Kleine Anekdote von unterwegs

Auf Curaçao werden ja verschiedene Sprachen gesprochen – Niederländisch ist eine sehr wichtige, Englisch ist zumindest im Touristenbereich auch kein Problem (zum Glück!) und unter Einheimischen kommt noch Papiamentu und zum Teil Spanisch dazu.

Das CDTC selbst ist übrigens nahezu komplett dreisprachig: Holländisch, Deutsch, Englisch. Die meisten Therapeuten und Praktikanten stammen aus den Niederlanden, ein paar auch aus Deutschland. Bei den Patienten ist das Verhältnis etwa halbe-halbe. Mit den Kindern wird in der jeweiligen Muttersprache des Kindes gesprochen (in unserem Fall also Deutsch mit holländischem Akzent), mit den Eltern normalerweise auch und wenn es da nicht weiter geht, wechselt man eben ins Englische – das klappt erstaunlich gut.

Mit den Menschen im Hotel, in Restaurants oder Supermärkten kann man sich normalerweise gut englisch verständigen.

Eines Mittags saßen wir in einem Café in Willemstad – mitten im Touri-Bereich, wo vermutlich 90% der Besucher von den um Ecke anlegenden Kreuzfahrtschiffen kommen. Wir waren hungrig, durstig und pflastermüde – also ließen wir uns nach einem kurzen Blick auf die aushängende Speisekarte nieder. Die Bedienung (B) kam an den Tisch und reichte uns 3 Speisekarten. 2 auf Niederländisch, eine zum Glück auf Englisch. Wir suchten uns also etwas aus und kurze Zeit später kam die junge Frau wieder an den Tisch, wo sich folgendes Gespräch zwischen ihr und dem bestenn Ehemann von allen (M) entspann:

B: „Heb je wat gevonden?“
M: „Yes, we have. But, do you speak English? Unfortunately we don’t speak Dutch.“
B: „Yes, I do.“

Es folgte die eigentliche Bestellung und als soweit alles klar war …

B: „Are you german?“
M: „Yes, we are.“
B: „But why you don’t speak Dutch? All Germans speak Dutch.“
M: „No! All Dutch speak German!“

Sie guckte etwas ungläubig, dann folgte großes Gelächter auf beiden Seiten. 100%-ig wahr ist vermutlich keine der beiden Aussagen. Aber ich glaube, prozentual gesehen sprechen mehr Holländer deutsch als Deutsche holländisch.

12 von 12 – im März 2017 – live aus der Karibik

Jeden Monat am 12. gibt es 12 Fotos von diesem Tag. Caro von „Draußen nur Kännchen“, erklärt die Regeln, sammelt alle Links … und ich wollte schon immer mal mitmachen. Jedes Mal denke ich zu spät daran und habe dann keine 12 passenden Bilder. Aber heute klappt es endlich. (Und wenn mein Laptop-Akku mich nicht im Stich gelassen hätte, wäre der Beitrag auch pünktlich erschienen.)

Los geht’s:

Nachdem von Montag bis Samstag der Wecker jeden Morgen um 6:15 Uhr geklingelt hatte, konnten wir am Sonntag endlich ausschlafen, was dazu führte, dass ich pünktlich um 6:14 Uhr wach war. Nun ja. Noch etwas rumliegen, dann habe ich mich lieber zu den Mücken auf die Terrasse gesetzt und die Fotos der letzten Tage von der Speicherkarte auf den Laptop geladen.

Morgens, wenn alle noch schlafen

Gesellschaft hatte ich (auch abgesehen von den Mücken) reichlich. Zum Beispiel diesen gefiederten Gesellen und seine Verwandtschaft, die sich gern ein Zuckertütchen klauen oder auch ein Blüten von den Sträuchern zupfen.

Gefiederter Zuckerdieb

Am Pool war es noch ziemlich ruhig.

