Atomausstieg

Die Bundesregierung ist nun plötzlich doch für den Atomausstieg und die Energiekonzerne reagieren erwartungsgemäß etwas unwillig auf diese Idee. Dann klagt mal schön! schreibt Georg Schwarte in seinem Kommentar an die Adresse von e.on und vermutlich demnächst auch die anderen AKW-Betreiber in Deutschland. Ich schließe mich seiner Meinung an, dass es hier einfach um jede Menge Geld geht und einem aktiennotierten Unternehmen ja kaum etwas anderes übrig bleibt, als dagegen zu klagen.

Zitat: „Es dürfte vermutlich nicht bei der einen Klage bleiben. Der Atomausstieg ist eine feine Sache. Sagen Umweltschützer zu Recht. Arbeitssuchende Juristen sehen das vermutlich sehr ähnlich.“

Schade nur, dass die Kosten der Klagen letztlich wohl wieder die Steuerzahler zahlen müssen. Ich hoffe nur, dass sich die Idee mit den AKWs im „Standby-Betrieb“ nicht noch durchsetzt, sondern lieber ein sinnvoller Ausstiegsplan erarbeitet wird. Sonst legt Ende 2021 jemand auf einen Schlag die Schalter um und es wird wirklich dunkel, weil sich bis dahin keiner ernsthafte Gedanken gemacht hat.

2 Gedanken zu “Atomausstieg

  1. Carolin schreibt:

    Guten Morgen !

    Es wäre eine feine Sache, keine Atomkraftwerke mehr zu haben. Prinzipiell finde ich die Idee sehr gut.

    Unsere Analysten befürchten aber folgendes : Deutschland wird nach einer gewissen Zeit einen Energiemangel haben und seinen Strom wahrscheinlich im Ausland kaufen. Und wo ???
    Hier bei uns, in Fronkraïsch, wo die Atomkraftwerke dann um so heißer laufen werden.

    Absolut ENTTÄUSCHEND.

    LG Carolin.

    • Jein. Das stimmt so nicht ganz – auch wenn es uns die Atomlobby immer gern so verkaufen möchte. Bisher hat Deutschland reichlich Strom exportiert. Allein diese Menge entspricht mehreren Atomkraftwerken.

      Als jetzt wegen der Belastungstests und wegen planmäßiger Wartung etliche AKWs vom Netz waren, hat Deutschland tatsächlich Strom importiert. Aber nicht, weil der eigene Strom nicht ausreichte, sondern weil der importierte Strom schlicht und einfach billiger war! Dafür standen dann sogar die Windräder still. Wenn man diesen Irrsinn unterbindet und in erneuerbare Energien investiert und die entsprechenden Windräder, Wasserkraftwerke und Speichermöglichkeiten verbessert, sollte der Ausstieg kein Problem sein. Insofern passt es eigentlich ganz gut, wenn nicht gleich alle AKWs abgeschaltet werden, sondern das bis 2022 hoffentlich nach und nach geschieht.

      Ergänzend wäre natürlich auch Strom sparen eine nette Idee. 😉

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