Der gehaltvollste Elternabend der letzten 5 Jahre

Wie in jedem Jahr sollte auch diesmal zu Beginn des neuen Schuljahres ein Elternabend stattfinden. Wobei „Beginn des Schuljahres“ schon relativ ist, wenn die Schule Ende August beginnt, der Elternabend aber für den 4. Oktober geplant wird. Immerhin noch knapp vor den Herbstferien. In diesem Schuljahr jedoch sagte die Schule den Elternabend kurzerhand ganz ab – beziehungsweise verschob ihn auf unbestimmte Zeit. Begründung: Es gibt niemanden, der nach dem Ende der Veranstaltung die Schule abschließen und gegen unbefugte Nutzung sichern kann. Ehrlich. (Warum weder LehrerInnen noch Schulleiter einen Schlüssel bedienen können, erschließt sich mir allerdings nicht.)

Dieser nicht in nächster Zeit stattfindende Elternabend ist (zumindest in unserer Klasse) der einzige Elternabend im Schuljahr, die Kommunikation ansonsten eher unterirdisch (siehe Montag) und da sich in diesem Schuljahr auch für die Kinder sehr viel geändert hat, da sie von der Unterstufe in die Mittelstufe gewechselt sind, viel mehr Selbstständigkeit erwartet wird, andere Fächer auf dem Stundenplan stehen, neue Kinder in die Klasse gekommen sind, neue Lehrer, neue Erzieher … war für uns klar: Das geht so nicht. Wir warten nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag, sondern treffen uns notfalls in irgendeiner Kneipe. Zum Glück ist die Mutter eines Mitschülers von Saskia ebenfalls Lehrerin und weiß noch dazu, wie man einen Schlüssel benutzt – sie lud uns kurzerhand in ihre Schule ein.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo wir ja (auf Elternseite) auch schon mal zu zweit zusammen saßen, waren diesmal von 9 Schülern die Eltern da (10 Schüler sind insgesamt in der Klasse). So eine gute Quote hatten wir nicht mal beim allerersten Elternabend zu Beginn der 1. Klasse. Der Vorteil diesmal war außerdem, dass wir nicht nur ein kleines Zeitfensterchen zur Verfügung hatten, weil eben nicht der Gesamtelternabend der Schule gleichzeitig stattfand und man nach 30 Minuten mit dem Klassenelternabend durch sein musste. So hatten wir reichlich Gelegenheit, viele viele Fragen zum neuen Ablauf zu stellen und tatsächlich auch beantwortet zu bekommen.

Interessant war, dass die Antworten fast ausschließlich vom neuen Mitglied des Klassenteams kamen und man bei dem Erzieher auch das Gefühl hatte, er weiß ziemlich genau, was er will und setzt es auch durch. Die Klassenlehrerin ist mir persönlich ja immer ein bisschen zu ruhig und eher unauffällig. Ich bin also sehr gespannt, wie sich das alles in Zukunft entwickelt.

Das Problem mit den Konferenztagen ist übrigens noch nicht abschließend gelöst. Am Montag wurde Saskia letztlich doch von ihrem Busunternehmen abgeholt – um 14 Uhr – als Einzeltransport. Das ist so aber keine Dauerlösung. Da die Schule der Meinung ist, sie können das nicht beeinflussen, das Busunternehmen der Meinung ist: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ und ich der Meinung bin, dass das so trotzdem nicht geht, bleibt mir wohl nur der Weg zum Landkreis als Träger der Schulbeförderung – oder eben das Selbstabholen.

Nebenbei bemerkt ist das Chaos bei den Bustransporten für die restlichen Kinder aus Saskias Klasse (die aus der großen Stadt kommen und mit anderen Busunternehmen befördert werden) wohl noch wesentlich schlimmer, erfuhr ich sowohl am Montag als ich in der Schule anrief als auch am Mittwoch beim Elternabend. Da werden schon mal Kinder vergessen oder der Bus fährt entgegen der Vereinbarung (ohne Kind) morgens früher ab (so dass das Kind dann an diesem Tag nicht zur Schule kam) oder der Fahrer übergibt das Kind nicht persönlich, sondern lässt es einfach aussteigen und fährt weiter, ohne sicher zu sein, ob jemand daheim ist … usw. usf. Aber man muss sich ja nicht am Schlimmeren orientieren.

