Das Wichtigste ist vorbereitet

Meine Güte: Die Zeit rast dahin, ich bin immer noch nicht in unserem neuen Tagesrhythmus angekommen (und stelle fest, dass ich eindeutig eine Eule und keine Lerche bin). Das frühe Aufstehen (5:20 Uhr klingelt der Wecker) macht mich fertig, abends falle ich meist komatös ins Bett, sobald Saskia in ihrem Bett liegt und an den PC komme ich fast gar nicht mehr. Alles andere bleibt ohnehin liegen … gruselig.

Die Küchenmenschen erlauben sich hier eine Panne nach der anderen, ich warte immer noch darauf, dass endlich Guido Cantz mit der versteckten Kamera um die Ecke kommt und das Drama auflöst. Das kann alles gar nicht wahr sein, was hier schief geht. Aktuelles Beispiel von voriger Woche: Die Befestigungsprofile für die Nischenrückwände sind gebrochen, deshalb können die Rückwände nicht angebracht (und damit auch keine Steckdosen montiert) werden. Außerdem passen die nachbestellten (und extra für uns angefertigten) Oberschränke schon wieder nicht, weil zwar vorn unten 36 cm Platz sind, hinten oben aber nur 34,x cm. Ich bin dann am Telefon diese Woche ein paar Mal etwas lauter geworden und habe dem Kundendienst erklärt, dass ich diese Profifirma künftig all meinen Bekannten dringend empfehlen werde … und dass sie mir nicht einen (eher überschaubaren) Preisnachlass anbieten, sondern lieber endlich zu Potte kommen sollen. Morgens früh um 8 Uhr anrufen und mitteilen, dass die Profile kaputt sind und man eigentlich heute gar nicht kommen möchte, geht übrigens GAR NICHT. Mann! Die wissen das doch nicht erst 5 Minuten vorher. Hätten sie einen Tag vorher Bescheid gesagt, dass es Probleme gibt, hätte ich den Termin (und meinen Urlaub!) abgesagt. Ich wäre auch sauer gewesen, aber bei weitem nicht so sauer wie nach dieser Nummer. Und natürlich sollten die Monteure nun auch erscheinen – wenn ich schon meine allerletzten Urlaubstage sinnlos verschwende. Immerhin ist die zu kurze Arbeitsplatte endlich getauscht.

Da aber nicht nur das Jahr, sondern zunächst mal der November dem Ende entgegen geht, wurde es Zeit, wenigstens Minimalvorkehrungen für den kommenden Monat zu treffen. Zunächst wurde der Adventskalender aus der Kiste geholt und befüllt. Ich weiß gar nicht genau, wie lange ich den schon habe … auf dem Karton steht noch „Eduscho“ (und nicht Tchibo), er dürfte also seinen 20. Geburtstag bereits hinter sich haben, aber so lange er nicht komplett zerfällt, wird er wohl weiter benutzt werden.

Adventskalender

Und wenn ich schon bei Adventsvorbereitungen bin, kann ich ja wenigstens noch den Stern aufhängen. Nachdem Karen neulich schrieb, sie könne ihn in weniger als 15 Minuten zusammen bauen, musste ich doch direkt mal auf die Uhr gucken:

Herrnhuter Stern - BausatzHerrnhuter Stern - fertigJoo … passt 😉 (Ich hab neulich erstmals einen Plastikstern für Außen zusammen gebaut – das hat etwas länger gedauert, weil die kleinen Verbinder etwas widerborstig waren. Aber der Papierstern baut sich fast von selbst auf. Und ich bin immer wieder begeistert von der genialen kleinen Verpackung. Der Stern ist übrigens ungefähr so alt wie der Adventskalender.)

10 Minuten später hing er dann auch an seinem angestammten Platz – und ich muss bis Anfang Februar jetzt wieder daran denken, keine Wäsche durchs Treppenhaus nach unten zu werfen. 😉

Herrnhuter Stern - hängt!

Unsere neue Küche

Ich habe noch gar nicht über unsere neue Küche berichtet. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es sie noch nicht gibt. Jedenfalls nicht so wie geplant.