Ruhe am Pool

Irgendwann war dann auch der Rest meiner Familie wach und ein paar Stunden später gab es auch endlich Frühstück.

Endlich Frühstück

Ein weiterer Besucher kam auf der Terrasse vorbei.

Grüner Besucher

Nachdem der Samstag mit einem Besuch im Nationalpark Shete Boka (sehr zu empfehlen übrigens!) recht anstrengend gewesen war, verbrachten wir den Sonntag faul im Hotel, am Pool und nebenan bei der Delfinshow. Geht ja nicht, dass wir den Tag so komplett ohne Delfine verbringen. Da der Eintritt für uns frei ist, kann man auch mal den weiten gefährlichen Weg (von ca. 200m) durch die Sonne gehen und sich die Show-Delfine ansehen.

Showdelfine

Es waren wesentlich weniger Delfine als vor zweieinhalb Jahren (zwei Mütter und ihre Babys), aber sehr schön springen konnten sie auch.

Synchronspringen der (Delfin-)Damen

Neben netten Tierchen gibt es übrigens auch hübsche Pflanzen mit Blüten in schönsten Farben.

Bunte Blüten

Am „Praktikantenschiff“ vorbei ging es zurück zum Hotel…

Praktikantenunterkunft

… und nach kurzer Zwischenstation noch ein bisschen bummeln. Hier gibt es zwar in fußläufiger Entfernung keine Lebensmittel, aber dafür mehrere Läden, die ausschließlich Flip-Flops verkaufen – ist wahrscheinlich eine Frage der Prioritäten. 😉

Waren des täglichen Bedarfs

Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es ja genügend Strandbars und kleine und große Restaurants.

Strandbar

Und wenn man will, kann man dann natürlich auch noch Party machen. Warm genug ist es auf jeden Fall auch nach Sonnenuntergang.

Party unter Palmen

Yes, we do it again …

Ich habe es ja bereits am Rande erwähnt: Wir werden demnächst eine zweite Runde der Delfintherapie starten.

Vorgestern haben wir die Einkaufsliste ausgefüllt (das ist ein toller Service – wir bestellen, was wir für die ersten Tage brauchen und das wird uns bei der Ankunft ins Hotel bzw. die Unterkunft gebracht), wir überlegen noch, für welche Tage wir einen Mietwagen brauchen (das ist schwer zu entscheiden, weil wir die Therapiezeiten erst vor Ort erfahren) … und ich versuche gerade, im Januar Sommersachen zu kaufen, was gar nicht so einfach ist. Saskia braucht beispielsweise neue Sandalen und die gibt es derzeit tatsächlich noch nicht. Ein bisschen Zeit ist zum Glück noch, aber allmählich wird es ernst.

Vielleicht können wir diesmal ein paar Fehler vermeiden, die wir bei der ersten Therapie 2014 gemacht haben:

  • Den falschen Rückflugtag angeben, so dass der Shuttle-Bus zum Flughafen uns dann eben nicht abholen kam.

    Ich war so sehr auf „Wir sind am Sonntag wieder zu Hause.“ geeicht, dass ich beim Ausfüllen des Formulars auch den Sonntag angegeben hatte. Das Flugzeug startete allerdings bereits am Samstag Nachmittag, um am Sonntag Morgen in Europa zu sein. Das war mir zwar prinzipiell klar, aber nichtmal nach Hinweis der netten Dame vom CDTC am vorletzten Therapietag kam ich auf die Idee, die Angaben auf dem Formular nochmal zu kontrollieren.

    Das kostete uns einige Schreckminuten, als wir begriffen, dass wirklich kein Bus kommt (und nicht wie zunächst vermutet, einfach die Einheimischen die Ruhe weg haben) … und außerdem 40 $ fürs Taxi, die wir dann noch schnell am Automaten abheben mussten, weil wir vorher extra so ziemlich sämtliches Restgeld ausgegeben hatten.

    Diesmal habe ich den besten Ehemann von allen explizit gebeten, die Daten nochmal zu vergleichen, damit das nicht wieder passiert.

