Unsere neue Küche

Ich habe noch gar nicht über unsere neue Küche berichtet. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es sie noch nicht gibt. Jedenfalls nicht so wie geplant.

Aber von vorn: Im Mai besuchten wir ein großes Möbelhaus in unserer Nähe, um mal zu schauen, was es denn so für Möglichkeiten gibt, unsere in die Jahre gekommene Einbauküche durch ein aktuelles Modell zu ersetzen. Natürlich hatten wir vorher die Küche mal vermessen. Nun ist der Grundriss unseres Hauses nicht ganz unproblematisch: Die Küche ist etwa 3 Meter lang und an der breitesten Stelle 2,44m breit – an der schmalsten nur 1,75m. Das ist nicht sonderlich viel und der ganze Kram soll ja wieder irgendwo untergebracht werden. Irgendwann saßen wir dann mit einem Verkäufer zusammen und planten unsere neue Küche. Wie es in Küchenstudios und Möbelhäusern so üblich ist, schickte man uns Anfang Juni jemanden zum „Aufmaß“ vorbei.

Wir änderten anschließend noch den einen oder anderen Schrank, ich ließ mir sagen, dass meine Wünsche ja sozusagen „karierte Maiglöckchen“ wären (aber in einer ohnehin sehr kleinen Küche möchte ich nicht sinnlos Platz verschenken, nur weil der Verkäufer andere Vorstellungen hat als ich), irgendwann war alles fertig geplant, der Vertrag unterschrieben und aus der ursprünglich geplanten Lieferung Ende August / Anfang September ein „etwa Mitte September“ geworden. Nun ja, dann müssten wir also noch etwas länger mit unseren Provisorien leben, aber bis zum 15.9. hatte ich Urlaub, das würde also gerade noch passen. Immerhin hatten wir so genügend Zeit für die Renovierung des Raumes.

Wir fuhren in den Urlaub, räumten anschließend die alte Küche aus, ließen die Schränke ausbauen und dann kamen auch schon die Elektriker, die eine Menge Schmutz machten und viele neue Kabel verlegten und einen neuen Sicherungskasten installierten. Anschließend erschienen die Fliesenleger, machten nochmal Dreck und verlegten schöne neue Bodenfliesen und zu guter Letzt durften die Maler ran, um die Wände neu zu verputzen und teilweise zu tapezieren und zu streichen. All das klappte reibungslos und inzwischen haben wir uns auch schon an unsere neue Wandfarbe gewöhnt. (Auch wenn sie etwas kräftiger ist als erwartet.) 😉

Am 13. September sollte dann endlich die neue Küche eingebaut werden. Um 7:40 Uhr klingelte es an der Tür und kurze Zeit später wurden die ersten Schränke reingetragen. Ich wies den Chef-Monteur noch darauf hin, dass sie die Füße der Schränke bitte ganz reindrehen sollten, weil die Schränke samt Arbeitsplatte sonst nicht unters Fenster passen. Er guckte, zückte den Zollstock, maß den Abstand von Fenster zum Boden, drehte die Füße rein, maß die Schrankhöhe und meinte: „Das passt nicht.“ „Machen Sie mich nicht schwach“, sagte ich, „das muss passen.“ Es passte nicht. Leider ließen sich die Füße auch nicht kürzen, da man dann entweder das Gewinde absägte oder sie keinen Halt mehr hatten. Also neue Füße. Ob sie die (in ausreichender Menge) am Lager haben? Er wusste es nicht – schließlich hat da jeder Hersteller andere Modelle und so eine Küche hat viele, viele Füße. Eine gute Stunde und zahlreiche Telefonate später hatten wir ausreichend Füße in der richtigen Höhe. Puhh…

Leider war das noch nicht das letzte Problem. Nachdem einige Schränke aufstellt waren und die Arbeitsplatten angepasst werden sollten, stellte sich heraus, dass das Aufmaß völlig falsch war. Statt 2,44m Raumbreite waren im Plan nur 2,39m angegeben, statt 1,09m Fensterbreite nur 1,04m. Das Ende vom Lied: Die Arbeitsplatten haben die falsche Länge (und sind wirklich zu kurz, müssen also neu bestellt werden). Da die Oberschränke an den Unterschränken und den zu kurzen Arbeitsplatten ausgerichtet wurden, ist nun zu wenig Platz, um die vorhandenen Oberschränke anzubringen. Für Schränke mit 40cm Breite ist nur noch 36cm Platz. Nun haben wir die Wahl, entweder alles nochmal ab zu bauen und zu versetzen oder neue Schränke (mit 35cm Breite) zu bestellen. Leider tut sich im Moment aber absolut gar nichts – Möbelhaus und Kundendienst lassen uns hier am langen Arm verhungern.

