Der Champagner im Bentley war heute ein bisschen zu warm

Die Schufa will künftig Informationen aus dem Internet (konkret genannt werden Facebook und Twitter) nutzen, um ihre Datenbanken zu erweitern. Oder auch nicht, denn natürlich sei das Projekt nur eine Machbarkeits-Studie. Ach so. 😕 Na dann ist ja alles gut.

Ich frage mich allerdings, ob ich mir meine Bonität versaue, wenn ich öffentlich schreibe, dass ich beim Discounter einkaufe? Oder ist das eher positiv, weil mehr Geld für Luxus bleibt? Und ist der Bentley eher ein Zeichen für Reichtum (und hoffentlich gute Zahlungsmoral) oder für Verschwendungssucht? Senkt es den Score?

Und wenn ich mich jetzt unter anderem Namen bei Facebook anmelde und dann erzähle, was ich alles so auf Kredit kaufe, kann die Schufa das dann auch ordentlich zuordnen? Nicht, dass „ganz aus Versehen“ plötzlich irgendjemand anderes unter meiner Überschuldung leidet und der Gerichtsvollzieher schließlich vor der falschen Tür steht.

Ich mein ja nur. Und jetzt muss ich erstmal meinem Fahrer Bescheid sagen, dass er die Temperatur in der Mini-Bar ordentlich einstellt.

Fitte Großmütter

Vor einiger Zeit wurde der russische Beitrag zum diesjährigen Grand Prix Eurovision Song Contest im Radio vorgestellt und ich wollte mir die Damen schon damals mal angucken, habe es aber wieder vergessen. Gerade bin ich in einem Blog darüber gestolpert – die Frauen treiben den Altersdurchschnitt der Teilnehmer vermutlich ganz schön nach oben 😉

Eine andere ebenfalls sehr fitte ältere Dame geistert auch schon eine Weile durchs Netz – Johanna Quaas, mit 86 Jahren wohl Deutschlands älteste aktive Turnerin:

(Warum in diesem Video in Grün- und Blautöne fehlen, weiß ich nicht.)
Ich bin beeindruckt von soviel Energie in diesem Alter.

Echt krass, der Herr Grass

Über Günther Grass und sein neuestes „Gedicht“ ist ja viel geschrieben und diskutiert worden. Warum er das Werk (über dessen Inhalt ich hier lieber nicht diskutieren möchte) als „Gedicht“ bezeichnet, erschließt sich mir allerdings wirklich nicht.

Wer sich ebenfalls zum Dichter berufen fühlt, aber seine Gedanken nicht so gut in Worte fassen kann, dem sei der „Offener-Brief-Generator“ mit Grassifizierungsfunktion empfohlen. Beispiel gefällig?

Liebe Netzgemeinde.

Mit großer Freude
habe ich diese ganzen offenen Briefe angeschaut
und sehe mich daher genötigt,
sofort ein Gedicht zu schreiben.

Ihre Haltung zum Benzinpreis
ist ebenso unerquicklich wie unglaubwürdig
und hinterlässt mich daher
perplex.

Ganz offensichtlich
verstehen nur Sie,
wie wir die Probleme
auf der Welt lösen können.

Aus der Wikipedia
sollte jeder wissen,
dass Ihre Position gefährlich ist.

Somit hoffe ich,
dass mein Gedicht
diese Diskussion endlich eröffnet.

(Ich konnte nicht mehr schweigen.)

Bekomme ich jetzt den Nobelpreis?