Gute Nachrichten von alten Bekannten

Nachdem mich die Nachricht, dass die WiseGuys im Sommer 2017 aufhören, gemeinsam Musik zu machen, doch recht traurig gemacht hat, gibt es nun eine gute Nachricht: Beim 3satfestival in der vergangenen Woche verkündete Dän, dass es für ihn, Nils und Björn ab 2018 weiter geht – gemeinsam mit zwei alten Bekannten. Und so heißt dann auch die neue Band: Alte Bekannte

Es werden also wieder 5 Männer sein, die „a cappella“ singen, Dän wird auch weiterhin (einen Teil der) Texte schreiben – man darf also gespannt sein.

Eddi wird seinen eigenen Weg mit eigenem Soloprogramm gehen, auch hier bin ich gespannt.

Sari will ein Jahr als Hausmann seiner Frau den Rücken frei halten. Schön für seine Frau, schade für die Fans. Seinen Hüftschwung werde ich vermissen.😉 Aber vielleicht gibt es ja nach der Auszeit ein Wiedersehen.

Das Abschieds-Konzert (zumindest in der 45-Minuten-Festival-Variante) gibt es derzeit bei 3sat in der Mediathek zu sehen.

Manchmal nervt mich die Schule

Anfang September hat das neue Schuljahr begonnen – und auch in diesem Jahr hat es 3 Wochen gedauert, bis wir einen Stundenplan bekommen haben. (Wie haben das die Lehrer eigentlich zu meiner Schulzeit ohne Computer und Co. geschafft? Da stand der Stundenplan am letzten Ferientag fest.) Nun gut, da Saskia keine speziellen Bücher o.ä. mitnehmen muss, ist es nicht ganz so tragisch, aber ich müsste schon gern, was mein Töchterlein den Tag über so treibt – von ihr erfahre ich es nämlich meist nicht.

Leider geht aus dem Stundenplan nicht hervor, von welchem Lehrer oder welcher Lehrerin die einzelnen Fächer unterrichtet werden. Wir wissen nur, dass sich vieles geändert hat und fragen nach. Als Antwort bekommen wir, das würden wir zum Elternabend erfahren – da würden sich die Lehrer vorstellen. Abgesehen davon, dass dafür erfahrungsgemäß am Elternabend gar keine Zeit ist, denn da wird der Schulelternabend mit Bericht des Elternvereins, des Elternrates und einem fachlichen Schwerpunktthema, das jährlich wechselt, sowie der Klassenelternabend mit Wahl der Elternvertreter, sowie die anschließende Wahl des Elternrates und der Kreiselternvertreter usw. zusammengefasst … und die vorgesehene Zeit reicht nie, abgesehen davon also finde ich eine solche Antwort einfach doof. Wenn ich eine klare Frage stelle, dann will ich nicht auf Tag x vertröstet werden, sondern klare Antworten. (Am einfachsten wäre es natürlich, wenn man zu jedem Fach auf dem Stundenplan gleich den Lehrer dazu schriebe. Wäre ja nun auch kein Hexenwerk.)

Bei genauerer Betrachtung des Stundenplans fiel mir auf, dass zwar Ergotherapie auftauchte, aber keine Physiotherapie. (Logopädie bietet die Schule ohnehin nicht an, das läuft in der knappen Freizeit.) Ich fragte per Mitteilungsheft nach. Die Mitteilung wurde gelesen und abgehakt – eine Antwort gab es nicht. Wir fragten erneut nach und erhielten die Antwort, das sei eine Frage der Priorisierung und Saskia sei inzwischen „zu gut“ für die Physio. Es gäbe Kinder mit schwerwiegenderen Problemen. Aha! Zum einen würde ich ja dann zumindest erwarten, dass die betroffenen Eltern (und Kinder) informiert werden, statt zu hoffen, dass sie es vielleicht gar nicht bemerken. Zum anderen: So geht es ja bitte nicht. Ja, ich weiß, die Physiotherapeuten sind derzeit unterbesetzt und es gibt dieses Jahr gleich zwei erste Klassen und die meisten Kinder an einer Schule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung brauchen eben Physiotherapie – aber das sollte doch bitte nicht auf dem Rücken meines Kindes ausgetragen werden.