Aber von vorn: Im Mai besuchten wir ein großes Möbelhaus in unserer Nähe, um mal zu schauen, was es denn so für Möglichkeiten gibt, unsere in die Jahre gekommene Einbauküche durch ein aktuelles Modell zu ersetzen. Natürlich hatten wir vorher die Küche mal vermessen. Nun ist der Grundriss unseres Hauses nicht ganz unproblematisch: Die Küche ist etwa 3 Meter lang und an der breitesten Stelle 2,44m breit – an der schmalsten nur 1,75m. Das ist nicht sonderlich viel und der ganze Kram soll ja wieder irgendwo untergebracht werden. Irgendwann saßen wir dann mit einem Verkäufer zusammen und planten unsere neue Küche. Wie es in Küchenstudios und Möbelhäusern so üblich ist, schickte man uns Anfang Juni jemanden zum „Aufmaß“ vorbei.

Wir änderten anschließend noch den einen oder anderen Schrank, ich ließ mir sagen, dass meine Wünsche ja sozusagen „karierte Maiglöckchen“ wären (aber in einer ohnehin sehr kleinen Küche möchte ich nicht sinnlos Platz verschenken, nur weil der Verkäufer andere Vorstellungen hat als ich), irgendwann war alles fertig geplant, der Vertrag unterschrieben und aus der ursprünglich geplanten Lieferung Ende August / Anfang September ein „etwa Mitte September“ geworden. Nun ja, dann müssten wir also noch etwas länger mit unseren Provisorien leben, aber bis zum 15.9. hatte ich Urlaub, das würde also gerade noch passen. Immerhin hatten wir so genügend Zeit für die Renovierung des Raumes.

Wir fuhren in den Urlaub, räumten anschließend die alte Küche aus, ließen die Schränke ausbauen und dann kamen auch schon die Elektriker, die eine Menge Schmutz machten und viele neue Kabel verlegten und einen neuen Sicherungskasten installierten. Anschließend erschienen die Fliesenleger, machten nochmal Dreck und verlegten schöne neue Bodenfliesen und zu guter Letzt durften die Maler ran, um die Wände neu zu verputzen und teilweise zu tapezieren und zu streichen. All das klappte reibungslos und inzwischen haben wir uns auch schon an unsere neue Wandfarbe gewöhnt. (Auch wenn sie etwas kräftiger ist als erwartet.) 😉

Am 13. September sollte dann endlich die neue Küche eingebaut werden. Um 7:40 Uhr klingelte es an der Tür und kurze Zeit später wurden die ersten Schränke reingetragen. Ich wies den Chef-Monteur noch darauf hin, dass sie die Füße der Schränke bitte ganz reindrehen sollten, weil die Schränke samt Arbeitsplatte sonst nicht unters Fenster passen. Er guckte, zückte den Zollstock, maß den Abstand von Fenster zum Boden, drehte die Füße rein, maß die Schrankhöhe und meinte: „Das passt nicht.“ „Machen Sie mich nicht schwach“, sagte ich, „das muss passen.“ Es passte nicht. Leider ließen sich die Füße auch nicht kürzen, da man dann entweder das Gewinde absägte oder sie keinen Halt mehr hatten. Also neue Füße. Ob sie die (in ausreichender Menge) am Lager haben? Er wusste es nicht – schließlich hat da jeder Hersteller andere Modelle und so eine Küche hat viele, viele Füße. Eine gute Stunde und zahlreiche Telefonate später hatten wir ausreichend Füße in der richtigen Höhe. Puhh…

Leider war das noch nicht das letzte Problem. Nachdem einige Schränke aufstellt waren und die Arbeitsplatten angepasst werden sollten, stellte sich heraus, dass das Aufmaß völlig falsch war. Statt 2,44m Raumbreite waren im Plan nur 2,39m angegeben, statt 1,09m Fensterbreite nur 1,04m. Das Ende vom Lied: Die Arbeitsplatten haben die falsche Länge (und sind wirklich zu kurz, müssen also neu bestellt werden). Da die Oberschränke an den Unterschränken und den zu kurzen Arbeitsplatten ausgerichtet wurden, ist nun zu wenig Platz, um die vorhandenen Oberschränke anzubringen. Für Schränke mit 40cm Breite ist nur noch 36cm Platz. Nun haben wir die Wahl, entweder alles nochmal ab zu bauen und zu versetzen oder neue Schränke (mit 35cm Breite) zu bestellen. Leider tut sich im Moment aber absolut gar nichts – Möbelhaus und Kundendienst lassen uns hier am langen Arm verhungern.