Montag – 7 Uhr und schon auf 180

Einmal im Monat gibt es an Saskias Schule eine Mitarbeiterkonferenz. Alle LehrerInnen, BetreuerInnen und TherapeutInnen sitzen zusammen – die SchülerInnen haben an diesen Tagen am Nachmittag frei. Eine Betreuung gibt es nicht. Bisher bedeutete das, dass Saskia statt 16 Uhr um 12:45 Uhr Schulschluss hatte (und gegen 13:15 Uhr ohne Mittagessen daheim war). Da sie morgens um 8:30 Uhr abgeholt wurde und ich einen einfachen Arbeitsweg von einer Stunde habe, bedeutete dies auch, dass ich an den Konferenztagen Urlaub nehmen musste – denn zur Arbeit zu fahren, lohnte sich schlicht und ergreifend nicht. Das sind mal eben 10 Urlaubstage pro Schuljahr, die für diesen Zweck benötigt werden.

Seit diesem Schuljahr gehört Saskia zur Mittelstufe. Das bedeutet, dass sie morgens bereits um 7 Uhr abgeholt wird (das ist hart für die ganze Familie, denn es bedeutet 5:20 Uhr aufstehen für die Großen und ca. 5:50 Uhr für Saskia) und um 14:30 Uhr Schulschluss hat (also gegen 15 Uhr daheim ist). Gewöhnungsbedürftig, aber wir haben uns darauf eingestellt und unsere Arbeitszeiten entsprechend angepasst. Positiv an den neuen Zeiten ist, dass die Mittelstufe an den Koferenztagen noch in der Schule Mittagessen bekommt und dann um 14 Uhr Schulschluss hat. Also nur eine halbe Stunde früher als normal – das würde ich künftig ohne Urlaub hinbekommen. Hurra! Dachte ich. Bis heute früh. Denn heute ist der erste Konferenztag im neuen Schuljahr. Der Busfahrer wies beim Abholen extra nochmal darauf hin. „Ja, ja,“ dachten wir und nur aus Interesse fragte ich, wann ich denn ungefähr mit Saskia rechnen könnte. Er guckte mich etwas verständnislos an und meinte, sie würde (wie immer an Konferenztagen) um 12:45 Uhr in der Schule abgeholt und zeigte auf seinen Spickzettel mit den Namen der Kinder, Zeiten und Schulen. „Nein, nein,“ sagte ich, „Saskia ist ja jetzt in der großen Gruppe, die haben bis 14 Uhr Schule.“ Er widersprach. Wir diskutierten noch ein Weilchen, kamen aber nicht weiter. Schließlich fuhr der Bus los und ich rief im Büro des Busunternehmens an. Dort bestätigte man mir, dass dieses Unternehmen – unabhängig von der Aussage der Schule alle Kinder um 12:45 Uhr mit nur einer Tour abholen würde. Das hätten sie schon immer so gemacht und die Schule wisse das natürlich auch. Großes Kino. Wirklich. Nur toll, dass weder Schule noch Busunternehmen die Eltern darauf hinweisen, dass für Schüler, die mit Busunternehmen X fahren, eine andere Regelung gilt als die, die die Schule den Eltern schriftlich mit den Terminen der Konferenztage mitteilt.

Ich erklärte, dass das nicht vereinbart sei und ich um 13:15 Uhr auch nicht daheim sei – sie stünden also vor verschlossener Tür. Wann ich denn da wäre, wurde ich gefragt. „14:30 Uhr“ antwortete ich. „Dann sorgen wir dafür, dass Saskia nicht vor 14:30 Uhr zu Hause ist.“ Ähhmmm … NEIN! Sie werden ganz bestimmt nicht meine Tochter zwei Stunden mit dem Bus durch die Gegend fahren! (Dann hole ich sie notfalls selbst um 14 Uhr in der Schule ab. Ihre Mitschüler fahren mit anderen Bussen, sind also nicht betroffen, die Betreuung sollte damit auch gewährleistet sein und das Essen ist ebenfalls bestellt … und ließe sich auch so spontan nicht mehr abbestellen.)

