Nachtaktiv

Die Zeit rast gerade so dahin – wir gehen im Dunklen aus dem Haus und wenn alle daheim sind, ist auch schon wieder fast Nacht. Ich wollte ja noch vom Sommerurlaub erzählen, aber da ich gerade ein paar Fotos aus den letzten 4 Wochen sortiert habe, schreibe ich eben erstmal über unserere derzeitigen Aktivitäten.

Vor ein paar Wochen erzählte eine Freundin von einem herbstlichen Lichterfest in einem Freizeitpark und war davon so begeistert, dass ich dachte, wir müssen da eigentlich auch mal hin. Leider hatten wir eigentlich keine Zeit dafür. Zumindest nicht so richtig. Letztlich fuhren wir dann doch spontan los – am relativ späten Nachmittag, aber das Wetter war schön, es war warm und trocken und das letzte Wochenende der Herbstferien. Wir hatten auch durchaus Spaß im Park, haben für die Lichterparade aber an der völlig falschen Stelle gestanden und sie letztlich doch verpasst. Zahlreiche Lichter sahen wir im Park aber trotzdem.

Lichterfest

Kürbisse

Vielleicht probieren wir es ja im nächsten Jahr nochmal. Dann wissen wir ja, wo wir hinmüssen (und wann). Immerhin konnten wir das Abschlussfeuerwerk bewundern, auch wenn sich Saskia beschwerte, es sei viel zu laut (war es nicht).

Ein paar Tage später besuchten wir in der Elphi eine Veranstaltung „Das magische Klavier“ und anschließend war es dank Zeitumstellung schon so dunkel, dass der Blick von der Plaza ganz ungewohnt wirkte. Ich war ja inzwischen 4 oder 5 mal dort, aber noch nie am (späten) Abend.

Hafenblick

Die Veranstaltung kann ich übrigens sehr empfehlen: Zum Trickfilm („The magic piano“) mit einer sehr netten Geschichte und komplett ohne Sprache gab es Live-Musik (von Chopin) auf dem Flügel.

An den Tagen danach ließ ich mich von etlichen Blogs und Instagram-Fotos inspirieren und malte mit Saskia ein paar Kürbisse, mit denen wir die Haustür dekorierten.

Kürbisse

Schließlich stand ja neben dem Reformationstag, der endlich auch hier Feiertag ist, auch Halloween vor der Tür und gerüchteweise ist da ja irgendwas mit Kürbissen 😉 Saskia hatte den Wunsch geäußert, mit einem Freund auf Süßigkeitenjagd zu gehen. Als sie nach anderthalb Stunden zurück kamen, trug Saskia ganze 2 kg Süßkram in ihrem Hexenhut nach Hause. Erstaunlich, dass man in dem winzigen Ort überhaupt so lange unterwegs sein kann und dass es sooo erfolgreich war.

Ausbeute

Am vorigen Samstag telefonierte ich mit der Mutter eines Klassenkameraden von Saskia, die am Ende meinte, sie würden später zur „Dunkel-Munkel-Nacht“ in einen Wildpark fahren. Was sie erzählte, klang interessant (Hexen, Lichter, Tiere …) und mit spontanen Ausflügen ins Dunkle hatten wir in letzter Zeit ja gute Erfahrungen gemacht. Also machten auch wir uns auf den Weg. Und auch dieser Ausflug schreit danach, im nächsten Jahr wiederholt zu werden. Etwas weniger spontan und dafür besser geplant, etwas wärmer bekleidet und mit etwas mehr Wegzehrung für die „Nachtwanderung“. (Und auch gern 1 oder 2 Stunden früher, damit man sich im völlig unbekannten Wildpark erstmal bei Licht orientieren kann und vielleicht auch nicht eine halbe Stunde nach einem Parkplatz anstehen muss, weil erstaunlich viele Menschen den gleichen Plan für den Abend hatten.)

Hirsche

Hexe mit Eule

Lichtgestalt

Urlaub in Dänemark – Teil 2

Wir frühstückten jeden Tag auf der Terrasse …

Terrasse
… entdeckten Strände, die wir nahezu für uns allein hatten …

Strand

Strand

Strand
… und lagen am Abend im Garten auf der Wiese und guckten in den Sternenhimmel. Bogø und Møn sind nachts so dunkel (und haben so wenig Lichtverschmutzung), dass man einen wunderbaren Blick auf Sterne und -Schnuppen hat. Nur etwas fotoscheu waren sie leider. 😉

Nachthimmel
Wir besuchten den Labyrinthpark in Kalvehave, wo wir zunächst in einem großen Labyrinth sechs bestimmte Stellen finden und unser Ticket lochen mussten,

Labyrinthpark

Labyrinthpark

Labyrinthpark

Labyrinthpark
um uns schließlich „Labyrinthmeister“ nennen zu dürfen.