Die Teile, die aufgebaut wurden, können wir nur sehr eingeschränkt benutzen: Die Wandverkleidung fehlt komplett, damit auch die Steckdosen (da gucken derzeit also die Kabel aus großen Löchern in der nackten Wand), die Arbeitsplatten enden irgendwo 5cm vor der Wand, die Dunstabzugshaube ist nicht angeschlossen, die Türen fehlen teilweise auch noch und in einigen der Oberschränke liegt das restliche, noch unverbaute Montagematerial. Ganz, ganz großes Kino, wirklich.

Immerhin sind Kühlschrank, Herd und Spüle (inkl. Geschirrspüler) nutzbar, wir haben aber weder richtige Mülleimer noch ausreichend Schränke für Geschirr und Lebensmittel. Die Monteure verkündeten schon Mitte September, sie seien bis Mitte November ausgebucht und auf Anrufe, Mails und Briefe reagiert derzeit keiner. Ich bin soooo sauer. Am meisten ärgert mich ja, dass meine ursprünglich angegebenen Maße korrekt waren und die Firma schlicht und ergreifend das Aufmaß völlig versaut hat und die falschen Maße dann eben für die Planung benutzt hat. Nützt mir aber auch nichts.

Irgendwann wurde uns ein Vor-Ort-Termin mit dem Kundendienstleiter angeboten – 2,5 Wochen in der Zukunft (was uns damals sehr lang erschien – inzwischen sind die fast rum). Wir sind allerdings nicht sicher, ob der Kundendienstleiter die richtige Person dafür ist, denn die Frage, wie wir jetzt vorgehen, ist ja eher technischer Natur. Und selbst wenn der Mensch Ende dieser Woche erscheinen sollte, passiert ja dann auch erstmal nichts. Der guckt ja nur, dann wird vielleicht irgendwann etwas bestellt und bis das dann hergestellt ist und da ist und eingebaut werden kann, haben wir wahrscheinlich 2018. Na Danke auch!

Der gehaltvollste Elternabend der letzten 5 Jahre

Wie in jedem Jahr sollte auch diesmal zu Beginn des neuen Schuljahres ein Elternabend stattfinden. Wobei „Beginn des Schuljahres“ schon relativ ist, wenn die Schule Ende August beginnt, der Elternabend aber für den 4. Oktober geplant wird. Immerhin noch knapp vor den Herbstferien. In diesem Schuljahr jedoch sagte die Schule den Elternabend kurzerhand ganz ab – beziehungsweise verschob ihn auf unbestimmte Zeit. Begründung: Es gibt niemanden, der nach dem Ende der Veranstaltung die Schule abschließen und gegen unbefugte Nutzung sichern kann. Ehrlich. (Warum weder LehrerInnen noch Schulleiter einen Schlüssel bedienen können, erschließt sich mir allerdings nicht.)

Dieser nicht in nächster Zeit stattfindende Elternabend ist (zumindest in unserer Klasse) der einzige Elternabend im Schuljahr, die Kommunikation ansonsten eher unterirdisch (siehe Montag) und da sich in diesem Schuljahr auch für die Kinder sehr viel geändert hat, da sie von der Unterstufe in die Mittelstufe gewechselt sind, viel mehr Selbstständigkeit erwartet wird, andere Fächer auf dem Stundenplan stehen, neue Kinder in die Klasse gekommen sind, neue Lehrer, neue Erzieher … war für uns klar: Das geht so nicht. Wir warten nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag, sondern treffen uns notfalls in irgendeiner Kneipe. Zum Glück ist die Mutter eines Mitschülers von Saskia ebenfalls Lehrerin und weiß noch dazu, wie man einen Schlüssel benutzt – sie lud uns kurzerhand in ihre Schule ein.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo wir ja (auf Elternseite) auch schon mal zu zweit zusammen saßen, waren diesmal von 9 Schülern die Eltern da (10 Schüler sind insgesamt in der Klasse). So eine gute Quote hatten wir nicht mal beim allerersten Elternabend zu Beginn der 1. Klasse. Der Vorteil diesmal war außerdem, dass wir nicht nur ein kleines Zeitfensterchen zur Verfügung hatten, weil eben nicht der Gesamtelternabend der Schule gleichzeitig stattfand und man nach 30 Minuten mit dem Klassenelternabend durch sein musste. So hatten wir reichlich Gelegenheit, viele viele Fragen zum neuen Ablauf zu stellen und tatsächlich auch beantwortet zu bekommen.