Die haben doch alle einen an der Waffel! Jetzt muss ich erstmal die Schule erreichen – da war um kurz nach 7 natürlich noch niemand im Büro – und klären, dass sie Saskia nicht um 12:45 Uhr mitfahren lassen. Das wird ein Spaß.

Schwimmurkunde

Gestern kam Saskia mit einer Schwimmurkunde nach Hause. Nein, kein Seepferdchen, denn Schwimmen kann sie nach wie vor nicht (und weigert sich auch, es zu versuchen). Saskia ist jetzt also eine Kaulquappe. Aha.

Schwimmurkunde

Einige Mitschüler sind ebenfalls Kaulquappen geworden, (mindestens) einer ist wohl ein Frosch – ich weiß allerdings nicht, was man dafür können muss.

Ergotherapie

Saskias Ergotherapeutin geht zum Jahresende in Rente, ich bin gespannt, wer die Therapie ab Januar übernimmt. Bisher haben wir noch nichts darüber erfahren. Ich hoffe nur, dass es nicht auch so läuft wie mit der Physiotherapie und irgendwer entscheidet, dass keine Therapie mehr nötig oder möglich ist, weil es nun zu wenige Therapeuten gibt, denn dann werde ich zickig. Aber erstmal warte ich ab, was passiert. Vielleicht wird die freie Stelle ja auch nahtlos neu besetzt und es geht unverändert weiter.

Vor ein paar Tagen kam Saskia jedenfalls mal wieder mit einem Produkt aus der Ergotherapie nach Hause (in der Vergangenheit gab es da bereits zahlreiche getöpferte Objekte wie Weihnachtsbaumbehang oder eine Schale – alles sehr schwer, weshalb der Baumbehang dieses Jahr auch nicht am Baum hängt, die Schale ist allerdings nach wie vor als „Nuss-Schale“ im Einsatz). Diesmal war das Mitbringsel deutlich leichter: Ein Kratzbild.

Kratzbild

Wie man unschwer erkennen kann, ist es unser Haus, was hier abgebildet wurde. Soviele Fenster gibt es zwar nirgends nebeneinander und die Räume liegen in Wirklichkeit auf verschiedenen Seiten des Hauses, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Saskia erläuterte dazu: „Das da oben ist mein Zimmer, dann das Arbeitszimmer, das Schlafzimmer und die Abstellkammer (die gar kein Fenster hat), da rechts ist der Balkon, darunter ist das Wohnzimmer, der Keller (der natürlich nicht auf der gleichen Ebene liegt), die Küche und der Raum, wo der Tisch steht (die Essecke also).“ Die „Palme“ am unteren Bildrand vor dem Haus ist der dort derzeit stehende leuchtende Baum. Das „MPS“ auf dem Dach steht natürlich für „Mama, Papa und Saskia“ 😉 – wie der beste Ehemann von allen erkannte. Außerdem ist unten noch der Weg zum Haus zu sehen.

Ich finde es richtig toll. Leider sind die Farben hier auf dem Monitor nur halb so leuchtend wie auf dem echten Bild.

Gute Rechtschreibung

Nachdem Saskia sich am Dienstag Nachmittag, als sie begeistert ihrem Busfahrer entgegen lief, so heftig auf die Nase bzw. aufs Knie gelegt hatte, dass sie am Mittwoch nicht in die Schule konnte, weil es mit dem Laufen nicht so gut klappte, hatten wir am Donnerstag Nachmittag einen Kontroll-Termin beim Arzt. Damit wir rechtzeitig da sind, musste ich Saskia in der Schule abholen und wurde bei der Gelegenheit von einer von Saskias zahlreichen Deutsch- und Mathelehrerinnen angesprochen. Sie meinte, dass es mit dem Sprechen ja nicht immer so gut klappe, aber mit der Rechtschreibung und dem Rechnen liefe es ja ziemlich gut. Das überraschte mich etwas, denn zu Hause kann Saskia ja immer ganz gut verbergen, was sie so lernt. Fragt man sie, was sie in der Schule gemacht haben, ist das entweder geheim oder sie erinnert sich nicht. Selberlesen geht meist nur mit viel Gemotze und geschrieben wird auch nicht sooo viel.

Die Arbeitsblätter in der Schule erledige Saskia wirklich gut, hörte ich. Na, das ist doch mal ’ne gute Nachricht.