Labyrinthpark
Neben dem großen Labyrinth gab es allerdings auch noch kleinere Labyrinthe und diverse Denkspiele, so dass wir ziemlich viel Zeit im Patk verbrachten und Spaß hatten.

Rush Hour
„Rush Our“ in der Brettspiel-Variante ist etwas einfacher in der Handhabung. 😉

Othello
Ich habe (mit Saskias Unterstützung) den besten Ehemann von allen in „Othello“ besiegt.
Wir spielten noch verschiedene andere Sachen, guckten uns am Ende das Planetenlabyrinth an, ohne die dänische Beschreibung richtig zu verstehen (es gab immer zwei Wege und man muss in der richtigen Reihenfolge von Planet und Planet kommen) und entschieden dann, auch angesichts der Wolkenbildung, dass wir uns nicht noch ein komplettes Labyrinth „antun“ wollten.

Labyrinthpark

Urlaub in Dänemark – Teil 1

In diesem Jahr hat Saskia unser Urlaubsland ausgewählt – sie wollte unbedingt nach Dänemark. Wir wissen zwar nicht, was sie dort erwartet, aber da es nicht zu weit ist und wir (abgesehen von einer Durchreise auf der Fahrt nach Norwegen 2004) noch nie hier waren, beschlossen wir, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

Am Mittwoch, dem 1. August ging es los. Wie üblich packten, räumten und kramten wir wieder bis zur letzten Minute und verließen die Heimat erst am Mittag. Immerhin war die Autobahn staufrei und so waren wir völlig entspannt anderthalb Stunden später an der Fähre, die uns über den Fehmarnbelt bringen sollte. Nach Einscannen der Tickets durften wir direkt aufs Schiff fahren und als wir vom Parkdeck nach oben kamen, hatte die „Schleswig-Holstein“ bereits abgelegt.

Fähre fahren

Ich bin ja immer etwas skeptisch, weil sich mir in der Vergangenheit auf Wasserfahrzeugen verschiedenster Art gern mal der Magen umdrehte, aber es lief alles gut und 45 Minuten später konnten wir das Schiff wieder verlassen.

Dannebrogsvimpel

Eine weitere Stunde Fahrt führte uns schließlich über diese Brücke …

Hübsche Brücken hier

… und dann waren wir auch schon auf der kleinen Insel Bogø, die für die nächsten 11 Tage unser Zuhause sein sollte. Wir brachten unsere Sachen ins Ferienhaus, erkundeten die Umgebung und stellten fest, dass es auch in Dänemark extrem trocken war. (Dabei ist die Ostsee nur ca. 500m Luftlinie vom Ferienhaus entfernt.) Der Rasen im großem Garten des Ferienhauses bot den gleichen steppenähnlichen Anblick wie der Rasen daheim und die von der Ferienhausvermietung verschickten Mails, dass Grillen verboten sei, hatten offensichtlich ihre Berechtigung.

Einige Wege führten uns durch den kleinen Ort …

Wegweiser

… aber letztlich diente uns die alte Windmühle als bester Wegweiser. Schließlich war sie nur etwa 100m vom Ferienhaus entfernt und von fast überall sichtbar.

Blick zur Mühle

Bogø Mølle

Nette Begrüßung

Schnurrrrrr ...

Wir besuchten nahezu täglich die Nachbarinsel Møn, sahen uns die kleine Stadt Stege an, verzichteten darauf, uns hier Fahrräder zu leihen 😉

Leihfahrrad ;-)

… besuchten Møns Klint, Kopenhagen, den Labyrinthpark in Kalvehave, den Aquadome in Lalandia, den Schlosspark Liselund und einige kleine Eckchen und Strände, die wir nahezu für uns allein hatten.

Møns Klint war mein erster Ausflugswunsch und auch wenn ich die (ähnlich großen) Kreidefelsen auf Rügen schon aus meiner Kindheit kenne, fand ich diese Küste noch beeindruckender. Wir wanderten zunächst ein Stück den Weg auf den Felsen entlang und genossen den Ausblick.

Møns Klint

Møns Klint

Später ging es 496 Stufen nach unten (und noch später auch wieder nach oben 😉 ), um von unten die Felsen nochmal aus ganz anderen Perspektiven zu entdecken.

