Etwas kühl heute

– 16°C zeigte das Auto-Thermometer heute früh. Die vorprogrammierte Standheizung war leider der Meinung, es sei 4:17 Uhr (statt 7:45) und hatte das Auto deshalb leider noch nicht vorgeheizt. Warum sie dieser Meinung war, weiß ich allerdings noch nicht. Zum Glück ist es trocken, so hatten wir zumindest keine dicke Eisschicht auf den Scheiben. Mein laufwütiger Arbeitskollege kommt seit dieser Woche in langen Hosen zur Arbeit gejoggt – Weichei, das 😉

Karens Beitrag erinnert mich gerade daran, dass es der ideale Zeitpunkt wäre, um Kühl- und Gefrierschrank abzutauen und eigentlich könnte ich es ja nochmal mit den Eislaternen versuchen. Ich fühle mich an diesen Text erinnert und sende schöne Grüße in den Norden:

Winter in Finnland

10°C
Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab.
Die Finnen pflanzen Blumen.

5°C
Die Finnen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

2°C
Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C
Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C
Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen.
Die Finnen essen Eis und trinken kaltes Bier

-4°C
Die Katze will mit ins Bett.

-10°C
Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen.
Die Finnen gehen zum Schwimmen.

-12°C
Zu kalt zum Schneien.

-15°C
Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C
Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

-20°C
Der Atem wird hörbar.

-22°C
Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C
Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C
Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C
Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C
Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C
Japanische Autos springen nicht mehr an.
Der Finne flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

-31°C
Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen.
Finnlands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

-35°C
Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen.
Die Finnen schaufeln Schnee vom Dach.

-39°C
Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
Die Finnen schließen den obersten Hemdknopf.

-40°C
Das Auto will mit ins Bett.
Die Finnen ziehen einen Pullover an.

-44°C
Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

-50°C
Die Seelöwen verlassen Grönland.
Die Finnen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C
Die Eisbären verlassen den Nordpol.
An der Universität Rovaniemi wird ein Langlaufausflug organisiert.

-75°C
Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
Die Finnen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

-114°C
Alkohol gefriert.
Der Finne ist sauer.

-268°C
Helium wird flüssig.

-270°C
Die Hölle gefriert.
Finnland gewinnt den Eurovision Song Contest

-273,15°C
Absoluter Nullpunkt.
Keine Bewegung der Elementarteilchen.
Die Finnen geben zu:
„Ja, es ist etwas kühl, gib‘ mir noch einen Schnaps zum Lutschen.“

Sind Polizisten oder Anwälte Verbrecher?

Das Branchenbuch Cylex scheint der Meinung zu sein, Polizisten seien Verbrecher. Der Beweis: Heute früh war das Einkaufszenztrum, an dem ich auf dem Weg zur Arbeit vorbei komme, mit einem rot-weißen Bändchen abgesperrt und es standen eine Menge Leute (teilweise mit Polizei-Aufnäher auf dem Ärmel) in der Gegend rum. Neugierig, wie ich war, googelte ich also auf der Suche nach einer Pressemeldung nach „Polizei“ und dem Namen der Kleinstadt. Als ersten Treffer bekomme ich „Polizeidirektion Stadt“ und im Bereich rechts unten stehen dann „Ähnliche Firmen in Stadt“ – hier stehen dann u.a. „Verbrecher“. Klickt man diese an, kommt man dann netterweise als erstes zu einer Anwaltskanzlei in Herne. 😉

Wer es mal ausprobieren möchte – mit der Polizei Stralsund. funktioniert es auch. Die Verbrecherkartei findet man hier.

Mir ist klar, dass es über die zugewiesenen Stichwörter zu diesem Effekt kommt, aber vielleicht sollte man den Suchalgorithmus ja doch mal überdenken (oder einer Anwaltskanzlei nicht Stichwörter wie „Blutbad“ oder „Kapitalverbrechen“ zuweisen). 😉

Ich habe mich jedenfalls amüsiert. Was aber heute früh im Einkaufszentrum los war, weiß ich trotzdem nicht. 😕

„Sagen Sie nichts!“

Deutschlands größter Komiker ist tot. Ich werde seinen Humor vermissen und weiterhin bei jedem schief hängenden Bild den entsprechenden Sketch vor Augen haben.

Dass Männer und Frauen einfach nicht zusammen passen, habe ich ebenso gelernt, wie die Wichtigkeit, sich als Frau selbst zu verwirklichen:

Da hab ich was in der Hand… und ich habe als Frau das Gefühl, dass ich auf eigenen Füßen stehe. Da hab ich was Eigenes. Da hab ich mein Jodeldiplom.

Danke.

Einer meiner Lieblingssketche ist übrigens „Das Frühstücksei“: „Es ist dir also egal, wenn ich viereinhalb Minuten in der Küche schufte …“ 🙂

Update: Danke an Spiegel Online für den wirklich schönen Nachruf „Sein Tod ist daher nur äußerlich: Unsterblich ist er längst.“ und an Claus Ast für ein tolles Abschiedsblatt im Skizzenblog.