannten erfahren. Sie ist gelernte Erzieherin und seit neuestem an der hiesigen Grundschule tätig. Eine weitere Bekannte (ausgebildete Lehrerin an dieser Schule) meinte, damit sei sie ja noch ein Glücksfall, denn immerhin hätte sie ja wenigstens eine pädagogische Ausbildung – das sei bei weitem nicht bei allen der Fall.

Es geht allerdings auch noch schlimmer, wie ich gestern Abend im Fernsehen erfuhr. In Sachsen-Anhalt (glaub ich – es war schon zu spät für volle Aufmerksamkeit) gibt es ähnlichen Lehrermangel – inzwischen geht es dort soweit, dass die Kinder entweder gar nicht mehr unterrichtet, sondern nur noch betreut werden oder Eltern den Unterricht übernehmen.

Ich wusste bis dahin gar nicht, dass wir schlimmere Zustände als zu Nachkriegszeiten in den Schulen haben.

Blutspender dringend gesucht!

Dieser Artikel hat nicht unmittelbar mit meiner eigenen Familie zu tun. Wir sind im Moment alle gesund.

Es gibt aber Menschen, die Unfälle haben, operiert werden müssen oder krankheitsbedingt auf bestimmte Blutpräparate angewiesen sind. Und die Blutkonserven sind derzeit (teilweise extrem) knapp. Daher mache ich hier und heute einmal Werbung fürs Blutspenden. Das geht zum Beispiel beim DRK – auf der Webseite www.blutspende.de erfährt man, wann und wo man in der Nähe spenden kann und was man wissen muss.

Blutspende-Barometer Nordost

Dieses Bild des Blutspende-Barometers stammt vom Blutspendedienst Nordost, in anderen Gebieten Deutschlands sieht es aber nur geringfügig anders aus. Also rafft euch auf, wenn ihr über 18 und unter 65 Jahre alt und gesund seid und gebt euer Bestes, denn für Blut gibt es keinen künstlichen Ersatz.

P.S.: Falls sich jemand fragt, ob ich mit gutem Beispiel voran gehe – ich war vor 4 Wochen spenden, darf also frühestens Mitte Oktober erneut.

Erfreuliche Post

Vor ein paar Tagen erhielten wir Post von der KfW. Genauer gesagt: vom „Team Zuschuss“ der KfW. Unser Antrag für den Zuschuss zum ersten Bauabschnitt wurde bearbeitet und Mitte August gibt es Geld. Hurra!

Team_Zuschuss

Vom Antrag für den zweiten Bauabschnitt haben wir leider noch nichts gehört, was mir etwas Sorgen macht. Aber da es derzeit ohnehin schon wieder mal nicht voran geht, zieht sich das alles eh noch in die Länge. Ich hoffe, dass wir da wenigstens bis Ende September alles fertig haben (=Ende 3. Quartal) – und es natürlich vorher überhaupt genehmigt wird – so dass wir das Geld dann noch in diesem Jahr bekämen. (Als wir die Pläne machten, dachte ich noch, das schaffen wir locker bis Ende Juni. Nun ja.)

Brief von der Schule

Diese Woche erhielten wir einen Brief von der Schule, dass „das Küchenpersonal zum 1. Juli abgezogen“ werde. Ohne Küchenpersonal sei aber die Ausgabe des Mittagessens und der anschließende Abwasch nicht möglich und ohne Mittagessen kein Ganztagsbetrieb.

Man hoffe noch auf eine Einigung, ansonsten könne entweder der Ganztagsbetrieb oder der gesamte Schulbetrieb eingestellt werden. 😯

Ähmmm. Ja. Also. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Vielleicht: Habt ihr in der Schulverwaltung (oder wo auch immer der „Abzug des Küchenpersonals“ beschlossen wurde) den Schuss nicht gehört? 😕 Geht’s noch? Und was ist eigentlich mit der Schulpflicht?

Ein halbes Dach und jede Menge KfW-Anträge

Nachdem das Wetter ja lange unbeständig war (oder zumindest so tat und die Wettervorhersage regelmäßig die Dachdecker vom Erschienen abhielt), ging es nun endlich weiter auf unserem Dach: Am Dienstag (14.6.) wurden eine Menge schiefe Styropur-Platten geliefert. Dass sie schief sind, ist wichtig, denn das macht schließlich künftig die Neigung unseres Daches aus.

