Sei vorsichtig mit deinen Wünschen …

… sie könnten in Erfüllung gehen.

Seit Jahren wünscht Saskia sich, mit uns Skifahren zu gehen. Woher dieser Wunsch kommt, ist nicht ganz klar (wahrscheinlich zu oft „Conni fährt Ski“ oder ähnliches gelesen), denn eigentlich kennt sie Schnee und insbesondere Skifahrtauglichen Schnee nur vom Hörensagen. Hierzulande kennt man ja eher Nieselpieselregen – im Winter auch mal mit Schneeregen gemischt (aber das ist schon selten) oder des Nachts mal mit „überfrierender Nässe“ und dem daran gekoppelten Chaos. Aber ich schweife ab.

Saskia lag uns jedenfalls in den Ohren, sie wolle Ski fahren. Vor knapp zwei Jahren war sie dann auf einer Ski-Freizeit der örtlichen Körperbehindertenschulen (worüber ich irritierenderweise gar keinen Blogbeitrag finde). Sie hatte Spaß dabei, war aber gleichzeitig enttäuscht, weil es dort ja keine echten Skier für sie gab, sondern die – auch für Rollifahrer geeignete – Monoski-Variante. Okay, dann versuchen wir es eben mal mit dem Skifahren – nur wann und vor allem wo? Die Orte, die mit sinnvollem Aufwand erreichbar sind, sind nicht schneesicher – schon gar nicht Anfang März, wenn Saskia Ferien hat. Und einen riesigen Aufwand betreiben und fast 1000 km fahren, um dann festzustellen, dass es womöglich gar nicht klappt mit dem Ski fahren, ist ja auch doof.

Und davon, dass es klappt, war ich nicht wirklich überzeugt. Schließlich braucht man zum Skifahren ja nicht nur Schnee und die richtige Ausrüstung, sondern auch ein bisschen Übung. Und genau das ist leider gar nicht Saskias starke Seite. Sie geht davon aus, dass sie alles auf Anhieb kann. Wenn das nicht der Fall ist, ist sie aber auch nicht bereit, mal zu probieren und zu üben. Und wir Eltern sind nun auch nicht gerade die perfekten Skifahrer. Ich habe Verwandtschaft in Thüringen und als Kind bin ich durchaus mit einiger Begeisterung in den Winterferien Ski gefahren. Allerdings war das damals auch irgendwie unkomplizierter: Normale, stabile Stiefel und ein paar Skier mit Seilzugbindung … und schon gings los, über Berg und Tal, übers Feld und durch den Garten oder auch mal den Schieferbruch runter. Im Erwachsenenalter habe ich nur ein einziges Mal auf Skiern gestanden und das ist 20 Jahre her. In Erinnerung ist mir, dass ich die neumodischen Ski-Stiefel furchtbar fand und überhaupt nicht klar kam. Danach gab es dann keine weiteren Versuche.

Im Moment hat Saskia ja noch Weihnachtsferien und wir überlegten wieder einmal, wie wir ihr denn den Wunsch Ski zu fahren erfüllen könnten. Letztlich fiel mir dann doch eine schneesichere Variante in der Nähe ein: Eine Indoor-Skihalle. Ja, ja, das ist beinahe Blasphemie, das ist mir schon klar. Aber auf diese Weise könnten wir mit relativ geringem Aufwand ausprobieren, ob und wie das mit Saskia (und uns) und dem Ski fahren überhaupt funktioniert. Wir suchten uns also einige Sachen zusammen und machten uns auf den Weg in den Schnee.

Beim Ausleihen der erforderlichen Ausrüstung stellte ich mal wieder fest, dass meine Beine nicht nur generell stiefelinkompatibel sind, sondern Skistiefel noch mal eine ganz spezielle Nummer sind. Die ersten passten gar nicht, die nächsten gingen mit Ach und Krach einigermaßen zu, nachdem ich von Jeans auf Skihosen gewechselt war und die nächsten (die dann eine Nummer größer waren), gingen zwar zu, quetschten mir aber die Schienbeine so fies, dass mir an dieser Stelle schon der Spaß verging. Diese seltsam nach vorn geneigte Beinstellung (die offenbar so sein soll), trägt auch nicht gerade zur Bequemlichkeit bei, finde ich. (Ich will meine alten Skier mit Seilzug wieder!) Es dauerte fast eine Stunde, bis wir endlich in einigermaßen passenden Schuhen steckten und zur Ausgabe der Skier humpeln konnten. Saskia war ebenfalls nicht besonders begeistert vom Komfort ihrer Schuhe und dem besten Ehemann von allen verging vermutlich allein durch unser Gejammer allmählich auch die gute Laune. Aber nun waren wir hier – nun würden wir das auch durchziehen.