Die Teile, die aufgebaut wurden, können wir nur sehr eingeschränkt benutzen: Die Wandverkleidung fehlt komplett, damit auch die Steckdosen (da gucken derzeit also die Kabel aus großen Löchern in der nackten Wand), die Arbeitsplatten enden irgendwo 5cm vor der Wand, die Dunstabzugshaube ist nicht angeschlossen, die Türen fehlen teilweise auch noch und in einigen der Oberschränke liegt das restliche, noch unverbaute Montagematerial. Ganz, ganz großes Kino, wirklich.

Immerhin sind Kühlschrank, Herd und Spüle (inkl. Geschirrspüler) nutzbar, wir haben aber weder richtige Mülleimer noch ausreichend Schränke für Geschirr und Lebensmittel. Die Monteure verkündeten schon Mitte September, sie seien bis Mitte November ausgebucht und auf Anrufe, Mails und Briefe reagiert derzeit keiner. Ich bin soooo sauer. Am meisten ärgert mich ja, dass meine ursprünglich angegebenen Maße korrekt waren und die Firma schlicht und ergreifend das Aufmaß völlig versaut hat und die falschen Maße dann eben für die Planung benutzt hat. Nützt mir aber auch nichts.

Irgendwann wurde uns ein Vor-Ort-Termin mit dem Kundendienstleiter angeboten – 2,5 Wochen in der Zukunft (was uns damals sehr lang erschien – inzwischen sind die fast rum). Wir sind allerdings nicht sicher, ob der Kundendienstleiter die richtige Person dafür ist, denn die Frage, wie wir jetzt vorgehen, ist ja eher technischer Natur. Und selbst wenn der Mensch Ende dieser Woche erscheinen sollte, passiert ja dann auch erstmal nichts. Der guckt ja nur, dann wird vielleicht irgendwann etwas bestellt und bis das dann hergestellt ist und da ist und eingebaut werden kann, haben wir wahrscheinlich 2018. Na Danke auch!

Der gehaltvollste Elternabend der letzten 5 Jahre

Wie in jedem Jahr sollte auch diesmal zu Beginn des neuen Schuljahres ein Elternabend stattfinden. Wobei „Beginn des Schuljahres“ schon relativ ist, wenn die Schule Ende August beginnt, der Elternabend aber für den 4. Oktober geplant wird. Immerhin noch knapp vor den Herbstferien. In diesem Schuljahr jedoch sagte die Schule den Elternabend kurzerhand ganz ab – beziehungsweise verschob ihn auf unbestimmte Zeit. Begründung: Es gibt niemanden, der nach dem Ende der Veranstaltung die Schule abschließen und gegen unbefugte Nutzung sichern kann. Ehrlich. (Warum weder LehrerInnen noch Schulleiter einen Schlüssel bedienen können, erschließt sich mir allerdings nicht.)

Dieser nicht in nächster Zeit stattfindende Elternabend ist (zumindest in unserer Klasse) der einzige Elternabend im Schuljahr, die Kommunikation ansonsten eher unterirdisch (siehe Montag) und da sich in diesem Schuljahr auch für die Kinder sehr viel geändert hat, da sie von der Unterstufe in die Mittelstufe gewechselt sind, viel mehr Selbstständigkeit erwartet wird, andere Fächer auf dem Stundenplan stehen, neue Kinder in die Klasse gekommen sind, neue Lehrer, neue Erzieher … war für uns klar: Das geht so nicht. Wir warten nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag, sondern treffen uns notfalls in irgendeiner Kneipe. Zum Glück ist die Mutter eines Mitschülers von Saskia ebenfalls Lehrerin und weiß noch dazu, wie man einen Schlüssel benutzt – sie lud uns kurzerhand in ihre Schule ein.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo wir ja (auf Elternseite) auch schon mal zu zweit zusammen saßen, waren diesmal von 9 Schülern die Eltern da (10 Schüler sind insgesamt in der Klasse). So eine gute Quote hatten wir nicht mal beim allerersten Elternabend zu Beginn der 1. Klasse. Der Vorteil diesmal war außerdem, dass wir nicht nur ein kleines Zeitfensterchen zur Verfügung hatten, weil eben nicht der Gesamtelternabend der Schule gleichzeitig stattfand und man nach 30 Minuten mit dem Klassenelternabend durch sein musste. So hatten wir reichlich Gelegenheit, viele viele Fragen zum neuen Ablauf zu stellen und tatsächlich auch beantwortet zu bekommen.