496 Stufen zum Strand

Kreidezeichen

Schwalbennester

Erinnerungsstein

Møns Klint

Der Ausflug war wirklich toll, auch wenn der Aufstieg vom Strand zurück zum Parkplatz mich ziemlich geschafft hat. Meine Kondition war irgendwann auch schon mal besser.

Spontaner Winterurlaub daheim

Oder auch: Glück ist 30 cm Pulverschnee bei Sonnenschein. 😉

Hier im Norden ist ja selten richtig Winter. Meist ist wochenlang graues Schmuddelwetter mit Wind, Nieselregen und Temperaturen knapp über 0°C. Sobald die Temperaturen fallen, hören die Niederschläge auf, es sind knapp unter 0°C und es ist trocken. Schlimmstenfalls hat es kurz vor dem Kälteeinbruch geregnet, dann ist es glatt. Und als letzte Variante gibt es noch Schneeregen, der vielleicht mal für einen halben Tag in Schnee über geht. Dann liegt eine Weile sehr nasser Schnee auf dem Boden, der recht schnell nur noch braungraue Pampe ist. Wichtig ist aber: Sobald sich eine Schneeflocke nähert, bricht das Verkehrschaos aus – liegen gar zwei oder noch mehr übereinander, sollte man den Eingeborenen am besten den Führerschein temporär entziehen, denn fahrtauglich sind sie schlagartig nicht mehr.

Dieses Jahr läuft der Winter etwas anders. Nach der üblichen Schmuddelphase haben wir derzeit bereits die 3. Woche in Folge sehr schönes, sonniges Wetter. Und es ist kalt. Nachts herrschen tatsächlich zweistellige Minusgrade und auch tagsüber bleibt es frostig. Ungewohnt, aber sehr angenehm, finde ich. (Auch wenn ich da von meinen bibbernden Kollegen schräg angeguckt werde. „Ich hab schon lange Unterhosen an, aber es ist so kalt hier.“, sagte gestern einer – im Büro waren 21°C.) Am Sonntag schneite es dann und dank der Kälte blieb der Schnee tatsächlich liegen und wurde nicht sofort zu Dreckwasser. Am Montag Morgen dauerte der Arbeitsweg zwar etwas länger als gewohnt, weil die Autos mit 10 km/h dahin schlichen, aber der Anblick der schneebedeckten Bäume war schon sehr schön.

In der Nacht von Montag zu Dienstag gab es nochmal eine neue Ladung Schnee. Der beste Ehemann von allen verließ heute schon um 6 Uhr das Haus, als ich mit Saskia eine Stunde später ebenfalls das Haus verließ, waren keine Spuren mehr zu sehen – dafür aber gut 20cm Neuschnee. Uff. Also erstmal Saskia in den Schulbus gesetzt, dann zurück zum Haus gelaufen und einen Weg freigegraben. Und nun Auto ausgraben? Ach nöö, dazu hatte ich keine Lust, da gehe ich lieber zum Bus.

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Auf der Hauptstraße rollte der Verkehr – ein Bus kam allerdings erstmal nicht. Irgendwann aber kam er doch und war natürlich voll. Na ja, nützt ja nichts. Bis zur nächsten Haltestelle (ca. 500m) ging es recht flott, danach war es allerdings vorbei. Die nächste (ebenfalls nur etwa 500m entfernte) Haltestelle erreichten wir nach 20 Minuten. Wenn es in dem Tempo weiter ginge, könnte ich direkt wieder umkehren, wenn ich mein Büro erreicht hätte. Blöd. Ich versuchte, meinen Chef zu erreichen: Ans Telefon ging er noch nicht, auf SMS kam auch keine Reaktion, aber die Mail mit meiner spontanen Urlaubsanfrage wurde beantwortet, während der Bus 5 Minuten brauchte, um um die Ecke zu fahren. Ich stieg also nach 2 Haltestellen und 25 Minuten wieder aus und lief an einer Blechlawine von Autos, die sich zentimeterweise vorwärts bewegten, vorbei die 1,5km wieder nach Hause. Na, das war ja mal mal ein erfolgreicher Start in den Tag. 😉 Eine Stunde nach dem Losgehen war ich wieder daheim und hatte überraschend Urlaub. Und nun? Zu tun gäbe es reichlich, aber das Wetter lockte doch sehr nach draußen. Also noch fix dem Urlaubsantrag eingerecht (SAP auf dem IPhone macht exakt keinen Spaß!) und dann wieder raus.