Das erste Mal auf Skiern

Saskia fand allerdings schon das Geradeauslaufen mit Skiern so anstrengend, dass sie sich entweder sofort hinsetzen oder zum Lift wollte. Das hätte allerdings bedeutet, dass wir dann einen relativ steilen Hang wieder runter fahren müssten – und dazu war realistisch betrachtet keiner von uns in der Lage. Also erstmal zum Anfängerhügel. Hier gab es keinen Lift, also kletterten wir mühsam den flachen Anstieg nach oben. Begeisterung sieht aber irgendwie anders aus.

Wer runter will, muss erstmal hoch ... mit Skiern

Recht schnell kam der Ruf nach Essen und Trinken und wir verließen die Halle erstmal wieder. Und nun? Wagen wir nach der Stärkung eine zweite Runde? So richtig Lust hatte keiner dazu und irgendwie graute uns auch davor, wieder in die schweren harten Stiefel steigen zu müssen. Also guckten wir uns noch eine Weile um und liehen uns schließlich einen Tubing-Reifen aus. Mit dem musste man zwar auch erstmal nach oben …

... oder auch mit Tubing-Reifen

… aber die Abfahrt war deutlich lustiger als unsere Versuche auf Skiern, so dass der Ausflug dann doch noch ein gutes Ende hatte.

Lustiger Ausklang

Eine Dreiviertelstunde später waren wir daheim mit dem Fazit: Winterurlaub können wir gern machen, Skifahren muss aber vorläufig nicht (wieder) sein.

Jahresrückblick 2017

Das Jahr ist beinahe zu Ende und damit ist mal wieder Zeit für einen kleinen Rückblick.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Es fing gut an – mit tollen Erlebnissen wie Curaçao im März und bis zum Sommer war es wirklich gut. Auch die Küchenrenovierung lief besser als gedacht, die Fliesenleger waren schnell, die Fliesen gefallen mir, die leuchtend grün-türkise Wand in der Essecke war zwar gewöhnungsbedürftig, inzwischen gefällt sie uns aber ziemlich gut.
Ab September war dann allerdings der Wurm drin – der neue Tagesablauf, der mir buchstäblich in den Knochen steckt, die vielen Tage, die für Küchenmontage-Nacharbeiten drauf gingen und gefühlt überhaupt keine eigene Zeit mehr, lassen mich momentan ziemlich auf dem Zahnfleisch gehen.
Insgesamt also zwischen 6 und 7, würde ich sagen: 6,5

Zugenommen oder abgenommen?

Im Frühjahr und bis zum Sommerurlaub abgenommen, dann gehalten, dann stressbedingt weiter gehalten mit leichter Tendenz nach oben. Über Weihnachten dann nochmal sagenhafte 2,5kg drauf! – Das hab ich auch noch nie geschafft. 😦
Insgesamt etwas abgenommen – es ist trotzdem zu viel.

Haare länger oder kürzer?

Etwa gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch.

Mehr Kohle oder weniger?

Die Gewerkschaft hat sagenhafte 2,1% mehr Gehalt ausgehandelt. Also mehr 😉

Mehr ausgegeben oder weniger?

Curaçao, neue Fliesen, Maler und Küche … ist eine ganze Menge. Aber trotzdem vermutlich weniger als 2016. Zumal die Küche noch nicht bezahlt ist.

Mehr bewegt oder weniger?

Ich habe versucht, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, denn mit dem Sport und mir ist es ja (abgesehen vom Square Dance) so eine Sache – das klappt einfach zu selten und zu unregelmäßig. Das mit der Bewegung im Alltag klappt zumindest einigermaßen und ist auf jeden Fall ausbaufähig. In den vergangenen 2-3 Wochen habe ich mich meine 10.000 Schritte öfter mal nicht erreicht und das nervt mich. Im Durchschnitt liege ich aber darüber.

Die teuerste Anschaffung?

Eine neue Küche. Die noch nicht bezahlt ist – aus Gründen.