Interessant war, dass die Antworten fast ausschließlich vom neuen Mitglied des Klassenteams kamen und man bei dem Erzieher auch das Gefühl hatte, er weiß ziemlich genau, was er will und setzt es auch durch. Die Klassenlehrerin ist mir persönlich ja immer ein bisschen zu ruhig und eher unauffällig. Ich bin also sehr gespannt, wie sich das alles in Zukunft entwickelt.

Das Problem mit den Konferenztagen ist übrigens noch nicht abschließend gelöst. Am Montag wurde Saskia letztlich doch von ihrem Busunternehmen abgeholt – um 14 Uhr – als Einzeltransport. Das ist so aber keine Dauerlösung. Da die Schule der Meinung ist, sie können das nicht beeinflussen, das Busunternehmen der Meinung ist: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ und ich der Meinung bin, dass das so trotzdem nicht geht, bleibt mir wohl nur der Weg zum Landkreis als Träger der Schulbeförderung – oder eben das Selbstabholen.

Nebenbei bemerkt ist das Chaos bei den Bustransporten für die restlichen Kinder aus Saskias Klasse (die aus der großen Stadt kommen und mit anderen Busunternehmen befördert werden) wohl noch wesentlich schlimmer, erfuhr ich sowohl am Montag als ich in der Schule anrief als auch am Mittwoch beim Elternabend. Da werden schon mal Kinder vergessen oder der Bus fährt entgegen der Vereinbarung (ohne Kind) morgens früher ab (so dass das Kind dann an diesem Tag nicht zur Schule kam) oder der Fahrer übergibt das Kind nicht persönlich, sondern lässt es einfach aussteigen und fährt weiter, ohne sicher zu sein, ob jemand daheim ist … usw. usf. Aber man muss sich ja nicht am Schlimmeren orientieren.

Montag – 7 Uhr und schon auf 180

Einmal im Monat gibt es an Saskias Schule eine Mitarbeiterkonferenz. Alle LehrerInnen, BetreuerInnen und TherapeutInnen sitzen zusammen – die SchülerInnen haben an diesen Tagen am Nachmittag frei. Eine Betreuung gibt es nicht. Bisher bedeutete das, dass Saskia statt 16 Uhr um 12:45 Uhr Schulschluss hatte (und gegen 13:15 Uhr ohne Mittagessen daheim war). Da sie morgens um 8:30 Uhr abgeholt wurde und ich einen einfachen Arbeitsweg von einer Stunde habe, bedeutete dies auch, dass ich an den Konferenztagen Urlaub nehmen musste – denn zur Arbeit zu fahren, lohnte sich schlicht und ergreifend nicht. Das sind mal eben 10 Urlaubstage pro Schuljahr, die für diesen Zweck benötigt werden.

