Auf zum papierlosen Büro!

Wenn ich meinen Schreibtisch so ansehe (oder besser gesagt: die Papierberge, unter denen er verborgen sein dürfte), ist es bis zum papierlosen Büro noch ein ziemlich weiter Weg. Aber einen wesentlichen Schritt habe ich heute gemacht: Ich habe unsere Steuererklärung ausschließlich online abgegeben und angekreuzt, dass ich auch keine Dokumente nachreichen möchte. Das war so toll, dass mir mein Steuerprogramm spontan gratulierte:

Steuer

Die Frage, ob mir das Programm gefallen habe, halte ich allerdings für etwas schrägen Humor. Liebe Firma Buhl, ich mache seit 20 Jahren meine Steuererklärung mit dieser Software – Spaß macht es trotzdem nicht, aber das liegt weniger an der Software als an der Sache an sich. (Und dem eben nicht papierlosen Büro.)

Ansonsten hatten wir heute einen Termin beim Anwalt, der unseren Dachdeckern etwas Dampf machen soll, damit sie den Mist über unserem Kopf in Ordnung bringen. Und im Nachgang zu diesem Termin habe ich viele, viele Seiten Verträge und Rechnungen durchgesehen und versendet … zum Glück ebenfalls zur elektronisch.

Versetzt

Wenn einem die Dachdecker den seit Wochen geplanten Termin zur Dachöffnung per Mail am Vorabend um 18 Uhr (wegen Krankheit und Urlaub) absagen und nicht mal den Allerwertesten in der Hose haben, uns das auf irgendeiner unserer zahlreichen bekannten Telefonnummern persönlich (oder wenigstens per Anrufbeantworter) mitzuteilen, dann kann ich mir schon verschaukelt vorkommen, oder? Ich habe es am späteren Abend dann eher zufällig gelesen – zu spät, um dem Sachverständigen abzusagen, der auch mal einen Blick ins Dach werfen sollte. Tja.

Also warfen der beste Ehemann von allen und der Sachverständige ohne Dachdecker einen Blick unter die Dämmung und ich kann nur sagen: „Igitt, das ist wirklich eklig.“

Morgen führt uns der Weg dann zum Anwalt, was ich gern vermieden hätte, aber anscheinend geht es nicht anders. Die Dachdecker scheinen den Eindruck zu haben, sie können das aussitzen, denn bisher glauben sie ja ohnehin nicht, dass wir ein ernstes Problem haben.

Schwarze Suppe

Wasserschaden

Bevor morgen die Dachdecker kommen und das Dach aufreißen, um von oben reinzugucken, woher die Nässe kommt, hatten wir heute die Tischler zu Besuch, um einen Teil der Paneele an der Schlafzimmerdecke zu entfernen.

Unser Plan war, das möglichst mit wenig Schaden zu öffnen, die schadhafte Stelle zu suchen und zu finden und später die Decke wieder verschließen zu können. Im Moment sieht es so aus, als stünden wieder einmal größere Bauarbeiten an, denn die entfernten Paneele sehen nicht gut aus. Und der Geruch! Nicht schön.

Zunächst mal fielen mir heute morgen die Wellen an der Decke auf.

Wellen in der Decke

Die hatten wir bisher noch nicht entdeckt, aber nun, wo keine Lampe davor hängt, sah es sehr wellig aus. Dann entfernten die Tischler das erste Brett, dem man schon von unten die Feuchtigkeit ansah, von oben sah es auch nicht besser aus. Die Nachbarpaneele hatten teilweise schon leichte Schimmelanzeichen auf der Rückseite und der Geruch im Schlafzimmer ist derzeit selbst bei geöffnetem Fenster einfach „Bäh“.

Wasserfleck

Und auch die Befestigungshaken sahen aus, als hätten sie ein sehr feucht-fröhliches Leben an unserer Decke gehabt. Das sollte nach 2 Jahren unter einem frisch renovierten Dach nicht so sein.

Paneelbefestigung

Ich hab dann direkt mal den damaligen Bauleiter für morgen mit dazu gebeten und bin sehr gespannt, wie das alles weiter geht (wer das alles bezahlt, wann das wie repariert wird und überhaupt). Erstmal gehe ich dann wohl Umzugskartons packen. Und erwähnte ich schon, dass ich keinen Bock mehr auf diesen Mist habe?