Die meiste Zeit verbracht mit?

Saskia und dem besten Ehemann von allen. Und leider zu wenig Zeit mit Freunden – da besteht Änderungsbedarf.

Vorherrschendes Gefühl 2017?

Uff. Reicht jetzt langsam. Ich bin urlaubsreif.

2017 nach langer Zeit wieder getan?

Lange Zeit ist ja relativ.
Nach 2,5 Jahren wieder mit der Familie auf Curaçao gewesen und mit Delfinen geschwommen.
Nach 20 Jahren wieder mal eine Küche geplant und gekauft.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Die Magen-Darm-Geschichte, die mich im Sommer für einen Tag völlig umgehauen hat.
Das Theater mit der Küche.
Die neuen Schulzeiten.

Lieblingsblogs des Jahres?

Seit Jahren und immer noch: Suomalainen Päiväkirja – Karens finnisches Tagebuch

Ebenfalls seit Jahren:
Gut gebrüllt und
Elisabeth mit Robert
Frau … ähh … Mutti macht leider gerade eine längere Blogpause. Ich hoffe, sie kommt (bald) zurück. Instagram ist einfach nicht das Gleiche!
Rabensalat – Frau Rabes Jahr war noch viel anstrengender als meins. Ich wünsche ihr sehr, dass sich der Stress gelohnt hat. Alles Gute für die Verteidigung und den hoffentlich bald gefundenen neuen Job!

Tanja mit Niklas
Oles Blog
Liebe Andrea, ich mache mir Sorgen und hoffe, dass 2018 besser wird als 2017. Krebs braucht wirklich kein Mensch – ab jetzt bitte nur noch „Ponyhof“.

Fazit:

2017 war anstrengender als erwartet. Etwas mehr Ruhe und Zeit für uns als Familie und für jeden Einzelnen wäre im neuen Jahr schön.

Fürs neue Jahr ist noch wenig geplant – große Reisen stehen 2018 eher nicht an. Bauarbeiten? Vielleicht. Treppenhaus und Windfang wären da noch. Eigentlich überschaubar, aber das habe ich beim Küchenkauf auch gedacht und dann hat es uns viel länger beschäftigt als gedacht.

Größter Wunsch fürs kommende Jahr?

Weiterhin gesund bleiben. Weiterhin ein anfallsfreies Kind und noch mehr Fortschritte in Saskias Entwicklung (und mehr Selbstvertrauen für sie). Mehr Zeit für uns. Mehr Zeit mit Freunden. Und endlich weniger Chaos im Haus.
Ach ja – der Weltfrieden wäre da natürlich auch noch.

Ich wünsche uns allen ein gesundes neues Jahr!

2011, 2012, 2013, 2014 ,2015, 2016

Alle Jahre wieder …

Auch in diesem Jahr war ich mit Saskia am Mittag in der Kirche zum Krippenspiel und Weihnachtsliedersingen und es war klar, dass es irgendwann Geschenke geben würde. Bei uns bringt die der Weihnachtsmann und auch wenn Saskia überzeugt war, dass er sie sicher in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember bringen würde, mussten wir ihr erklären, dass es ganz bestimmt nicht vor dem 24. Dezember nachmittags sein würde.

„Wir trinken mit der Oma Kaffee und essen Plätzchen (die Saskia und der beste Ehemann von allen nach dem Kirchbesuch noch gebacken hatten), dann gehen wir noch ein bisschen raus und dann kommt irgendwann auch der Weihnachtsmann.“

„Bestimmt kommt er, wenn wir gerade spazieren gehen.“ (Ja, seltsamerweise war das in den vergangenen Jahren immer der Fall. Warum eigentlich? 😉 )

Saskia hat dafür auch eine Erklärung: Die Wichtel gucken nach, wann die Menschen das Haus verlassen. Und wenn dann niemand zu Hause ist, sagen sie ganz schnell dem Weihnachtsmann Bescheid, damit er die Geschenke bringen kann, ohne gesehen zu werden. Denn zum einen ist er fotoscheu und zum anderen hat der Weihnachtsmann zu Heiligabend natürlich wahnsinnig viel zu tun, da kann er nicht noch mit allen plaudern.

In diesem Jahr stand allerdings kein Sack mit Geschenken unterm Baum – dafür gab es eine Karte:

Gruß vom Weihnachtsmann

Scherzkeks

und nach irritiertem Blick dann doch noch eine Menge Geschenke.