Seit diesem Schuljahr gehört Saskia zur Mittelstufe. Das bedeutet, dass sie morgens bereits um 7 Uhr abgeholt wird (das ist hart für die ganze Familie, denn es bedeutet 5:20 Uhr aufstehen für die Großen und ca. 5:50 Uhr für Saskia) und um 14:30 Uhr Schulschluss hat (also gegen 15 Uhr daheim ist). Gewöhnungsbedürftig, aber wir haben uns darauf eingestellt und unsere Arbeitszeiten entsprechend angepasst. Positiv an den neuen Zeiten ist, dass die Mittelstufe an den Koferenztagen noch in der Schule Mittagessen bekommt und dann um 14 Uhr Schulschluss hat. Also nur eine halbe Stunde früher als normal – das würde ich künftig ohne Urlaub hinbekommen. Hurra! Dachte ich. Bis heute früh. Denn heute ist der erste Konferenztag im neuen Schuljahr. Der Busfahrer wies beim Abholen extra nochmal darauf hin. „Ja, ja,“ dachten wir und nur aus Interesse fragte ich, wann ich denn ungefähr mit Saskia rechnen könnte. Er guckte mich etwas verständnislos an und meinte, sie würde (wie immer an Konferenztagen) um 12:45 Uhr in der Schule abgeholt und zeigte auf seinen Spickzettel mit den Namen der Kinder, Zeiten und Schulen. „Nein, nein,“ sagte ich, „Saskia ist ja jetzt in der großen Gruppe, die haben bis 14 Uhr Schule.“ Er widersprach. Wir diskutierten noch ein Weilchen, kamen aber nicht weiter. Schließlich fuhr der Bus los und ich rief im Büro des Busunternehmens an. Dort bestätigte man mir, dass dieses Unternehmen – unabhängig von der Aussage der Schule alle Kinder um 12:45 Uhr mit nur einer Tour abholen würde. Das hätten sie schon immer so gemacht und die Schule wisse das natürlich auch. Großes Kino. Wirklich. Nur toll, dass weder Schule noch Busunternehmen die Eltern darauf hinweisen, dass für Schüler, die mit Busunternehmen X fahren, eine andere Regelung gilt als die, die die Schule den Eltern schriftlich mit den Terminen der Konferenztage mitteilt.

Ich erklärte, dass das nicht vereinbart sei und ich um 13:15 Uhr auch nicht daheim sei – sie stünden also vor verschlossener Tür. Wann ich denn da wäre, wurde ich gefragt. „14:30 Uhr“ antwortete ich. „Dann sorgen wir dafür, dass Saskia nicht vor 14:30 Uhr zu Hause ist.“ Ähhmmm … NEIN! Sie werden ganz bestimmt nicht meine Tochter zwei Stunden mit dem Bus durch die Gegend fahren! (Dann hole ich sie notfalls selbst um 14 Uhr in der Schule ab. Ihre Mitschüler fahren mit anderen Bussen, sind also nicht betroffen, die Betreuung sollte damit auch gewährleistet sein und das Essen ist ebenfalls bestellt … und ließe sich auch so spontan nicht mehr abbestellen.)

Die haben doch alle einen an der Waffel! Jetzt muss ich erstmal die Schule erreichen – da war um kurz nach 7 natürlich noch niemand im Büro – und klären, dass sie Saskia nicht um 12:45 Uhr mitfahren lassen. Das wird ein Spaß.

Ganz schön staubig hier

Hust Hatschi Schnief
Kann hier mal jemand durchputzen? Ist ja ganz schön staubig hier. Monatelang kein einziger Beitrag. Geht eigentlich gar nicht.

Warum es hier so still war? Nun ja, da draußen im „echten Leben“ und in 3D ist es gerade gar nicht still. Es war und ist viel zu tun. Kleiner Einblick gefällig? Okay.

Nachdem unser Kühlschrank schon im Frühjahr ein paar Mal seltsame Dinge machte und plötzlich Fehler meldete, die sich zum Glück nach ein paar Mal ein- und ausschalten irgendwann, irgendwie wieder beheben ließen, uns aber seit längerem sämtliche Sachen im Gemüsefach einfach einfroren und die Luftfeuchtigkeit im Inneren viel zu hoch ist – was auch nicht so toll ist, beschlossen wir, dass wir es nun doch angehen und den Kühlschrank ersetzen müssen. Kühlschrank ersetzen geht in diesem Falle aber nicht ohne Küchenumbau. Der Kühlschrank wird seit 2002 nicht mehr hergestellt, ein anderer passt nicht in die entsprechende Ecke und ohne Abbau der umliegenden Schränke bekommen wir den Kühlschrank auch gar nicht aus der Ecke raus. Also wird die komplette Küche ersetzt. Und bei der Gelegenheit auch die hässlichen und unebenen Fliesen (auf denen wir seit dem Einzug PVC-Belag liegen hatten, um das Elend nicht zu sehen). Die (dunkelrotbraunen) Fliesen an sich wären nicht ganz so hässlich, wenn die Fugen nicht so riesig wären und es nicht so eine Buckelpiste wäre. Also raus mit dem Boden.