  • Teure Nicht-Telefonate führen. Telefonieren mit deutscher SIM-Karte ist auf Curaçao teuer. Das ist uns bekannt, deshalb machen wir das auch normalerweise nicht. Bei der Ankunft zu Hause Bescheid sagen, dass wir gut gelandet sind: Okay, das ist mir die 2,99 €/Minute wert, aber sonst … muss ja nicht sein.

    Trotzdem hatten wir bei der letzten Reise eine überraschend hohe Rechnung. Da waren zwei Gespräche nach Hause dabei und dann hatte der beste Ehemann von allen irgendwann versucht, mich zu erreichen, als wir mal getrennt unterwegs waren. Ich hörte es leider nicht klingeln und so erreichte er nur die Mailbox und legte auf. Allerdings wurde für die 3 Sekunden Anruf die komplette Minute berechnet. Und für mich der ankommende Anruf (Roaming-Gebühren) plus die Weiterleitung (also wieder zurück nach Deutschland) zur Mailbox … Das hatten wir dann später nochmal so ähnlich (dann mit hinterlassener Nachricht auf dem AB) und so kamen wir auf ca. 27 € für Telefonate, die insgesamt etwa 10 Sekunden gedauert haben und bei denen wir nichtmal miteinander gesprochen haben.

  • (Zuviel) Getränke vorm Sicherheitscheck kaufen. Je nach Flughafen ist es sehr unterschiedlich, ob und wo man auf die zulässigen Flüssigkeitsmengen kontrolliert wird. Beim Start in Deutschland konnte ich die am Flughafen gekaufte Flasche sogar mit ins Flugzeug nehmen. In Amsterdam beim Umsteigen ging dagegen gar nichts und auch in Curaçao standen wir plötzlich vor dem Problem, dass wir beim Sicherheitscheck plötzlich noch viel zuviel Getränke dabei hatten (weil ich diesen Check erst später erwartet hatte).

  • Irgendwelche Wertgegenstände offen im Hotel liegen lassen. Der iPod und der NoName-MP3-Player, die im Zimmer auf dem Schreibtisch lagen, sind jedenfalls nie wieder aufgetaucht. Wir vermuten ja, die Putzfrau war sauer, weil sie von uns zu schlecht bezahlt wurde und hat sich auf diesem Wege ihren Verdienst aufgebessert. Aber das ist nur eine Vermutung, beweisen können wir das nicht.

Nun ja, die Therapie ist jedenfalls gebucht und bezahlt, Flüge und Hotel ebenfalls, die Freistellung von der Schule für Saskia für die zwei Tage, um die wir die Schulferien verlängern werden, haben wir auch. Allmählich mache ich mir Gedanken um unsere Gepäckliste.

Ach ja, weil ich immer wieder mal gefragt werde: Nein, die Krankenkasse beteiligt sich nicht an den Therapiekosten, auch nicht anteilig. Ob die Kosten steuerlich absetzbar sind, hängt vom Finanzamt und den vorgelegten Bescheinigungen ab. Unser Finanzamt sah keinen Grund für steuerliche Absetzbarkeit. Es gibt die Möglichkeit, die Therapie über verschiedene Stiftungen oder Spenden zu finanzieren – das machen nach unserer Erfahrung etwa 90% der Teilnehmer. Wir haben uns damit allerdings nicht näher befasst, ich kann daher keine konkreten Tipps dazu geben.

Die reinen Therapiekosten betragen für zwei Wochen (10 Therapieeinheiten zu jeweils 2 Stunden) ca. 7500 $, dazu kommen die Kosten für Flug, Unterkunft, Verpflegung und ggf. Mietwagen.