Winterspaziergang

Und es war soooo schön. Strahlend weißer Schnee, Ruhe, Sonne, glitzender Schneestaub, der ab und zu lautlos von den Bäumen rieselte … Über 2 Stunden war ich unterwegs, bin gelaufen, staunend stehen geblieben, habe unzählige Fotos gemacht und mich einfach an diesem Anblick erfreut.

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

Winterspaziergang

So darf Winter aussehen.

Überraschung!

Da ich am heutigen Brückentag keinen Urlaub hatte, verließ ich gegen 7 Uhr das Haus in Richtung Arbeit, während Mann und Kind noch schliefen.

Kurz nach 10 klingelte das Telefon im Büro. „Da sitzen 3 Männer in unserem Garten auf unseren Gartenstühlen.“ sprach der beste Ehemann von allen. „Wie, da sitzen 3 Männer im Garten? Wer denn? Wieso denn?“ Das habe er sie auch gefragt und sie hätten erklärt, sie seien die Gerüstbauer und ob wir sie denn nicht erwarten würden. „Ja schon, aber eigentlich erst am Montag.“

Tja. Irgendwie ist da in der intensiven Kommunikation zwischen Handwerkern, Bauleiter und uns (Hahaha!) wohl irgendwas auf der Strecke geblieben. Wir haben jedenfalls ein Wochenende mit Gerüst gewonnen.

Gerüst

Es gibt Schlimmeres … zum Beispiel den netten Brief der gegnerischen Versicherung, dass sie die Kosten nicht nachvollziehen können und mein Auto „nachbegutachten“ möchten. Können sie gern tun, nur sehen werden sie nichts, der Schaden wurde ja (nach Begutachtung in der Werkstatt) vorige Woche behoben. Ich hab‘ keinen Bock auf sowas!

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit meiner Mutti und ihren Thüringer Nachgeburtstagsgästen bei schönstem Wetter in der großen Stadt bei einer riesengroßen Geburtstagsfeier (nein, es war nicht die von meiner Mutti) – der Hafen feiert sein 827-jähriges Bestehen.

Hafengeburtstag

Hafengeburtstag

Hafengeburtstag

Von „athmosphärisch ziemlich daneben“ bis „netter als daheim“

Saskia mag Laternenumzüge. Als sie neulich das Plakat bei uns im Ort sah, das einen großen Laternenumzug mit Musik- und Fackelbegleitung ankündigte, wollte sie unbedingt hin. Wenn ich ihr erzählt hätte, dass der Umzug stattfindet, während sie auf Freizeit ist, hätte sie vermutlich darauf bestanden, daheim zu bleiben. (Ich erzählte es ihr sicherheitshalber nicht und hoffte auf einen kleineren Umzug, der Anfang November fast vor unserer Haustür startet. Leider mussten wir den dann ebenfalls ausfallen lassen, weil es Saskia nicht gut ging, aber das konnte damals noch niemand wissen.)

Da wir den großen Umzug also leider verpasst hatten und Saskias Schulferien noch nicht ganz zu Ende waren, fuhren wir eben nach Leipzig*, denn dort sollte Ende Oktober der große „Glühwürmchenumzug“ am Zentralstadion – ach nein, heutzutage heißt das Teil ja „Red Bull Arena“ – stattfinden. Etwa 4500 Teilnehmer wurden erwartet und Musik sollte es auch geben – gleich 3 Kapellen würden den Zug begleiten.

Als wir ankamen, waren viele kleine und große Menschen mit Laternen da und irgendwann setzte sich das Gewusel auch in Bewegung. Einmal rund ums Stadion sollte es gehen. Wir liefen also los – bestrahlt von sehr hell leuchtenden Straßenlaternen, was einerseits gut war, denn der Weg hatte es teilweise in sich, andererseits allerdings keine rechte Laternenstimmung aufkommen ließ.

Glühwürmchen

„Athmosphärisch ziemlich daneben“, meinte der beste Ehemann von allen und ich musste ihm spätestens Recht geben, als wir in die Nähe einer (Blas-)Kapelle kamen und statt der erwarteten Laternenlieder „Ro-sa-mun-de“ und ähnliches hörten. Das ist doch nicht euer Ernst?! Zu Laternenumzügen gehört Dunkelheit und „Laterne, Laterne“ oder von mir aus auch irgendwas mit Sankt Martin, aber Schlager?!