Haus steht noch … und wir haben auch wieder Strom

Dienstag um 15 Uhr war der früheste Termin, an dem der Rollladen-Bauer Zeit hatte, um sich das Problem anzusehen. Na gut, den einen Tag würden wir nun auch noch ohne Spülmaschine und ohne funktionierende Steckdosen in der Küche durchhalten – immerhin haben wir da ja eine gewisse Übung.

Als ich kurz nach halb drei nach Hause kam, wurde ich schon erwartet. Der Rollladen-Bauer guckte sich alles an, verstand genau wie wir nicht, was das eigentlich los war, schloss schließlich die Rollläden an einen anderen Stromkreis an und stellte fest, dass sie problemlos funktionierten. Hmmm?! Und nun? Die Rollläden funktionierten, der Stromkreis jedoch funktionierte auch ohne die Rollläden nicht. Auch nicht nach Aus- und Wiedereinschalten der Sicherungen und FI-Schalter. Der Fi-Schalter reagierte auch nach wie vor nicht auf Drücken der Test-Taste und irgendetwas knisterte im Stromkasten, wenn man die Taste ein paar Mal drückte. Seltsam. Aber wohl doch eher ein Fall für den Elektriker, entschieden wir schließlich. Den rief ich dann noch im Beisein des Rollladen-Bauers an und bekam den Tipp, lieber die komplette Stromversorgung vom Netz zu nehmen. Okayyy… Ich schaltete also die Hauptsicherung aus, schickte den Rollladen-Bauer nach Hause und wartete auf den Elektriker-Notdienst.

Der erschien gegen 16:30 Uhr, hörte sich das Problem an und tauschte schließlich den FI-Schalter. Auch wenn der normalerweise nicht kaputt ginge. Strom wieder an und hier und da noch gemessen und zur Sicherheit noch geguckt, ob sich der FI-Schalter denn nun durch die Taste auslösen lässt. Ließ er nicht. Ähh.. Wie jetzt?

Verteilerkasten

Also nochmal gesucht und siehe da, das Problem lag eine Ebene weiter oben – vom FI-Schalter dort ging ein schwarzes Kabel nach unten zum betroffenen Stromkreis, der Neutralleiter. Und aus irgendeinem Grunde hatte der wohl Kontaktprobleme gehabt. Ergebnis:

FI-Schalter - verschmort

Autsch! Ich traue ja der Elektroinstallation in unserem Haus generell nicht (da liegt sehr Vieles im Argen), aber gerade die gesamte Küchenverkabelung und der Verteilerkasten im Keller sind ja im Herbst 2017 erst erneuert worden. Hier hatte ich daher wirklich nicht mit Problemen gerechnet.

Schließlich wurde der verschmorte FI-Schalter getauscht und der Strom wieder eingeschaltet. Nun funktionieren sowohl die Steckdosen als auch die Rollläden. Hurra! Die Heizung meldete einige Zeit einen Fehler, arbeitete aber zum Glück weiter, ich hoffe also, das war es jetzt erstmal mit Strom-Problemen. Nächste Woche geht es an die Erkundung unseres Dachschadens.

Das ist jetzt nicht wahr!

Als wir 2011 unsere Fenster und Türen erneuerten, wurden an der (nördlichen) Eingangsseite des Hauses auch die bis dahin manuell bedienbaren Rollläden durch elektrische ersetzt. Das war toll, allerdings war die Firma, die sie einbaute nicht so toll und hinterließ größere Flurschäden (wie Löcher in der Wand und heraushängende Kabel). Als wir später die anderen Rollläden erneuern ließen, nahmen wir unsere „Stamm-Rollladen-Bauer“, auch wenn das bedeutete, dass wir nun zwei verschiedene Systeme im Haus haben (Selve und Somfy – unsere Stamm-Firma verbaut nur Somfy). Nebenbei bemerkt finde ich die Somfy-Fernbedienung mit Zeitsteuerung unterirdisch vom Bedienkomfort – die ist so gar nicht intuitiv bedienbar und ich muss jedes Mal, wenn ich was umprogrammieren will (was man ja nicht täglich macht), erst nach der Bedienungsanleitung googeln.