Gummiartig

Am Donnerstag der zweiten Therapiewoche hatten wir Eltern endlich die Gelegenheit, auch mal mit einem Delfin zu schwimmen, während Saskia von zwei Praktikantinnen betreut wurde. Es war leider nicht Saskias Therapiedelfin, da dieser noch bei einem anderen Kind im Einsatz war. Wir versuchten es zunächst mit Papito, der allerdings andere Pläne hatte und bekamen dann Bonnie zugeteilt.

Wir hatte vorher eine kurze Einweisung, Schwimmgürtel und Flossen bekommen, nun ging es ins Wasser und es war schon ein seltsames Gefühl, nun plötzlich ein doch recht großes Tier auf sich zuschwimmen zu sehen. Andererseits wirken Delfine so freundlich, dass man sie am liebsten knuddeln möchte. Die Haut fühlt sich warm und ziemlich gummiartig an. Da Festhalten an der Rückenflosse für Erwachsene nicht erlaubt ist, um dem Delfin nicht weh zu tun, blieb nur, die Hand bzw. den Arm an die Seite zu legen und zu versuchen, neben dem Delfin herzuschwimmen. Bonnie hatte teilweise ein ganz schön flottes Tempo drauf und es war gar nicht so einfach, ihr zu folgen. Also schwammen wir mal gemeinsam, mal schwamm ich mit ihr ein Stückchen, mal der beste Ehemann von allen.

Ich bin bekanntlich nicht die allerbeste (und vor allem nicht die schnellste) Schwimmerin, aber insgesamt klappte es recht gut. Das sehr salzige Wasser sorgte für guten Auftrieb und dank der Flossen kam man gut voran. Allerdings war es für die Fußgelenke recht anstrengend, fand ich.

Der Delfintrainer zeigte uns noch einige Gesten, mit denen wir Bonnie dazu brachten, uns ein (oder auch mehrere) Küsschen zu geben (so eine Delfinschnauze ist erstaunlich hart 😉 ), mit uns zu tanzen, Kopfstand zu machen und ähnliches. Natürlich ist Bonnie auch im hohen Bogen über eine Stange gesprungen – gesehen habe ich davon wegen des Gegenlichts allerdings fast nichts.

Es hat Spaß gemacht und die Zeit verging sehr schnell. Gefühlt waren wir etwa 20 Minuten im Wasser – da wir jedoch (inklusive Duschen und Umziehen) erst nach einer Stunde wieder bei Saskia waren, war die tatsächliche Zeit wohl etwas länger. 😉

Abseits der Therapie – Teil 2

Nachdem wir am Samstag den Christoffelpark besucht hatten, machten wir uns am Sonntag gleich nochmal auf den Weg in den Nordwesten – direkt neben dem Christoffelpark liegt der Shete Boka Nationalpark. „Shete“ bedeutet offensichtlich „sieben“, was „Boka“ genau bedeutet, habe ich leider noch nicht herausgefunden – meine Vermutung geht in Richtung „Bucht“, aber da es ja sieben sein sollen, passt das nicht so recht.

Boka Tabla

Boka Tabla

Boka Tabla

Es gibt hier 4 große Buchten – sehr unterschiedlich, aber alle sehr eindrucksvoll. Man kann die Strecken zwischen den einzelnen Buchten laufen – wir sind vom Parkplatz zu Boka Tabla, dann weiter zu Boka Wandomi und von dort wieder zum Parkplatz gelaufen und ich muss sagen: Es war eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Beim Rest der Runde sind wir daher wieder mit dem Auto vorgefahren und nur die jeweils letzten paar hundert Meter gelaufen.

Wanderweg

Wanderweg

Alle dieser Buchten haben ihren eigenen Reiz, am eindrucksvollsten war für mich Boka Pistol. An einer sehr schmalen Stelle im Gestein kommt sehr viel Meereswasser an, man sieht den Wasserspiegel allmählich ansteigen, bis eine Welle das Fass buchstäblich zum Überlaufen und regelrecht „Explodieren“ bringt. Wow! Die entstehende Fontäne ist sehr sehenswert.