Am Ende des Umzugs bestand Saskia darauf, bei Oma hinterm Haus mit den Laternen durch den sehr dunklen und sehr zugewachsenen Garten zu laufen. Das war dann abenteuerlicher als gedacht, denn in den letzten Jahren hat sich die Natur hier wesentliche Teile zurück erobert. 😉

Den Freitag verbrachten wir auf meinen Wunsch in Leipzigs Innenstadt, denn hier hat sich in den letzten Jahren so vieles verändert, dass ich mir das gern mal ansehen wollte.

Schaufenster

Regenschirmtropfenfängertüten

Brühl

Rathaus mit Markt

Specks Hof

Ich finde ja die Passagen u.ä. immer wieder schön und auch der beste Ehemann von allen ließ sich zu einer Äußerung hinreißen, dass Leipzig netter** sei als unsere neue Heimat.

DDR-Laden

Eigentlich hätte mich ja auch mal eine Bootsfahrt auf dem Kanal interessiert – aber Ende Oktober ist das eher nicht so das Wahre. Vielleicht beim nächsten Mal.

Am Nachmittag folgten wir der Empfehlung von Frau Brüllen ins Kindermuseum „Unikatum“.

Kindermuseum

Allerdings gerieten wir zwischen eine recht laute und sehr wuselige Geburtstagsgesellschaft und verloren ziemlich den Überblick, was schade war. Als die Meute sich verzogen hatte, begann ich nochmal gezielt durch die Räume zu gehen und begriff dann auch den eigentlichen Sinn – aber da hatte sich Saskia schon innerlich verabschiedet und malte Bilder.

Samstag war Feiertag (Reformationstag) in Sachsen, aber wir waren ja nicht zum Shoppen da, sondern wollten in den Zoo. Am Eingang begrüßte uns eine Laufschrift, die gruselige Halloween wünschte. Ach je. Das war nun nicht gerade das, was wir erwartet hatten. Ungefähr zwei Drittel der Zoo-Besucher waren als Hexen, Skelette, Monster oder sonstwie halloweenartig verkleidet. Muss ich nicht haben, aber nun waren wir schon mal hier und den Tieren ist es vermutlich egal. Und bevor am Abend die eigentlichen Halloween-Veranstaltungen begannen, würden wir wahrscheinlich ohnehin auf dem Heimweg sein.

Löwe

Erdmännchen

Rüsselspringer

Der Einbruch der Dunkelheit überraschte uns dann doch – zumindest die Geschwindigkeit, in der es dunkel wurde. Auf dem Weg zum Ausgang sahen wir dann also doch noch Einiges von der anstehenden Halloween-Party. Was da aufgebaut war, gefiel mir aber durchaus gut und ich könnte mir vorstellen, dass es ziemlich stimmungsvoll war.

Halloween im Zoo

Halloween im Zoo

Halloween im Zoo

Am Sonntag brachte uns die Bahn dann fast problemlos nach Hause. Bis 10km vor dem Ziel waren wir auch pünktlich, dann verzögerte sich die Weiterfahrt und die Einfahrt in den Hauptbahnhof um 15 Minuten. (Wäre sonst ja auch langweilig.)


* Nein, wir sind natürlich nicht wegen des Laternenumzugs nach Leipzig gefahren. Der war nur ein „Nebeneffekt“. 😉

** Er verwendete allerdings ein anderes Wort, irgendwas im Sinne zwischen „gemütlich“, „nett“, „attraktiv“ … und wenn es mir (oder ihm) wieder einfällt, korrigiere ich den Satz auch noch. 🙂
Inhaltlich muss ich sagen: Ja, mir gefällt Leipzig auch – es hat aber genau so hässliche Ecken wie andere (Groß-)Städte auch. In der Großstadt hier nebenan gibt es natürlich auch hübsche Ecken – die „Schönste Stadt der Welt“ ist es für mich allerdings nicht. Der Kleinstadt, in der wir wohnen, fehlt ein bisschen Vergangenheit. Bis in die 70er war es nur ein Dorf, danach wurde viel gebaut, allerdings eher nach dem Motto: „Quadratisch, praktisch, günstig“. Architektur-Highlights kann man da eher nicht erwarten.

Herbstspaziergänge

Nachdem wir hier durchaus auch ein paar Tage grau-feuchtes Schmuddelwetter hatten, zeigte sich der Herbst an den vergangenen Tagen wieder von seiner netten Seite. Am Wochenende war Zeit für den einen oder anderen Spaziergang.

Wir sahen eine Spiegelwelt am Teich …

Spaziergang am Teich

… verwunschene Bänke …

Verwunschene Bank

… leuchtende Bäume …

Leuchtender Baum

… und gaaaanz viele Hagebutten.

Sehr viele Hagebutten

Hagebutten