Als Saskia gestern Abend erfuhr, dass sie künftig keine Physiotherapie mehr haben solle, setzte sie sich hin und malte:
Rückenschmerzen
Das Bild ist aus zwei Gründen erstaunlich: Erstens habe ich noch nie erlebt, dass Saskia auf diese Art und Weise einen Menschen zeichnet. (Das Bild zeigt sie, von hinten und sie hält drei Bälle in jeder Hand.) Und zweitens hat sie – von sich aus und ohne Beeinflussung von uns – ihre Rückenschmerzen gemalt (die rote Fläche in der Mitte), über die sie sehr häufig klagt. Mitte September waren wir bei der Orthopädin, die meinte, es sei eigentlich alles in Ordnung mit dem Rücken, aber wir müssten unbedingt an der Rumpfaufrichtung und -stabilisierung arbeiten und sollen das bitte mit der Therapeutin besprechen. Und nun? Mein Kind hat Schmerzen, weil sie sich einrollt und die Schultern nach vorne zieht. Und einen großen Teil des Tages rumläuft wie ein nasser Sack. Das ist sicherlich eher ein psychologisches Ding, aber wir müssen daran eben auch körperlich arbeiten und dazu brauchen wir die Therapie.

Beim gestrigen Elternabend (18:30 Uhr bis 22:10 Uhr – Juchu!) gab es dann noch eine Überraschung: Die Lehrerin, die uns vor den Ferien als Klassenlehrerin genannt wurde, ist nicht die neue Klassenlehrerin. Klassenlehrerin wird eine andere Lehrerin, die bisher auch schon einzelne Stunden in der Klasse unterrichtete. Allerdings hat sie nur eine Teilzeitstelle und ist deshalb nur von Montag bis Mittwoch im Haus. Hmm. Suboptimal, sage ich mal. Daneben gibt es 5 Fachlehrer – das ist eigentlich Okay, aber diese unterrichten jeweils mehrere und teilweise die gleichen Fächer. Deutsch wird beispielsweise 3 Stunden von einer Lehrerin unterrichtet, 1,5 Stunden von zwei anderen LehrerInnen und eine weitere vom Sportlehrer (der neuerdings auch Mathe unterrichtet. Manchmal). Bei der genauen Stundenverteilung sah ich irgendwann nicht mehr durch. Keine Ahnung, wozu das gut sein soll – die Klasse wird jedenfalls nicht geteilt. Neben den LehrerInnen gibt es noch sieben(!) Erzieherinnen in der Klasse, die sich munter abwechseln. Und das bei Kindern mit teilweise autistischen Störungen.

Immerhin läuft es mit den drei neuen MitschülerInnen bisher gut. Ich hoffe, das bleibt so und habe gerade mit Saskia das erste Freundebuch ausgefüllt.😉

Sommerrückblick

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, da wird es Zeit, mal wieder ein bisschen zu bloggen. Was haben wir also in den vergangenen Wochen gemacht?

Wir waren im Tierpark und im Wildpark, wir waren in Thüringen, im Harz und an der Ostsee, Saskia war im Hort und mit der Lebenshilfe unterwegs, es gab einen 50. und zwei Kindergeburtstage, es gab Arbeiter auf dem Dach und eine Abnahme der Dachsanierung und demnächst folgen (hoffentlich!) die letzten Restarbeiten an der Balkon- und Terrassenwand, die seit fast einem Jahr noch offen sind. Die defekte Lampe vorm Haus wurde endlich ausgetauscht und die Dachrinne an den Gartenhäusern ist immer noch undicht. Wir sind gewandert, haben Geocaches gesucht und im Quadrat getanzt. Und ganz nebenbei habe ich ca. 4000 Fotos gemacht und bisher nur einen Bruchteil davon gesichtet und sortiert.

Sonnenblume

Inzwischen hat uns die Arbeit wieder und die Schule hat wieder begonnen und wie in jedem Jahr ist auch diesmal der Stundenplan drei Wochen nach Schuljahresbeginn noch nicht fertig. Vielleicht ja bis zum Elternabend nächste Woche?!

Es ist also der gleiche Wahnsinn wie immer … und demnächst gibt’s auch (Urlaubs-)Fotos.😉

Blutspender dringend gesucht!

Dieser Artikel hat nicht unmittelbar mit meiner eigenen Familie zu tun. Wir sind im Moment alle gesund.