Interessant war, dass die Antworten fast ausschließlich vom neuen Mitglied des Klassenteams kamen und man bei dem Erzieher auch das Gefühl hatte, er weiß ziemlich genau, was er will und setzt es auch durch. Die Klassenlehrerin ist mir persönlich ja immer ein bisschen zu ruhig und eher unauffällig. Ich bin also sehr gespannt, wie sich das alles in Zukunft entwickelt.

Das Problem mit den Konferenztagen ist übrigens noch nicht abschließend gelöst. Am Montag wurde Saskia letztlich doch von ihrem Busunternehmen abgeholt – um 14 Uhr – als Einzeltransport. Das ist so aber keine Dauerlösung. Da die Schule der Meinung ist, sie können das nicht beeinflussen, das Busunternehmen der Meinung ist: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ und ich der Meinung bin, dass das so trotzdem nicht geht, bleibt mir wohl nur der Weg zum Landkreis als Träger der Schulbeförderung – oder eben das Selbstabholen.

Nebenbei bemerkt ist das Chaos bei den Bustransporten für die restlichen Kinder aus Saskias Klasse (die aus der großen Stadt kommen und mit anderen Busunternehmen befördert werden) wohl noch wesentlich schlimmer, erfuhr ich sowohl am Montag als ich in der Schule anrief als auch am Mittwoch beim Elternabend. Da werden schon mal Kinder vergessen oder der Bus fährt entgegen der Vereinbarung (ohne Kind) morgens früher ab (so dass das Kind dann an diesem Tag nicht zur Schule kam) oder der Fahrer übergibt das Kind nicht persönlich, sondern lässt es einfach aussteigen und fährt weiter, ohne sicher zu sein, ob jemand daheim ist … usw. usf. Aber man muss sich ja nicht am Schlimmeren orientieren.

Montag – 7 Uhr und schon auf 180

Einmal im Monat gibt es an Saskias Schule eine Mitarbeiterkonferenz. Alle LehrerInnen, BetreuerInnen und TherapeutInnen sitzen zusammen – die SchülerInnen haben an diesen Tagen am Nachmittag frei. Eine Betreuung gibt es nicht. Bisher bedeutete das, dass Saskia statt 16 Uhr um 12:45 Uhr Schulschluss hatte (und gegen 13:15 Uhr ohne Mittagessen daheim war). Da sie morgens um 8:30 Uhr abgeholt wurde und ich einen einfachen Arbeitsweg von einer Stunde habe, bedeutete dies auch, dass ich an den Konferenztagen Urlaub nehmen musste – denn zur Arbeit zu fahren, lohnte sich schlicht und ergreifend nicht. Das sind mal eben 10 Urlaubstage pro Schuljahr, die für diesen Zweck benötigt werden.

Seit diesem Schuljahr gehört Saskia zur Mittelstufe. Das bedeutet, dass sie morgens bereits um 7 Uhr abgeholt wird (das ist hart für die ganze Familie, denn es bedeutet 5:20 Uhr aufstehen für die Großen und ca. 5:50 Uhr für Saskia) und um 14:30 Uhr Schulschluss hat (also gegen 15 Uhr daheim ist). Gewöhnungsbedürftig, aber wir haben uns darauf eingestellt und unsere Arbeitszeiten entsprechend angepasst. Positiv an den neuen Zeiten ist, dass die Mittelstufe an den Koferenztagen noch in der Schule Mittagessen bekommt und dann um 14 Uhr Schulschluss hat. Also nur eine halbe Stunde früher als normal – das würde ich künftig ohne Urlaub hinbekommen. Hurra! Dachte ich. Bis heute früh. Denn heute ist der erste Konferenztag im neuen Schuljahr. Der Busfahrer wies beim Abholen extra nochmal darauf hin. „Ja, ja,“ dachten wir und nur aus Interesse fragte ich, wann ich denn ungefähr mit Saskia rechnen könnte. Er guckte mich etwas verständnislos an und meinte, sie würde (wie immer an Konferenztagen) um 12:45 Uhr in der Schule abgeholt und zeigte auf seinen Spickzettel mit den Namen der Kinder, Zeiten und Schulen. „Nein, nein,“ sagte ich, „Saskia ist ja jetzt in der großen Gruppe, die haben bis 14 Uhr Schule.“ Er widersprach. Wir diskutierten noch ein Weilchen, kamen aber nicht weiter. Schließlich fuhr der Bus los und ich rief im Büro des Busunternehmens an. Dort bestätigte man mir, dass dieses Unternehmen – unabhängig von der Aussage der Schule alle Kinder um 12:45 Uhr mit nur einer Tour abholen würde. Das hätten sie schon immer so gemacht und die Schule wisse das natürlich auch. Großes Kino. Wirklich. Nur toll, dass weder Schule noch Busunternehmen die Eltern darauf hinweisen, dass für Schüler, die mit Busunternehmen X fahren, eine andere Regelung gilt als die, die die Schule den Eltern schriftlich mit den Terminen der Konferenztage mitteilt.