Geschenke

Hier kommt die Maus

Frohe Weihnachten allerseits!

Oh Tannenbaum

Kaputter Schlafrhythmus und die Folgen

Mit Beginn des aktuellen Schuljahres änderte sich für Saskia der Schulbeginn und damit für die ganze Familie der Tagesablauf. Statt 8:30 Uhr steht der Schulbus nun um 7:00 Uhr an der Straße, was bedeutet, dass um 5:20 Uhr der Wecker klingelt. Das mag für viele Menschen völlig normal sein – mir ist alles vor 6:00 Uhr eindeutig zu früh.

Die Folge ist, dass ich zwar morgens noch einigermaßen fit bin, aber ab Nachmittag einfach nichts mehr geht. Und das ist einfach nur belastend. Ich komme zu nichts – nicht zur Hausarbeit, nicht zum (dringend nötigen) Aufräumen und Kartons ausräumen, nicht an den Computer, um Mails zu beantworten oder auch nur zu lesen, Bilder zu sortieren oder auch Weihnachtsgeschenke vorzubereiten oder sonst etwas Konstruktives zu tun. Alles, wirklich alles bleibt liegen. Ich bin matschig und zu nichts zu gebrauchen und wenn Saskia (gegen 20:30 Uhr) im Bett ist, reicht es allerhöchstens noch für ein bisschen unmotiviertes Rumsurfen und Blogs lesen oder ’ne Stunde vorm Fernseher abhängen.

Ich habe in diesem Jahr so viele arbeitsfreie Tage gehabt wie noch nie in meinem Leben – Urlaub, Überstundenausgleich, Zusatz-Urlaub durch Gehaltsverzicht. Ich nehme zum allerersten Mal in meinem Arbeitsleben keinen einzigen Tag Resturlaub mit ins neue Jahr, man könnte also meinen, ich müsste ausreichend Erholung gehabt haben. Leider stimmt das nicht. Ich bin gerade völlig durch. Und am Wochenende, wenn ich denn mal ausschlafen könnte, bin ich um 4:00 Uhr wach und schlafe nicht wieder ein. Mein Schlafrhythmus ist gerade völlig im Eimer und ich weiß noch nicht, wann und wie ich aus dieser ganzen Misere wieder rauskomme.

Das Wichtigste ist vorbereitet

Meine Güte: Die Zeit rast dahin, ich bin immer noch nicht in unserem neuen Tagesrhythmus angekommen (und stelle fest, dass ich eindeutig eine Eule und keine Lerche bin). Das frühe Aufstehen (5:20 Uhr klingelt der Wecker) macht mich fertig, abends falle ich meist komatös ins Bett, sobald Saskia in ihrem Bett liegt und an den PC komme ich fast gar nicht mehr. Alles andere bleibt ohnehin liegen … gruselig.

Die Küchenmenschen erlauben sich hier eine Panne nach der anderen, ich warte immer noch darauf, dass endlich Guido Cantz mit der versteckten Kamera um die Ecke kommt und das Drama auflöst. Das kann alles gar nicht wahr sein, was hier schief geht. Aktuelles Beispiel von voriger Woche: Die Befestigungsprofile für die Nischenrückwände sind gebrochen, deshalb können die Rückwände nicht angebracht (und damit auch keine Steckdosen montiert) werden. Außerdem passen die nachbestellten (und extra für uns angefertigten) Oberschränke schon wieder nicht, weil zwar vorn unten 36 cm Platz sind, hinten oben aber nur 34,x cm. Ich bin dann am Telefon diese Woche ein paar Mal etwas lauter geworden und habe dem Kundendienst erklärt, dass ich diese Profifirma künftig all meinen Bekannten dringend empfehlen werde … und dass sie mir nicht einen (eher überschaubaren) Preisnachlass anbieten, sondern lieber endlich zu Potte kommen sollen. Morgens früh um 8 Uhr anrufen und mitteilen, dass die Profile kaputt sind und man eigentlich heute gar nicht kommen möchte, geht übrigens GAR NICHT. Mann! Die wissen das doch nicht erst 5 Minuten vorher. Hätten sie einen Tag vorher Bescheid gesagt, dass es Probleme gibt, hätte ich den Termin (und meinen Urlaub!) abgesagt. Ich wäre auch sauer gewesen, aber bei weitem nicht so sauer wie nach dieser Nummer. Und natürlich sollten die Monteure nun auch erscheinen – wenn ich schon meine allerletzten Urlaubstage sinnlos verschwende. Immerhin ist die zu kurze Arbeitsplatte endlich getauscht.