Leider wurden die nördlichen Rollläden bei der Dämmung des Hauses 2015 kurzerhand mit „eingedämmt“ – sie stecken also zum Teil unter dem Dämmmaterial, was doof ist, wenn mal etwas damit ist. Irgendwann 2016 begann der obere Rollladen gelegentlich Zicken zu machen und erst auf mehrfachen Knopfdruck zu reagieren. Noch nicht so richtig schlimm, aber etwas nervig. Mitte 2017 war dann der Punkt erreicht, an dem es immer mehrere (und zum Teil sehr viele) Versuche brauchte, bis er sich bewegte. Wegen der Lage unter der Dämmung beschlossen wir, das Thema lieber nicht im Herbst/Winter anzugehen, denn wenn die Dämmung beschädigt würde und neu geklebt werden müsste, bräuchten wir 24 Stunden lang Temperaturen über 5°C. Wir parkten den Rollladen also in einer Position, mit der wir einigermaßen leben konnten: Etwa 3/4 geschlossen – das ist dunkel genug, um auch im Sommer schlafen zu können, wenn die Sonne am späten Abend noch weit ums Haus kommt und andererseits hell genug, um sich tagsüber zumindest im Raum orientieren zu können, ohne erst Licht zu machen und um bei geöffnetem Fenster etwas Frischluft zu bekommen. Im Frühjahr 2018 zickte dann auch der untere Rollladen immer wieder und da wir keine Lust auf eine Küche ohne Tageslicht hatten, nutzten wir ihn sicherheitshalber gar nicht mehr – auch nicht im Sinne des Erfinders.

Irgendwann fanden wir dann aber doch mal Zeit, das Thema in Angriff zu nehmen und so tauchten am Freitag Morgen um kurz nach 8 zwei Rollladen-Bauer auf, flexten die Kästen auf, tauschten die Rollladenmotoren und verschlossen alles wieder. Zweieinhalb Stunden später waren sie fertig und wir hatten funktionierende Rollläden. Hallejujah! Ich programmierte die Zeitsteuerung und sie fuhren am Abend brav nach unten … und am Samstag Morgen … leider nicht wieder nach oben. Beide! Stattdessen machten sie seltsame Geräusche, als würde sich der Motor drehen, aber es nicht schaffen, den Rollladen zu öffnen. Nach leichter „Perkussionswartung“ von außen am unteren Rollladen hatten wir dann zumindest in der Küche wieder Tageslicht. Im Schlafzimmer blieb es dunkel. Ach nöö!

Ich drückte noch eine Weile auf der Fernbedienung rum, aber erfolglos. Etwas später stellten wir fest, dass der Kühlschrank keinen Strom hatte. „Dann ist dann wohl ’ne Sicherung geflogen“, vermuteten wir. Allerdings war sowohl die Sicherung des Stromkreises, an dem die Küchensteckdosen und Überraschung! auch die Rollläden hängen, als auch der zugehörige FI-Schalter in eingeschalteter (also oberer) Position, Test mit dem Phasenprüfer ergab „Leuchten auf beiden Phasen“. WTF?! Wir entschieden uns dann, die Sicherungen erstmal auszuschalten, den Kühlschrank mit einem Verlängerungskabel aus der Essecke zu versorgen … und warten nun darauf, dass morgen Nachmittag die Rollladen-Bauer auftauchen und den Mist in Ordnung bringen. Wo auch immer das genaue Problem liegt. Wenn es ein Kurzschluss ist, sollte eigentlich eine Sicherung oder der FI auslösen. Und wieso liegt auf beiden Steckdosen-Phasen Spannung an? Und wieso kann ich den FI-Schalter nicht mal mit seinem Test-Knopf ausschalten? Fragen über Fragen. (Genau dieser Stromkreis wurde übrigens gerade erst komplett erneuert, als die Küche renoviert wurde.)

Der beste Ehemann von allen ist inzwischen noch genervter als ich und allmählich überlegen wir, ob wir das Haus nicht einfach abreißen und neu bauen sollten. Es macht echt keinen Spaß mehr.

Ist die Schule eigentlich die richtige für Saskia?