Es gibt aber Menschen, die Unfälle haben, operiert werden müssen oder krankheitsbedingt auf bestimmte Blutpräparate angewiesen sind. Und die Blutkonserven sind derzeit (teilweise extrem) knapp. Daher mache ich hier und heute einmal Werbung fürs Blutspenden. Das geht zum Beispiel beim DRK – auf der Webseite www.blutspende.de erfährt man, wann und wo man in der Nähe spenden kann und was man wissen muss.

Blutspende-Barometer Nordost

Dieses Bild des Blutspende-Barometers stammt vom Blutspendedienst Nordost, in anderen Gebieten Deutschlands sieht es aber nur geringfügig anders aus. Also rafft euch auf, wenn ihr über 18 und unter 65 Jahre alt und gesund seid und gebt euer Bestes, denn für Blut gibt es keinen künstlichen Ersatz.

P.S.: Falls sich jemand fragt, ob ich mit gutem Beispiel voran gehe – ich war vor 4 Wochen spenden, darf also frühestens Mitte Oktober erneut.

Damit gar nicht erst Langeweile aufkommt

Irgendwann im späten Frühjahr hatte Saskia plötzlich rote Stellen an den Kniekehlen und etwas weniger ausgeprägt auch an den Ellenbeugen. Nicht dramatisch, aber auffällig. Besonders am Abend, nach dem Duschen. Als wir es (irgendwann tagsüber) der Kinderärztin zeigen wollten, war es kaum zu sehen. Irgendwann war es ein paar Wochen weg, dann kam es wieder und wurde auffälliger, wir versuchten es mit eincremen – zunächst mit Panthenol / Wund- und Heilsalbe, weil es rot ausah, dann mit Kühlgel, weil es juckte. Geholfen hat nichts. Also doch wieder zur Kinderärztin, die sich die Haut genau anguckte und sich schließlich für Zinksalbe mit Mandelöl entschied. Das wurde in der Apotheke angerührt und schien auch etwas zu helfen. Dummerweise vergaßen wir das Döschen zu Hause, als wir etwa eine Woche später in den Urlaub fuhren. Wir kauften also Zinksalbe (keine Spezialmischung, sondern frei verkäufliche) und es half absolut gar nicht. Also führte uns der Weg an unserem einzigen verregneten Urlaubstag in den Nachbarort zur dort ansässigen Kinderärztin, die nach Blick auf die inzwischen rot leuchtenden Kniekehlen eine Neurodermitis diagnostizierte und Cortison verschrieb. Außerdem bekamen wir eine Hand voll Pröbchen, weil wir nun ja eine Dauerpflege für die Haut brauchen. Mit der Cortisonsalbe besserte sich der Hautzustand dann relativ schnell. Wir wechselten also zu den anderen Cremes … und schickten Saskia ein paar Tage später mit der Lebenshilfe zur Freizeit (Kurzzeitpflege). 10 Tage später kam sie mit knallroten Kniekehlen heim, die mitgegebene (cortisonfreie) Creme hatte offenbar ihren Zweck nicht erfüllt. Zu Hause war daher erstmal wieder Cortison angesagt, nach der Dauerlösung suchen wir noch. Aber auf Neurodermitis hätten wir durchaus verzichten können.

Neurodermitis für Anfänger

Ebenfalls verzichten können hätte ich auf den Verlauf des heutigen Abends. Nachdem ich Saskia am Nachmittag zum ersten Pfadfindertreffen nach den Ferien gebracht hatte und mir noch Sorgen machte, weil sie ziemlich unschlüssig am Rand rum stand, als ich ging, sah ich die ganze Gruppe kurze Zeit später durch den Park laufen. Anderthalb Stunden später sah ich den Rauch des Lagerfeuers schon von Weitem und freute mich, dass es mal wieder einen Nachmittag nach Saskias Geschmack gegeben haben dürfte. Ich wartete den Abschlusskreis ab … und nahm dann ein Kind mit einem nassen Waschlappen auf der Hand in Empfang. Ein Junge hatte beim Lagerfeuer nicht aufgepast und so hatte Saskia einen heißen (brennenden?) Marshmallow auf die Hand bekommen. Ergebnis: Eine suppende Brandwunde am linken Zeigefinger. Richtig schlimm schien es eigentlich nicht und nach kurzem Weinen war Saskia auch wieder ganz gut drauf, aber was nun? Pflaster drauf schien keine gute Idee, weil es verkleben würde, offen lassen schien auch keine gute Idee, am Mittwoch Nachmittag / Abend hat natürlich kein Arzt Sprechstunde, also blieb nur die Notaufnahme im Krankenhaus des Nachbarorts. Zweieinhalb Stunden später hat Saskia nun einen schicken Verband an der Hand (unter dem sich ein Gel und eine Abdeckung befinden) und wir sind um eine Erfahrung reicher – auf die wir gern verzichtet hätten. Jetzt hoffe ich einfach mal, dass es problemlos verheilt.