Da aber nicht nur das Jahr, sondern zunächst mal der November dem Ende entgegen geht, wurde es Zeit, wenigstens Minimalvorkehrungen für den kommenden Monat zu treffen. Zunächst wurde der Adventskalender aus der Kiste geholt und befüllt. Ich weiß gar nicht genau, wie lange ich den schon habe … auf dem Karton steht noch „Eduscho“ (und nicht Tchibo), er dürfte also seinen 20. Geburtstag bereits hinter sich haben, aber so lange er nicht komplett zerfällt, wird er wohl weiter benutzt werden.

Adventskalender

Und wenn ich schon bei Adventsvorbereitungen bin, kann ich ja wenigstens noch den Stern aufhängen. Nachdem Karen neulich schrieb, sie könne ihn in weniger als 15 Minuten zusammen bauen, musste ich doch direkt mal auf die Uhr gucken:

Herrnhuter Stern - BausatzHerrnhuter Stern - fertigJoo … passt 😉 (Ich hab neulich erstmals einen Plastikstern für Außen zusammen gebaut – das hat etwas länger gedauert, weil die kleinen Verbinder etwas widerborstig waren. Aber der Papierstern baut sich fast von selbst auf. Und ich bin immer wieder begeistert von der genialen kleinen Verpackung. Der Stern ist übrigens ungefähr so alt wie der Adventskalender.)

10 Minuten später hing er dann auch an seinem angestammten Platz – und ich muss bis Anfang Februar jetzt wieder daran denken, keine Wäsche durchs Treppenhaus nach unten zu werfen. 😉

Herrnhuter Stern - hängt!

Unsere neue Küche

Ich habe noch gar nicht über unsere neue Küche berichtet. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es sie noch nicht gibt. Jedenfalls nicht so wie geplant.

Aber von vorn: Im Mai besuchten wir ein großes Möbelhaus in unserer Nähe, um mal zu schauen, was es denn so für Möglichkeiten gibt, unsere in die Jahre gekommene Einbauküche durch ein aktuelles Modell zu ersetzen. Natürlich hatten wir vorher die Küche mal vermessen. Nun ist der Grundriss unseres Hauses nicht ganz unproblematisch: Die Küche ist etwa 3 Meter lang und an der breitesten Stelle 2,44m breit – an der schmalsten nur 1,75m. Das ist nicht sonderlich viel und der ganze Kram soll ja wieder irgendwo untergebracht werden. Irgendwann saßen wir dann mit einem Verkäufer zusammen und planten unsere neue Küche. Wie es in Küchenstudios und Möbelhäusern so üblich ist, schickte man uns Anfang Juni jemanden zum „Aufmaß“ vorbei.

Wir änderten anschließend noch den einen oder anderen Schrank, ich ließ mir sagen, dass meine Wünsche ja sozusagen „karierte Maiglöckchen“ wären (aber in einer ohnehin sehr kleinen Küche möchte ich nicht sinnlos Platz verschenken, nur weil der Verkäufer andere Vorstellungen hat als ich), irgendwann war alles fertig geplant, der Vertrag unterschrieben und aus der ursprünglich geplanten Lieferung Ende August / Anfang September ein „etwa Mitte September“ geworden. Nun ja, dann müssten wir also noch etwas länger mit unseren Provisorien leben, aber bis zum 15.9. hatte ich Urlaub, das würde also gerade noch passen. Immerhin hatten wir so genügend Zeit für die Renovierung des Raumes.