Boka Pistol - hier mal ganz unspektakulär

Auf dem Video bekommt man einen kleinen Eindruck, wie es dort wirklich zugeht.

Bei den anderen Buchten spritzt das Wasser nicht ganz so hoch (war jedenfalls mein Eindruck), dafür entstehen aber vorübergehend unzählige winzige Wasserfälle auf dem Gestein. Boka Wandomi bietet außerdem noch eine natürliche Brücke – unter dem Gestein hat sich das Wasser seinen Weg gegraben. Bei Boka Kalki gibt es einen relativ breiten Strand mit unzähligen kleinen Einsiedlerkrebsen, die winzige Schneckenhäuser oder Muscheln in verschiedensten Farben und Formen durch die Gegend schleppen.

Bunte Schneckenhäuser

Der Weg zu dieser Bucht führt durch einen Wald aus Manchinelbäumen – sehr schön wild verknotet gewachsen. Es sieht aus wie ein Zauberwald, die Bäume und Früchte sind allerdings sehr giftig.

Zauberwald - aber leider giftig

Schaukel

Warnschild

Auf dem Heimweg von „Shete Boka“ haben wir noch einen kleinen Abstecher ins Flamingo-Gebiet gemacht. Es waren allerdings nur vereinzelte Vögel zu Hause.

Flamingos

Nicht ganz so weit entfernt von unserem Hotel, im Norden der Insel direkt gegenüber vom Flughafen, befinden sich die Hato Caves. Dorthin führte uns ein Vormittagsausflug innerhalb der Woche. Es sind Tropfsteinhöhlen, in denen unter anderem Fledermäuse leben. Direkt nebenan gibt es noch einen „Indianerpfad“ mit diversen Pflanzen, Tieren und Höhlenzeichnungen. Sieht man den Piratenkopf auf dem Foto?

Pirat in den Hato Caves

Direkt vor der Haustür gibt es eine Bucht mit sehr schönem Strand, gerüchteweise allerdings auch mit einer sehr eindrucksvollen Unterwasserwelt. Es fahren Boote, die Taucher dorthin bringen, man kann aber auch ein paar hundert Meter schwimmen und kommt auch an die richtigen Stellen. Das Wasser hier ist derart salzig, dass es sehr gut trägt und man selbst als schlechter Schwimmer wenig Mühe hat, sich über Wasser zu halten. Beim ersten Versuch zu schnorcheln (Taucherbrille, Schnorchel und Flossen kann man kostenlos an der Rezeption leihen), habe ich falsch ausgeatmet und mir eine nette Nasenspülung mit Salzwasser verpasst. Örgs. Später klappte es ganz gut, wir kamen allerdings nicht dazu, mal zu den wirklich interessanten Stellen zu schwimmen. Müssen wir wohl doch nochmal wiederkommen 😉

Abseits der Therapie – Teil 1

Außer der unmittelbaren Umgebung unseres Hotels (das ja in Wirklichkeit ausdrücklich gar kein Hotel ist) – die im wesentlichen aus anderen Hotels, einem tollen Strand und dem Curaçao Sea Aquarium inklusive Therapiezentrum besteht, gibt es auf Curaçao noch deutlich mehr zu entdecken.

Zunächst mal wären da viele sehr schöne Strände. Strände wie aus dem Bilderbuch – mit hellem Sand, in dem Palmen wachsen, vor türkisblauem Wasser unter blauem Himmel mit weißen Wölkchen. Täglich. OK, am Montag hat es mal geregnet – ansonsten scheint tagsüber die Sonne und während der (derzeit herrschenden) Regenzeit gibt es ab und zu nachts einen heftigen Schauer oder Gewitter. (4 mal in den vergangenen 12 Nächten – das also zum Thema „Regenzeit“) Danach sinken die Temperaturen auch mal unter 30°C, ansonsten ist es nahezu gleichmäßig warm – Tag und Nacht.