Verband

Wenn einer eine Reise tut

Ende Juli gab es in der Verwandtschaft einen 50. Geburtstag zu feiern und wir waren eingeladen und hatten zugesagt. Der Plan war, am Freitag nach der Arbeit bzw. dem Ferienhort loszufahren und am Sonntag zurück. Allerdings: An genau diesem Wochenende waren in der gesamten Bundesrepublik Sommerferien: In Niedersachsen gingen sie zu Ende, in Bayern fingen sie an, aber ausnahmslos alle Bundesländer hatten frei. Uff. Da wird eine Strecke von ca. 450 Autobahn-Kilometern unter Umständen zum echten Erlebnis.

Wir beschlossen also, mit der Bahn zu fahren. Meine Mutti hat eine Bahncard 50, ich habe eine Bahncard 25, Saskia fährt in dem Fall kostenlos (weil mit Eltern) und der beste Ehemann von allen fährt ebenfalls kostenlos als Begleitperson für Saskia – somit kostete uns das Ganze „nur“ schlappe 210 € plus 18 € für die Platzreservierung. Ein Schnäppchen ist das nicht gerade, finde ich. Wenn ich mir eine Familie ohne Schwerbehindertenausweis vorstelle, wo dann mindestens alle Erwachsenen bezahlen müssen, weiß ich, warum die Autobahnen so voll sind.

Das eigentliche Abenteuer begann dann am Bahnhof. Unser Zug stand zwar auf der großen elektronischen Anzeigetafel mit der richtigen Abfahrtszeit und dem Bahnsteig, der auch auf unseren Fahrkarten stand, am Bahnsteig selbst wurde allerdings ein anderer, verspäteter Zug angekündigt. Das änderte sich erst kurz vor der geplanten Abfahrt. Leider bekamen es offenbar nicht alle Menschen auf dem recht vollen Bahnsteig mit. Während wir also unsere reservierten Plätze einnahmen und auf dem Weg nach Göttingen waren, stiegen auch Menschen in den Zug, die eigentlich nach Greifswald wollten. Das fiel dann auch dem Zugbegleiter auf und so gab es eine Durchsage, dass dieser Zug außerplanmäßig in Lüneburg halte, um diese Fahrgäste wieder aussteigen zu lassen. Der Zug hielt also in Lüneburg, es stiegen ein paar Leute aus und auch ein paar andere Menschen ein. Ich fragte mich und meine Familie noch, ob die hier wohl richtig sind, da fuhr der Zug auch schon weiter. Kurze Zeit später gab es die nächste Ansage, dass der Zug außerplanmäßig in Uelzen halte, damit die fälschlicherweise in Lüneburg zugestiegenen Fahrgäste wieder aussteigen können. Man öffne diesmal aber nur eine einzige Tür, um weitere Verwirrung zu vermeiden und man werde nicht auch noch in Celle halten, wer also nach Uelzen oder Celle wolle, solle sich in Wagen 9 begeben und in Uelzen aussteigen.

Das schien dann geklappt zu haben, denn danach fuhr der Zug planmäßig (und nun leicht verspätet) weiter. Irgendwann kam die nächste Durchsage, dass in der ersten Klasse ein unbekanntes Gerät, das aussähe wie ein Generator auf einer Art Einkaufstrolley, im Weg stände und bitte entfernt werden solle. Etwa 10 Minuten später gab es die gleiche Ansage nochmal und wir spekulierten, ob man jetzt das verdächtige Gepäckstück sprengen oder vorsichtshalber lieber gleich den gesamten Wagen abhängen würde. Früher hätte man das störende Teil vermutlich einfach beiseite geschoben, inzwischen werden die Menschen aber doch etwas paranoid.