Wir suchten also nach neuen Fliesen, nach einer neuen Küche, nach Handwerkern, besprachen Termine, telefonierten mit allen möglichen Handwerkern und endlich stand fest: Am 22.8. wird die alte Küche ausgebaut, am 23. kommen die Elektriker (denn natürlich werden die Steckdosen für die neue Küche an ganz anderen Stellen benötigt als bisher). Die Elektriker erneuerten dann gleich noch sämtliche Leitungen von der Küche zum Keller, machten ganz viel Staub und Dreck und erneuerten dann noch den gesamten Sicherungskasten, damit wir nun für alle Stromkreise eigene FI-Schalter haben.

Fliesenabbruch

Elektrik

Anschließend erschienen die Fliesenleger, entfernten die alten Fliesen und verlegten neue. Als sie nach 3 Tagen fertig waren, erschienen die Maler. Die sind nun seit Donnerstag hier beschäftigt und werden hoffentlich morgen fertig.

Der große Nachteil eines Hauses in offener Bauweise ist, dass, wenn einer Dreck macht, man keine Chance hat, irgendwo zum Schutz einfach die Tür zuzumachen. Wir räumten also alles, was wir an Küchendingen in der nächsten Zeit brauchen würden, ins Wohnzimmer (den Rest in den Keller) und klebten den Durchgang zwischen Essecke und Wohnzimmer so dicht wie möglich zu und deckten alle Wohnzimmermöbel und den Teppich mit Folien ab.

Wohnzimmer

Um ins Wohnzimmer (und an den Kühlschrank u.ä.) zu kommen, ohne die hübsche Klebetechnik zu zerstören, führte der Weg außen ums Haus rum und über die Terrasse wieder rein. Zum Glück war schönes Wetter und Saskia hatten wir für die Zeit der schmutzigsten Arbeiten für 10 Tage an die Lebenshilfe zur Kurzzeitpflege-Freizeit „verkauft“. Sie ist erst seit Freitag Nachmittag wieder daheim, am Samstag haben wir ihren Geburtstag (außer Haus) gefeiert und gestern den Nachmittag bei Freunden verbracht. Trotzdem wird es Zeit, dass das Chaos hier ein Ende hat. Bis wir wieder eine Küche haben, dauert es allerdings noch mindestens bis zum 13.9.

Bis dahin improvisieren wir also noch ein bisschen.

Spüle

Herd

Vor den Bauarbeiten hier haben wir uns etwas mit der Schule rumgeärgert, bevor dann die Ferien begannen und der Ärger erstmal „vertagt“ wurde. Ein bisschen Urlaub hatten wir dann auch noch – aber der ist einen eigenen Beitrag wert.

Frühling

Die Zeit rast dahin und ich komme zu nichts von all den Dingen, die ich mir vornehme. Aber aus gegebenem Anlass zeige ich mal ein Frühlingsbild – gestern auf dem Weg zur Arbeit fotografiert.

Frühling in der Großstadt

Und winke mal zu Karen nach Finnland – das hier ist kein Schnee 😉

(Die Sonne und der blaue Himmel täuschen übrigens – sonderlich warm ist es derzeit nicht. Temperaturen sind einstellig – aber immerhin vorzeichenlos.)

Jubiläum … ganz ohne Party

Gestern hatten wir ein Jubiläum, das wir nicht gefeiert haben: 10 Jahre Epilepsie. Abgesehen von zwei Fieberkrämpfen war bis April 2007 alles in Ordnung, Saskia war gesund und ganz normal entwickelt. Am 20. April 2007 begann dann eine sehr, sehr schlimme Zeit und aus „Es kann schon mal 6 Monate dauern, bis das Kind richtig ‚eingestellt‘ ist.“, wurden schließlich ganze 6 Jahre. Wenn mir das vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, wäre ich vermutlich durchgedreht.

EEGSaskia und ich haben den Tag genutzt und Saskias Neurologen besucht. Das EEG sieht (wie immer in den vergangenen 3 Jahren) zwar nicht völlig normal aus, aber es zeigt zumindest keine Anfallsbereitschaft.

AuslesenDer VNS konnte mit dem neuen Programmiergerät nun auch endlich wieder ausgelesen werden. Die Einstellungen bleiben unverändert, die Batterie ist noch voll genug – also alles in Ordnung, falls nicht etwas Unerwartetes passiert, sehen wir uns in einem halben Jahr wieder (bis dahin hoffentlich nur noch mit einem Medikament).

VNS-EinstellungenVNS-Einstellungen 2

Frohe Ostern!