Egal, ob hier in den Kommentaren, in Foren oder auch im realen (Offline-)Leben: Die Frage nach der Schule wird mir ziemlich häufig gestellt. Ist Saskia eigentlich richtig in der Schule? Habt ihr schon mal über eine andere Schule nachgedacht? Gäbe es da nicht andere Möglichkeiten?
Tja. Ich kann dazu nur ganz klar sagen: Jein.
Saskia besucht derzeit die 6. Klasse einer Körperbehindertenschule (bzw. „Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung“, wie es offiziell heißt). Allerdings sind die Schüler an dieser Schule nicht einfach „nur“ körperlich behindert. Denn ein Kind, das „nur“ motorische Einschränkungen hat (egal, ob es nun auf den Rollstuhl angewiesen ist oder andere körperliche Einschränkungen hat), das aber geistig altersgerecht entwickelt ist, wird höchstwahrscheinlich integrativ an einer Regelschule beschult. Um auf die Förderschule zu gehen, kommt also noch irgendein anderes Problem dazu, das mindestens zu einer Lernbehinderung führt.
In Saskias Schule ist (geschätzt) etwa die Hälfte der SchülerInnen sichtbar körperlich behindert, sitzt im Rollstuhl, läuft mit Rollator, trägt Orthesen, wird beatmet usw. Anderen SchülerInnen sieht man die Behinderung nicht sofort an – wir wissen von Kindern mit Autismus, mit Epilepsie, ehemaligen Frühchen, Kindern mit irgendeinem Gendefekt, der sie die Welt anders wahrnehmen lässt, Kindern mit Tumoren … das Spektrum ist sehr breit. Es gibt Flüchtlingskinder und Kinder, die einfach möglichst kleine Klassen brauchen, um den Schultag zu verkraften.
Als wir Saskia in dieser Schule anmeldeten, war sie auf den Rollstuhl angewiesen, hatte täglich massenhaft epileptische Anfälle und nahm ihre Umgebung kaum wahr. Damals gab es keine sinnvolle andere Wahl. Integrative Beschulung ist unserer Meinung nach sinnlos, wenn die Einschränkungen so extrem sind, dass man das Kind schlicht nicht integrieren kann. Wie hätte das denn praktisch aussehen sollen?
Inzwischen ist Saskia körperlich fit, sechs Jahre mit tausenden Anfällen haben aber Spuren hinterlassen, die auch nach fünf Jahren Anfallsfreiheit deutlich sichtbar sind. Saskia kann inzwischen lesen … Ob sie den gelesenen Text wirklich versteht, ist nicht immer klar. Bei einfachen Texten klappt es, werden die Texte länger oder komplizierter, bezweifle ich es. (Mit Sicherheit sagen kann ich es nicht, denn Saskia fragt normalerweise nicht nach, wenn sie etwas nicht verstanden hat und beantwortet Fragen meinerseits dann auch gern mal mit Schulterzucken oder Wegsehen.) Mathematik beschränkt sich auf „Plus- und Minusaufgaben“ im (immerhin inzwischen) 100er-Zahlenraum. Englisch auf ein paar Vokabeln wie „Hello“, „Good morning“, ein paar Zahlen und Farben (alles nur mündlich, hier wird weder gelesen noch geschrieben). Andere Fächer? Keine Ahnung!
Welche Schule wäre also die richtige für sie? Eingangsstufe der Grundschule würde inhaltlich passen, altersmäßig allerdings nicht. 6. Klasse einer weiterführenden Regelschule? Ganz sicher nicht. Davon sind wir meilenweit entfernt.
Bliebe eine andere Förderschule. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ wurden im Zuge der Inklusion abgeschafft. Förderschule „Geistige Entwicklung“ fand ich schon vor sechs Jahren falsch und finde ich heute noch unpassender. Förderschulen „für Sehbehinderte und Blinde“ und „für Hörgeschädigte“ scheiden aus naheliegenden Gründen aus.
Insofern: Auch wenn Saskias Schule vielleicht nicht optimal ist, sehen wir derzeit keine Alternative.