Wir fuhren in den Urlaub, räumten anschließend die alte Küche aus, ließen die Schränke ausbauen und dann kamen auch schon die Elektriker, die eine Menge Schmutz machten und viele neue Kabel verlegten und einen neuen Sicherungskasten installierten. Anschließend erschienen die Fliesenleger, machten nochmal Dreck und verlegten schöne neue Bodenfliesen und zu guter Letzt durften die Maler ran, um die Wände neu zu verputzen und teilweise zu tapezieren und zu streichen. All das klappte reibungslos und inzwischen haben wir uns auch schon an unsere neue Wandfarbe gewöhnt. (Auch wenn sie etwas kräftiger ist als erwartet.) 😉

Am 13. September sollte dann endlich die neue Küche eingebaut werden. Um 7:40 Uhr klingelte es an der Tür und kurze Zeit später wurden die ersten Schränke reingetragen. Ich wies den Chef-Monteur noch darauf hin, dass sie die Füße der Schränke bitte ganz reindrehen sollten, weil die Schränke samt Arbeitsplatte sonst nicht unters Fenster passen. Er guckte, zückte den Zollstock, maß den Abstand von Fenster zum Boden, drehte die Füße rein, maß die Schrankhöhe und meinte: „Das passt nicht.“ „Machen Sie mich nicht schwach“, sagte ich, „das muss passen.“ Es passte nicht. Leider ließen sich die Füße auch nicht kürzen, da man dann entweder das Gewinde absägte oder sie keinen Halt mehr hatten. Also neue Füße. Ob sie die (in ausreichender Menge) am Lager haben? Er wusste es nicht – schließlich hat da jeder Hersteller andere Modelle und so eine Küche hat viele, viele Füße. Eine gute Stunde und zahlreiche Telefonate später hatten wir ausreichend Füße in der richtigen Höhe. Puhh…

Leider war das noch nicht das letzte Problem. Nachdem einige Schränke aufstellt waren und die Arbeitsplatten angepasst werden sollten, stellte sich heraus, dass das Aufmaß völlig falsch war. Statt 2,44m Raumbreite waren im Plan nur 2,39m angegeben, statt 1,09m Fensterbreite nur 1,04m. Das Ende vom Lied: Die Arbeitsplatten haben die falsche Länge (und sind wirklich zu kurz, müssen also neu bestellt werden). Da die Oberschränke an den Unterschränken und den zu kurzen Arbeitsplatten ausgerichtet wurden, ist nun zu wenig Platz, um die vorhandenen Oberschränke anzubringen. Für Schränke mit 40cm Breite ist nur noch 36cm Platz. Nun haben wir die Wahl, entweder alles nochmal ab zu bauen und zu versetzen oder neue Schränke (mit 35cm Breite) zu bestellen. Leider tut sich im Moment aber absolut gar nichts – Möbelhaus und Kundendienst lassen uns hier am langen Arm verhungern.

Die Teile, die aufgebaut wurden, können wir nur sehr eingeschränkt benutzen: Die Wandverkleidung fehlt komplett, damit auch die Steckdosen (da gucken derzeit also die Kabel aus großen Löchern in der nackten Wand), die Arbeitsplatten enden irgendwo 5cm vor der Wand, die Dunstabzugshaube ist nicht angeschlossen, die Türen fehlen teilweise auch noch und in einigen der Oberschränke liegt das restliche, noch unverbaute Montagematerial. Ganz, ganz großes Kino, wirklich.

Immerhin sind Kühlschrank, Herd und Spüle (inkl. Geschirrspüler) nutzbar, wir haben aber weder richtige Mülleimer noch ausreichend Schränke für Geschirr und Lebensmittel. Die Monteure verkündeten schon Mitte September, sie seien bis Mitte November ausgebucht und auf Anrufe, Mails und Briefe reagiert derzeit keiner. Ich bin soooo sauer. Am meisten ärgert mich ja, dass meine ursprünglich angegebenen Maße korrekt waren und die Firma schlicht und ergreifend das Aufmaß völlig versaut hat und die falschen Maße dann eben für die Planung benutzt hat. Nützt mir aber auch nichts.

Irgendwann wurde uns ein Vor-Ort-Termin mit dem Kundendienstleiter angeboten – 2,5 Wochen in der Zukunft (was uns damals sehr lang erschien – inzwischen sind die fast rum). Wir sind allerdings nicht sicher, ob der Kundendienstleiter die richtige Person dafür ist, denn die Frage, wie wir jetzt vorgehen, ist ja eher technischer Natur. Und selbst wenn der Mensch Ende dieser Woche erscheinen sollte, passiert ja dann auch erstmal nichts. Der guckt ja nur, dann wird vielleicht irgendwann etwas bestellt und bis das dann hergestellt ist und da ist und eingebaut werden kann, haben wir wahrscheinlich 2018. Na Danke auch!