Schiefes Styropur

In der Woche zuvor waren die letzten Abrissarbeiten erfolgt – und anschließend hatten die Arbeiter das Dach offenbar fluchtartig verlassen. Jedenfalls sah es ungewohnt chaotisch aus. So chaotisch, dass wir gefragt wurden, ob die Firma bereits insolvent sei.

Chaos auf dem Dach

Chaos

Offenbar war sie das nicht und nun wurde endlich der Müll beseitigt und aufgeräumt. Am Nachmittag war dann auch der große Container, der seit über fünf Wochen an der Straße stand und einen Parkplatz blockierte, endlich verschwunden. Das neue Material lag friedlich beim Nachbarn auf dem Dach …

Materiallager auf Nachbars Dach

… und unsere Laterne am Boden. :/

Laterne, Laterne ...

Das hätte ja nun nicht sein müssen.

An den nächsten Tagen regnete es wieder und so kamen dann erst zum Ende der Woche zumindest die Halterungen für die neue Dachrinne ans Haus. Mehr passierte nicht, aber man wird ja genügsam.

Dachrinne - bald

Heute aber ging es richtig los und die südliche Hälfte unseres Daches hat ihre endgültige Form bekommen.

Halbes Dach fertig

Die Dachrinne ist an diesem Teil des Daches auch fertig, auf der nördlichen Seite wird das Regenwasser (das in diesem Moment schon wieder aufs Dach trommelt) noch über den alten Weg durchs Dach geleitet. Jetzt hoffe ich mal, dass das Wetter in den nächsten Tagen mindestens tagsüber mitspielt und die Arbeiten endlich abgeschlossen werden könnten.

Bereits vor längerer Zeit weitgehend abgeschlossen wurde unser sogenannter 1. Bauabschnitt – also Heizungserneuerung und Dämmung der Außenwände. Dafür hatten wir im Sommer des vergangenen Jahres einen Zuschuss der KfW beantragt und auch zugesagt bekommen. Nachdem sich auch die damalige Baustelle viel länger hinzog als gedacht und zwei kleine Ecken (nämlich die Anschlussdämmung an Balkon- und Terrassenwand) nach wie vor nicht fertig sind, obendrein lange Zeit auch der Wasserschaden im Schlafzimmer nicht behoben und deshalb die Abschlussrechnung noch nicht vollständig bezahlt war, konnten wir das Projekt nicht offiziell abschließen. Nachdem dann feststand, dass wir das Dach auch erneuern müssen, wollten wir den alten Antrag ergänzen, was allerdings nach einigem Hin und Her dann doch nicht so einfach möglich war.

Die notwendigen Bedingungen waren nicht erfüllt, also stellten wir für die Dachsanierung einen neuen Förderantrag, der allerdings auch kein ganz neuer Antrag war, sondern quasi eine Änderung zur Änderung. Wie sich herausstellte, waren es dann auch noch die falschen Formulare und als es dann die richtigen waren, hatte die Energieberaterin ein Kreuzchen an der falschen Stelle gesetzt. Also habe ich heute den Fördermittel-Antrag für den 2. Bauabschnitt zum 4. Mal ausgefüllt bzw. kontrolliert, stecke ihn morgen in die Post und hoffe nun,

  • dass die KfW anerkennt, dass der ursprüngliche Antrag schon Ende März gestellt wurde und die Arbeiten Anfang Mai, also NACH Antragstellung, begonnen haben (denn sonst ist eh alles sinnlos und keinerlei Förderung möglich)
  • dass nun endlich alles korrekt und vollständig ist und wir die Zusage für die Förderung bald bekommen
  • dass wir für den im Mai endlich offiziell abgeschlossenen 1. Bauabschnitt bald das beantragte Geld bekommen
  • dass wir endlich eine Firma finden, die die Restarbeiten auf Balkon und Terrasse übernimmt, damit wir dann auch zeitnah den 2. Bauabschnitt abschließen und abrechnen können und hoffentlich auch dafür irgendwann das beantragte Geld bekommen

Da die KfW, soweit ich weiß, immer zum Quartalsende abrechnet und dann zur Mitte des nächsten Quartals auszahlt, ist das mit dem „zeitnah“ ohnehin so eine Sache, denn bis Ende Juni wird das alles natürlich nicht mehr fertig.

Nachtrag (21.6. – 7:30 Uhr): Nachdem es die halbe Nacht stark geregnet hat, was den besten Ehemann von allen um den Schlaf brachte, fing es nach kurzer Pause am Morgen schon wieder an wie aus Eimern zu schütten. Also heute mal wieder Pause. 😦