Wer – so wie wir – nicht der Pool- oder Strand-Mensch ist, kann sich an den vielen bunten Häusern erfreuen. Mein Favorit ist ein Haus in türkis und hellgrün. Es ist irgendein Firmengebäude und leider sehe ich es immer nur im Vorbeifahren. Bekannter und fotogener sind die bunten Häuser in Willemstad, sowie die Königin-Emma-Brücke, die die beiden Stadtteile Punda (im Osten) und Otrabanda (im Westen) verbindet. Das Besondere an dieser Brücke ist, dass sie auf vielen kleinen Pontons schwimmt und bei Bedarf (wenn Schiffe passieren wollen) zur Seite geschwenkt wird. Am Abend ist sie bunt beleuchtet – sehr sehenswert.

Willemstad

Königin-Emma-Bridge

Königin-Emma-Bridge

Sehenswürdigkeiten ganz anderer Art haben wir am Wochenende besucht. Am Samstag den Christoffelpark rund um den gleichnamigen Berg. Man kann dort entweder wandern (aber bei den herrschenden Temperaturen und dem fehlenden Schatten ist das nicht sooo spaßig und ganz sicher nichts für Ungeübte) oder mit dem Auto eine Rundfahrt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten machen und nur kleine Strecken laufen. Wir wählten zunächst die Bergtour (=grüne Route), die sich abgesehen von der Fahrt an sich (=ständiges, steiles Auf und Ab) als eher unspektakulär erwies. Anschließend ging es auf die Küstenroute (=blaue Route) und wir bedauerten, nicht mehr Zeit zu haben. Der Park schließt um 16 Uhr und da wir morgens noch umgezogen waren und ca. 1 Stunde Anfahrt hatten, blieben lediglich 1,5 Stunden für die blaue Tour – das ist zu wenig! Wir sahen wild sprudelndes Wasser, viele kleine und  große Krebse und Krabben, Seeigel und was von ihnen übrig bleibt und etwas später grün-bunte Papageien, die an uns vorbei flogen und hatten keine Zeit mehr, um uns einen Parkplatz zum Beobachten und Fotografieren zu suchen. Wir hatten nur wenig Zeit für die Höhlen und fuhren mit dem Gefühl nach Hause, einiges verpasst zu haben.

Christoffelpak

Nordostküste

Seeigelgehäuse

Cave

Was wir am Sonntag gesehen haben, erfahrt ihr in Teil 2.

Heute ziehen wir um

Leider müssen wir heute unser Appartement wechseln. (Die Anlage hier ist kein Hotel, sondern eine Appartementanlage, die irgendwie mit Timesharing funktioniert. Kurz gesagt: Die Wohnungen gehören irgendwem und wenn diese Eigentümer bzw. „Members“ selbst Urlaub machen wollen, bekommen sie natürlich „ihr“ Appartement. Es wird versucht, das zu vermeiden, aber uns trifft es diesmal leider doch. Also ziehen wir aus dem besten Zimmer des Hauses aus.)

Auch wenn es nur ca. 10 Meter weiter nach Westen geht, ist das natürlich doof. Unseren Kram haben wir gestern Abend weitgehend zusammen gepackt und stellen die Koffer nach dem Frühstück einfach in die Ecke, in der Hoffnung, dass das Hauspersonal sie (genau wie den Inhalt des Kühlschranks) dann später nach nebenan befördert und wir heute Abend nur auspacken müssen.

Künftig werden also keine Delfine mehr vorm Balkon vorbei fliegen …

Delfinshow

… wir haben dann nur noch den Ausblick nach Süden in Richtung Ozean. Aber vielleicht haben wir trotzdem weiterhin spontane Frühstücksgäste.

Frühstücksgast auf dem Balkon

Ansonsten nutzen wir das therapie- und terminfreie Wochenende und werden uns mal ein paar Kilometer von hier entfernen. Für heute steht der Christoffelpark im Westen der Insel auf dem Programm.