Der gehaltvollste Elternabend der letzten 5 Jahre

Wie in jedem Jahr sollte auch diesmal zu Beginn des neuen Schuljahres ein Elternabend stattfinden. Wobei „Beginn des Schuljahres“ schon relativ ist, wenn die Schule Ende August beginnt, der Elternabend aber für den 4. Oktober geplant wird. Immerhin noch knapp vor den Herbstferien. In diesem Schuljahr jedoch sagte die Schule den Elternabend kurzerhand ganz ab – beziehungsweise verschob ihn auf unbestimmte Zeit. Begründung: Es gibt niemanden, der nach dem Ende der Veranstaltung die Schule abschließen und gegen unbefugte Nutzung sichern kann. Ehrlich. (Warum weder LehrerInnen noch Schulleiter einen Schlüssel bedienen können, erschließt sich mir allerdings nicht.)

Dieser nicht in nächster Zeit stattfindende Elternabend ist (zumindest in unserer Klasse) der einzige Elternabend im Schuljahr, die Kommunikation ansonsten eher unterirdisch (siehe Montag) und da sich in diesem Schuljahr auch für die Kinder sehr viel geändert hat, da sie von der Unterstufe in die Mittelstufe gewechselt sind, viel mehr Selbstständigkeit erwartet wird, andere Fächer auf dem Stundenplan stehen, neue Kinder in die Klasse gekommen sind, neue Lehrer, neue Erzieher … war für uns klar: Das geht so nicht. Wir warten nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag, sondern treffen uns notfalls in irgendeiner Kneipe. Zum Glück ist die Mutter eines Mitschülers von Saskia ebenfalls Lehrerin und weiß noch dazu, wie man einen Schlüssel benutzt – sie lud uns kurzerhand in ihre Schule ein.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo wir ja (auf Elternseite) auch schon mal zu zweit zusammen saßen, waren diesmal von 9 Schülern die Eltern da (10 Schüler sind insgesamt in der Klasse). So eine gute Quote hatten wir nicht mal beim allerersten Elternabend zu Beginn der 1. Klasse. Der Vorteil diesmal war außerdem, dass wir nicht nur ein kleines Zeitfensterchen zur Verfügung hatten, weil eben nicht der Gesamtelternabend der Schule gleichzeitig stattfand und man nach 30 Minuten mit dem Klassenelternabend durch sein musste. So hatten wir reichlich Gelegenheit, viele viele Fragen zum neuen Ablauf zu stellen und tatsächlich auch beantwortet zu bekommen.

Interessant war, dass die Antworten fast ausschließlich vom neuen Mitglied des Klassenteams kamen und man bei dem Erzieher auch das Gefühl hatte, er weiß ziemlich genau, was er will und setzt es auch durch. Die Klassenlehrerin ist mir persönlich ja immer ein bisschen zu ruhig und eher unauffällig. Ich bin also sehr gespannt, wie sich das alles in Zukunft entwickelt.

Das Problem mit den Konferenztagen ist übrigens noch nicht abschließend gelöst. Am Montag wurde Saskia letztlich doch von ihrem Busunternehmen abgeholt – um 14 Uhr – als Einzeltransport. Das ist so aber keine Dauerlösung. Da die Schule der Meinung ist, sie können das nicht beeinflussen, das Busunternehmen der Meinung ist: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ und ich der Meinung bin, dass das so trotzdem nicht geht, bleibt mir wohl nur der Weg zum Landkreis als Träger der Schulbeförderung – oder eben das Selbstabholen.

Nebenbei bemerkt ist das Chaos bei den Bustransporten für die restlichen Kinder aus Saskias Klasse (die aus der großen Stadt kommen und mit anderen Busunternehmen befördert werden) wohl noch wesentlich schlimmer, erfuhr ich sowohl am Montag als ich in der Schule anrief als auch am Mittwoch beim Elternabend. Da werden schon mal Kinder vergessen oder der Bus fährt entgegen der Vereinbarung (ohne Kind) morgens früher ab (so dass das Kind dann an diesem Tag nicht zur Schule kam) oder der Fahrer übergibt das Kind nicht persönlich, sondern lässt es einfach aussteigen und fährt weiter, ohne sicher zu sein, ob jemand daheim ist … usw. usf. Aber man muss sich ja nicht am Schlimmeren orientieren.