Ich erklärte, dass das nicht vereinbart sei und ich um 13:15 Uhr auch nicht daheim sei – sie stünden also vor verschlossener Tür. Wann ich denn da wäre, wurde ich gefragt. „14:30 Uhr“ antwortete ich. „Dann sorgen wir dafür, dass Saskia nicht vor 14:30 Uhr zu Hause ist.“ Ähhmmm … NEIN! Sie werden ganz bestimmt nicht meine Tochter zwei Stunden mit dem Bus durch die Gegend fahren! (Dann hole ich sie notfalls selbst um 14 Uhr in der Schule ab. Ihre Mitschüler fahren mit anderen Bussen, sind also nicht betroffen, die Betreuung sollte damit auch gewährleistet sein und das Essen ist ebenfalls bestellt … und ließe sich auch so spontan nicht mehr abbestellen.)

Die haben doch alle einen an der Waffel! Jetzt muss ich erstmal die Schule erreichen – da war um kurz nach 7 natürlich noch niemand im Büro – und klären, dass sie Saskia nicht um 12:45 Uhr mitfahren lassen. Das wird ein Spaß.

Ganz schön staubig hier

Hust Hatschi Schnief
Kann hier mal jemand durchputzen? Ist ja ganz schön staubig hier. Monatelang kein einziger Beitrag. Geht eigentlich gar nicht.

Warum es hier so still war? Nun ja, da draußen im „echten Leben“ und in 3D ist es gerade gar nicht still. Es war und ist viel zu tun. Kleiner Einblick gefällig? Okay.

Nachdem unser Kühlschrank schon im Frühjahr ein paar Mal seltsame Dinge machte und plötzlich Fehler meldete, die sich zum Glück nach ein paar Mal ein- und ausschalten irgendwann, irgendwie wieder beheben ließen, uns aber seit längerem sämtliche Sachen im Gemüsefach einfach einfroren und die Luftfeuchtigkeit im Inneren viel zu hoch ist – was auch nicht so toll ist, beschlossen wir, dass wir es nun doch angehen und den Kühlschrank ersetzen müssen. Kühlschrank ersetzen geht in diesem Falle aber nicht ohne Küchenumbau. Der Kühlschrank wird seit 2002 nicht mehr hergestellt, ein anderer passt nicht in die entsprechende Ecke und ohne Abbau der umliegenden Schränke bekommen wir den Kühlschrank auch gar nicht aus der Ecke raus. Also wird die komplette Küche ersetzt. Und bei der Gelegenheit auch die hässlichen und unebenen Fliesen (auf denen wir seit dem Einzug PVC-Belag liegen hatten, um das Elend nicht zu sehen). Die (dunkelrotbraunen) Fliesen an sich wären nicht ganz so hässlich, wenn die Fugen nicht so riesig wären und es nicht so eine Buckelpiste wäre. Also raus mit dem Boden.