Neulich kam Saskia zum ersten Mal mit einer selbstgeschriebenen Liste nach Hause, was sie für den Weihnachtsmarktbesuch ein paar Tage später mitbringen soll:

Liste

Neulehrer

Ich bin ja nicht immer rundum glücklich mit Saskias Schule – mit einer Klassenlehrerin, die nur Montag bis Mittwoch da ist, 3 LehrerInnen, die sich den Deutschunterricht teilen, der (vielleicht) teilweise fehlenden Förderung usw. usf.

Gestern stellte ich allerdings fest: Es hätte auch schlimmer kommen können. An den (Grund-)Schulen bei uns in der Kleinstadt herrscht akuter Lehrermangel. So schlimm, dass inzwischen nahezu jeder unterrichten darf, der gerade Zeit hat. Hotelfachleute, BWLer, Kindergarten-Erzieherinnen …

Ich kenne das aus dem DDR-Geschichtsunterricht: Sogenannte „Neulehrer“ kamen nach 1945 in der sowjetischen Besatzungszone zum Einsatz, weil es nicht ausreichend ausgebildete Lehrer ohne Nazi-Vergangenheit gab. Diese Neulehrer (junge Akademiker oder auch Arbeiter) wurden in einem „Neulehrerprogramm“ einige Monate ausgebildet, damit sie fit für den Unterricht waren.

Ganz so läuft das heute allerdings nicht mehr.

Es gibt nämlich keinen Kurs für angehende Lehrer. Man geht in die Schule, sagt, dass man hier arbeiten möchte … und fängt am nächsten Tag an. Egal, ob man dann Mathe oder Religion unterrichtet – fachliches oder pädagogisches Vorwissen ist offenbar nicht Voraussetzung. Nein, das habe ich mir leider nicht ausgedacht, sondern in der Unterhaltung mit einer Bekannten erfahren. Sie ist gelernte Erzieherin und seit neuestem an der hiesigen Grundschule tätig. Eine weitere Bekannte (ausgebildete Lehrerin an dieser Schule) meinte, damit sei sie ja noch ein Glücksfall, denn immerhin hätte sie ja wenigstens eine pädagogische Ausbildung – das sei bei weitem nicht bei allen der Fall.

Es geht allerdings auch noch schlimmer, wie ich gestern Abend im Fernsehen erfuhr. In Sachsen-Anhalt (glaub ich – es war schon zu spät für volle Aufmerksamkeit) gibt es ähnlichen Lehrermangel – inzwischen geht es dort soweit, dass die Kinder entweder gar nicht mehr unterrichtet, sondern nur noch betreut werden oder Eltern den Unterricht übernehmen.

Ich wusste bis dahin gar nicht, dass wir schlimmere Zustände als zu Nachkriegszeiten in den Schulen haben.

Manchmal nervt mich die Schule

Anfang September hat das neue Schuljahr begonnen – und auch in diesem Jahr hat es 3 Wochen gedauert, bis wir einen Stundenplan bekommen haben. (Wie haben das die Lehrer eigentlich zu meiner Schulzeit ohne Computer und Co. geschafft? Da stand der Stundenplan am letzten Ferientag fest.) Nun gut, da Saskia keine speziellen Bücher o.ä. mitnehmen muss, ist es nicht ganz so tragisch, aber ich müsste schon gern, was mein Töchterlein den Tag über so treibt – von ihr erfahre ich es nämlich meist nicht.

Leider geht aus dem Stundenplan nicht hervor, von welchem Lehrer oder welcher Lehrerin die einzelnen Fächer unterrichtet werden. Wir wissen nur, dass sich vieles geändert hat und fragen nach. Als Antwort bekommen wir, das würden wir zum Elternabend erfahren – da würden sich die Lehrer vorstellen. Abgesehen davon, dass dafür erfahrungsgemäß am Elternabend gar keine Zeit ist, denn da wird der Schulelternabend mit Bericht des Elternvereins, des Elternrates und einem fachlichen Schwerpunktthema, das jährlich wechselt, sowie der Klassenelternabend mit Wahl der Elternvertreter, sowie die anschließende Wahl des Elternrates und der Kreiselternvertreter usw. zusammengefasst … und die vorgesehene Zeit reicht nie, abgesehen davon also finde ich eine solche Antwort einfach doof. Wenn ich eine klare Frage stelle, dann will ich nicht auf Tag x vertröstet werden, sondern klare Antworten. (Am einfachsten wäre es natürlich, wenn man zu jedem Fach auf dem Stundenplan gleich den Lehrer dazu schriebe. Wäre ja nun auch kein Hexenwerk.)