Wir kamen fast pünktlich in Göttingen an, wechselten den Bahnsteig und den Zug und fanden im Regionalzug nach Gotha dann auch das verdächtige Gepäckstück wieder. Diesmal stand es allerdings friedlich im Gang. Ich würde es ja eher für einen Computer als für einen Generator halten, aber beschwören kann ich das natürlich nicht.😉

Verdächtig

Der Rest der Reise war unspektakulär, wir verbrachten anderthalb schöne Tage in Gotha und machten uns dann auf die Rückreise. Auch diesmal durften wir in Göttingen umsteigen, hatten 25 Minuten Verspätung, kamen aber ohne besondere Vorkomnisse daheim an. Ob die junge Frau (ca. Mitte 20), die wir in Göttingen trafen und die uns erzählte, sie führe zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Bahn, allerdings an diesem Abend noch ihr Ziel erreicht hat, wage ich etwas zu bezweifeln. Nachdem wir ihr die Grundlagen (zum Beispiel wie sie ihren Wagen findet) erklärt und sie noch mit in die richtige Richtung zum Einsteigen genommen hatten, trennten sich unsere Wege – ihren Anschlusszug hat sie gemäß der Durchsage allerdings verpasst und ob die genannten Alternativen wirklich „Bahn-Anfänger-tauglich“ waren, weiß ich nicht.

Es ist eben immer wieder ein Erlebnis, oder – wie die Wise Guys sagen: „Thank you for Travelling with Deutsche Bahn!“

Über unseren Urlaub schreibe ich dann demnächst – wenn wir wieder zu Hause sind.

Sommerferien

Wieder ist ein Schuljahr zu Ende und Saskia hat Sommerferien. Wieder einmal fahren wir nicht direkt in den Urlaub, sondern arbeiten noch ein bisschen, während Saskia die Tage im Hort verbringt. In anderthalb Wochen fahren wir dann ein bisschen in den Urlaub, sind dann ein paar Tage gemeinsam daheim, bevor der beste Ehemann von allen wieder arbeiten darf und Saskia noch eine reichliche Woche mit der Lebenshilfe wegfährt.

Das Zeugnis sieht ganz gut aus – da es keine Zensuren oder überhaupt Bewertungen gibt, ist es immer schwer vergleichbar. Auch in der Schule hängt das Mitmachen vom persönlichen Interesse und der Tagesform ab. Zwingen (oder auch nur überreden) kann man Saskia nicht zu einer Aufgabe, die sie nicht machen möchte – dann macht sie völlig dicht. Das merken wir auch daheim. Wenn sie zu etwas Lust hat, kann sie durchaus ausdauernd sein (und dann auch mal in der Pause weiter arbeiten). Und vor ein paar Wochen erzählte sie mir, dass ihr Freund im Deutsch-Arbeitsheft schon eine Seite weiter sei als sie. Das war ihr eindeutig nicht recht😉 Mal sehen, wie das im neuen Schuljahr wird, wenn die neuen Mitschüler nochmal ganz andere Maßstäbe setzen. Bisher ist sie wohl diejenige, die in Deutsch am weitesten ist.

Mit dem Sprechen klappt es inzwischen in den meisten Situationen recht gut, manchmal flüstert sie nur, aber meist verkriecht sie sich zumindest nicht mehr komplett, wenn sie etwas gefragt wird. Das ist auf jeden Fall ein Fortschritt. Sport macht sie sehr gern, beim Schwimmunterricht macht sie auch gern mit, solange sie einfach planschen kann. Sobald aber Anforderungen gestellt werden, wird es sehr, sehr schwierig.

Mit den „0 Fehltagen“ wie im letzten Schuljahr hat es diesmal nicht ganz geklappt. 3 Tage war Saskia krank – was zum Glück immer noch relativ wenig ist.

Lesekönig
38 Bücher also. Das finde ich gar nicht sooo viel. Allerdings hat sie die überwiegend (oder sogar ausschließlich?) im ersten Schulhalbjahr ausgeliehen – in den vergangenen Monaten dafür gar keine. Warum auch immer. Dazu kommen natürlich viele, viele Bücher (und in letzter Zeit auch viele CDs) aus unserer Stadtbücherei. Das Problem dabei ist: Saskia liest die Bücher ja gar nicht (selbst), sondern lässt (vor-)lesen. Da relativiert sich das mit dem „Lesekönig“ dann schon, finde ich. Wir arbeiten dran.