Wochenendprogramm

Immer, wenn ich mit Saskia auf dem Weg zur Oma an der Feuerwehr vorbei komme, diskutieren wir darüber, wieviele Fahrzeuge da gut sichtbar in der recht neuen Garage stehen (und für eine Kleinstadt sind es eine ganze Menge, finde ich) und was das (außer dem ganz eindeutig erkennbaren Drehleiterfahrzeug) denn so für Fahrzeuge seien. Tja. Bei einigen kann man das ungefähr vermuten, andere sind nicht genau erkennbar, aber ich versprach Saskia, dass wir hingehen und nachfragen würden, wenn die Feuerwehr mal wieder einen Tag der offenen Tür veranstalten würde. Das dauerte zwar länger als erwartet, aber heute war es endlich so weit und neben einer Hüpfburg in Feuerwehrform konnten sämtliche Fahrzeuge angesehen, angefasst und beklettert werden.

Ich weiß nun, dass unsere Feuerwehr auch für Chemieunfälle ausgerüstet ist, man Anzüge für Temperaturen bis 1000 °C dabei hat, ein vollausgestattetes Feuerwehrauto ca. 15 Tonnen wiegt und im Lager mehrere Kilometer Feuerwehrschläuche fein säuberlich im Regal auf ihren Einsatz warten. Und dass es eine Menge Feuerwehrleute gibt.

Hydraulikschere

Die harmlos aussehende Hydraulikschere erwies sich als überraschend schwer. Allerdings zerschnitt sie das Fahrrad dann ohne großen Kraftaufwand (abgesehen vom Heben), wie der beste Ehemann von allen gleich probieren durfte.

Ehemann im Einsatz

Der Spezialhelm für die hohen Temperaturen und die zugehörigen Handschuhe waren zwar vergleichsweise leicht, aber von der Bewegungsfreiheit fühlte ich mich an die Spiele bei früheren Kindergeburtstagen erinnert, bei denen man nach Würfeln einer 6 schnell Mütze, Schal und Handschuhe anziehen musste und dann mit Hilfe von Messer und Gabel versuchte, eine Tafel Schokolade aufzuschneiden, bevor der nächste eine 6 würfelte. 😉 Ich möchte nicht wirklich in solch einem Anzug arbeiten müssen.

Ungewohnt

Nach einem kurzen Zwischenstop daheim brachte der beste Ehemann von allen Saskia zum Kindergeburtstag eines Schulfreundes und ich machte mich auf den Weg zum Nähkurs. Nachdem ich vorige Woche durch Zufall festgestellt hatte, dass das kleine Handarbeitsgeschäft im Ort gar nicht mehr so klein ist wie vor ein paar Jahren und inzwischen nicht nur Wolle, sondern auch jede Menge Stoffe und Nähzubehör anbietet und ab und zu auch Nähkurse anbietet, hatte ich mich recht spontan für einen 2-Tages-Kurs (Freitag Abend und Samstag Nachmittag) angemeldet. „Kinderkleidung aus Jersey“ stand auf dem Programm und da ich vor Jersey (und anderen dehnbaren Stoffen) immer ziemlichen Respekt habe, war ich sehr gespannt, wie ich klarkommen würde.

Nachdem wir gestern Abend nur die Stoffauswahl, Ausschneiden des Schnittmusters und Zuschnitt der Einzelteile schafften, saß ich dann heute erstmals an einer Overlock-Maschine, um den ganzen Spaß zusammen zu nähen. Ich muss schon sagen, das spart doch einiges an Zeit und das Ergebnis sieht deutlich besser aus als erwartet. Okay – Kurven, Overlock und ich – da gäbe es noch Verbesserungspotential, aber die meisten Nähte waren recht gerade und da machte das Nähen viel Spaß. Lediglich das Einfassen erledigte ich zum Schluss an einer normalen Nähmaschine. Und auch hier war ich begeistert von so nettem Zubehör wie einem Schrägbandformer. Das Teil ist schon sehr genial und man hat hinterher einen schönen und gerade Abschluss.

Endspurt

Das Ergebnis gefällt mir und Saskia behielt es nach dem Anprobieren gleich an. (Ich bedaure nur, dass das Schnittmuster „Skaterkleid“ von „Klimperklein“) nur bis zur Größe 164 ging. Das Kleid passt, hätte aber auch gern noch eine Nummer größer sein dürfen.

Unikat

Falls sich irgendwann nach den Sommerferien nochmal ein Kurs findet, der zeitlich und inhaltlich passt, versuche ich es vielleicht nochmal.