Bei genauerer Betrachtung des Stundenplans fiel mir auf, dass zwar Ergotherapie auftauchte, aber keine Physiotherapie. (Logopädie bietet die Schule ohnehin nicht an, das läuft in der knappen Freizeit.) Ich fragte per Mitteilungsheft nach. Die Mitteilung wurde gelesen und abgehakt – eine Antwort gab es nicht. Wir fragten erneut nach und erhielten die Antwort, das sei eine Frage der Priorisierung und Saskia sei inzwischen „zu gut“ für die Physio. Es gäbe Kinder mit schwerwiegenderen Problemen. Aha! Zum einen würde ich ja dann zumindest erwarten, dass die betroffenen Eltern (und Kinder) informiert werden, statt zu hoffen, dass sie es vielleicht gar nicht bemerken. Zum anderen: So geht es ja bitte nicht. Ja, ich weiß, die Physiotherapeuten sind derzeit unterbesetzt und es gibt dieses Jahr gleich zwei erste Klassen und die meisten Kinder an einer Schule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung brauchen eben Physiotherapie – aber das sollte doch bitte nicht auf dem Rücken meines Kindes ausgetragen werden.

Als Saskia gestern Abend erfuhr, dass sie künftig keine Physiotherapie mehr haben solle, setzte sie sich hin und malte:
Rückenschmerzen
Das Bild ist aus zwei Gründen erstaunlich: Erstens habe ich noch nie erlebt, dass Saskia auf diese Art und Weise einen Menschen zeichnet. (Das Bild zeigt sie, von hinten und sie hält drei Bälle in jeder Hand.) Und zweitens hat sie – von sich aus und ohne Beeinflussung von uns – ihre Rückenschmerzen gemalt (die rote Fläche in der Mitte), über die sie sehr häufig klagt. Mitte September waren wir bei der Orthopädin, die meinte, es sei eigentlich alles in Ordnung mit dem Rücken, aber wir müssten unbedingt an der Rumpfaufrichtung und -stabilisierung arbeiten und sollen das bitte mit der Therapeutin besprechen. Und nun? Mein Kind hat Schmerzen, weil sie sich einrollt und die Schultern nach vorne zieht. Und einen großen Teil des Tages rumläuft wie ein nasser Sack. Das ist sicherlich eher ein psychologisches Ding, aber wir müssen daran eben auch körperlich arbeiten und dazu brauchen wir die Therapie.

Beim gestrigen Elternabend (18:30 Uhr bis 22:10 Uhr – Juchu!) gab es dann noch eine Überraschung: Die Lehrerin, die uns vor den Ferien als Klassenlehrerin genannt wurde, ist nicht die neue Klassenlehrerin. Klassenlehrerin wird eine andere Lehrerin, die bisher auch schon einzelne Stunden in der Klasse unterrichtete. Allerdings hat sie nur eine Teilzeitstelle und ist deshalb nur von Montag bis Mittwoch im Haus. Hmm. Suboptimal, sage ich mal. Daneben gibt es 5 Fachlehrer – das ist eigentlich Okay, aber diese unterrichten jeweils mehrere und teilweise die gleichen Fächer. Deutsch wird beispielsweise 3 Stunden von einer Lehrerin unterrichtet, 1,5 Stunden von zwei anderen LehrerInnen und eine weitere vom Sportlehrer (der neuerdings auch Mathe unterrichtet. Manchmal). Bei der genauen Stundenverteilung sah ich irgendwann nicht mehr durch. Keine Ahnung, wozu das gut sein soll – die Klasse wird jedenfalls nicht geteilt. Neben den LehrerInnen gibt es noch sieben(!) Erzieherinnen in der Klasse, die sich munter abwechseln. Und das bei Kindern mit teilweise autistischen Störungen.

Immerhin läuft es mit den drei neuen MitschülerInnen bisher gut. Ich hoffe, das bleibt so und habe gerade mit Saskia das erste Freundebuch ausgefüllt. 😉