Wir suchten also nach neuen Fliesen, nach einer neuen Küche, nach Handwerkern, besprachen Termine, telefonierten mit allen möglichen Handwerkern und endlich stand fest: Am 22.8. wird die alte Küche ausgebaut, am 23. kommen die Elektriker (denn natürlich werden die Steckdosen für die neue Küche an ganz anderen Stellen benötigt als bisher). Die Elektriker erneuerten dann gleich noch sämtliche Leitungen von der Küche zum Keller, machten ganz viel Staub und Dreck und erneuerten dann noch den gesamten Sicherungskasten, damit wir nun für alle Stromkreise eigene FI-Schalter haben.

Fliesenabbruch

Elektrik

Anschließend erschienen die Fliesenleger, entfernten die alten Fliesen und verlegten neue. Als sie nach 3 Tagen fertig waren, erschienen die Maler. Die sind nun seit Donnerstag hier beschäftigt und werden hoffentlich morgen fertig.

Der große Nachteil eines Hauses in offener Bauweise ist, dass, wenn einer Dreck macht, man keine Chance hat, irgendwo zum Schutz einfach die Tür zuzumachen. Wir räumten also alles, was wir an Küchendingen in der nächsten Zeit brauchen würden, ins Wohnzimmer (den Rest in den Keller) und klebten den Durchgang zwischen Essecke und Wohnzimmer so dicht wie möglich zu und deckten alle Wohnzimmermöbel und den Teppich mit Folien ab.

Wohnzimmer

Um ins Wohnzimmer (und an den Kühlschrank u.ä.) zu kommen, ohne die hübsche Klebetechnik zu zerstören, führte der Weg außen ums Haus rum und über die Terrasse wieder rein. Zum Glück war schönes Wetter und Saskia hatten wir für die Zeit der schmutzigsten Arbeiten für 10 Tage an die Lebenshilfe zur Kurzzeitpflege-Freizeit „verkauft“. Sie ist erst seit Freitag Nachmittag wieder daheim, am Samstag haben wir ihren Geburtstag (außer Haus) gefeiert und gestern den Nachmittag bei Freunden verbracht. Trotzdem wird es Zeit, dass das Chaos hier ein Ende hat. Bis wir wieder eine Küche haben, dauert es allerdings noch mindestens bis zum 13.9.

Bis dahin improvisieren wir also noch ein bisschen.

Spüle

Herd

Vor den Bauarbeiten hier haben wir uns etwas mit der Schule rumgeärgert, bevor dann die Ferien begannen und der Ärger erstmal „vertagt“ wurde. Ein bisschen Urlaub hatten wir dann auch noch – aber der ist einen eigenen Beitrag wert.

Frühling

Die Zeit rast dahin und ich komme zu nichts von all den Dingen, die ich mir vornehme. Aber aus gegebenem Anlass zeige ich mal ein Frühlingsbild – gestern auf dem Weg zur Arbeit fotografiert.

Frühling in der Großstadt

Und winke mal zu Karen nach Finnland – das hier ist kein Schnee 😉

(Die Sonne und der blaue Himmel täuschen übrigens – sonderlich warm ist es derzeit nicht. Temperaturen sind einstellig – aber immerhin vorzeichenlos.)

Jubiläum … ganz ohne Party

Gestern hatten wir ein Jubiläum, das wir nicht gefeiert haben: 10 Jahre Epilepsie. Abgesehen von zwei Fieberkrämpfen war bis April 2007 alles in Ordnung, Saskia war gesund und ganz normal entwickelt. Am 20. April 2007 begann dann eine sehr, sehr schlimme Zeit und aus „Es kann schon mal 6 Monate dauern, bis das Kind richtig ‚eingestellt‘ ist.“, wurden schließlich ganze 6 Jahre. Wenn mir das vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, wäre ich vermutlich durchgedreht.

EEGSaskia und ich haben den Tag genutzt und Saskias Neurologen besucht. Das EEG sieht (wie immer in den vergangenen 3 Jahren) zwar nicht völlig normal aus, aber es zeigt zumindest keine Anfallsbereitschaft.

AuslesenDer VNS konnte mit dem neuen Programmiergerät nun auch endlich wieder ausgelesen werden. Die Einstellungen bleiben unverändert, die Batterie ist noch voll genug – also alles in Ordnung, falls nicht etwas Unerwartetes passiert, sehen wir uns in einem halben Jahr wieder (bis dahin hoffentlich nur noch mit einem Medikament).

VNS-EinstellungenVNS-Einstellungen 2