Schönes WetterZum Osterfeuer gingen wir gestern mit Freunden und deren kleiner Tochter, außerdem hatte sich noch Saskias Schulfreund mit seinem Vater angeschlossen. Da es in den vergangenen Tagen reichlich geregnet hatte und das Wetter den ganzen Tag durchwachsen war, war Saskia mit Gummistiefeln und in alter „Kann-ruhig-Schmutzigwerden-Jacke“ und die kleine Tochter der Freunde mit kompletter Regenkleidung unterwegs. Und das war eine gute Entscheidung: Neben dem aufgeschichteten, aber noch nicht brennenden Holzstapel war die vermutlich größte zusammenhängende Matschfläche außerhalb des Nationalparks „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ und beide Kinder tobten mit Begeisterung durch die Pampe. Die Kleine äußerte den Wunsch, doch auch gleich noch einen „Schlamm-Engel“ zu machen – das wurde ihr von den Eltern unverständlicherweise untersagt 😉 … Sekunden später lag sie in voller Länge in der Pfütze. 😀 (Als sie ein paar Minuten später dann nochmal rückwärts in den Dreck fiel, blieb sie kurzerhand liegen und begann doch noch mit den Armen Muster in den Schlamm zu malen.)

Matsch ist tollDer größte Kontrast dazu war die Tochter unserer Ex-Nachbarn – 6 Wochen älter als Saskia und diesmal doch sehr um gutes Aussehen bemüht: Schwarze Ballerinas, schwarze Leggings, schwarzer Minirock, enge schwarze Lederjacke … sah alles nicht sonderlich warm aus, aber durchaus schick und wenn ich sie allein getroffen hätte, hätte ich sie wahrscheinlich gar nicht auf den ersten Blick erkannt. (Wir haben uns lange nicht gesehen.) Da war kaum noch was Kindliches und das fand ich schon ziemlich spannend. Und wann ist die denn so groß geworden? Als wir sie zuletzt sahen, war sie sehr, sehr zart und fast einen Kopf kleiner als Saskia. Inzwischen dürften die Mädchen etwa gleichgroß sein, aber die Wirkung ist eben völlig unterschiedlich. Während Saskia da wirklich noch absolut kindlich ist, war dort schon eher eine junge Frau zu sehen.

Amüsant fand ich eine Frau in komplett weißen Turnschuhen. Weiß?! Zum Osterfeuer?! Beim dem Wetter? Okaaayyy… Wäre jetzt nicht meine bevorzugte Farbe für diese Veranstaltung, aber gut.

Irgendwann wurde das Feuer dann auch tatsächlich angezündet, wir guckten noch eine Weile zu, bis uns zuviel Glut und Asche um die Ohren flog und traten dann den Heimweg an. Das Wetter hatte zum Glück gehalten und wir kamen auch trocken nach Hause.

OsterfeuerFür mich ging es dann heute früh um 5 Uhr traditionell mit den Resten vom Osterfeuer an der Kirche weiter. Osterfrühgottesdienst mit diesmal ca. 140 Gottesdienstbesuchern … das war so voll, dass ich erstmal ein paar Minuten suchen musste, um einen Parkplatz zu finden und schließlich so blöd stand, dass ich das Feuer nicht mal sah. Ich muss zugeben, mit 30-40 Leuten fand ich diese Art Gottesdienst netter – andererseits ist es (auch für den Pfarrer) natürlich schön, wenn viele Menschen kommen. Dann gab es auch noch neumodische Osterkerzen – statt der klassischen dünnen weißen (die sich im Laufe des Gottesdienstes immer so schön in der warmen Hand verbiegen) gab es diesmal welche im Plastikbecher. Die sahen hübsch aus, ließen sich aber schlecht aneinander anzünden, gaben zu wenig Licht und am Ende war ganz viel flüssiges Wachs übrig, das ich mir prompt großflächig über den Ärmel kippte. Vom Plastik mal gar nicht zu reden.

OsterfrühgottesdienstKurz vor halb 8 war ich wieder daheim, alle Rollläden waren noch geschlossen, ich holte mir schnell den Korb mit den Ostersachen (den ich gestern Abend noch in weiser Voraussicht dort stationiert hatte) aus dem Fahrradschuppen und ging dem Osterhasen zur Hand. Gar nicht so einfach, in einem nicht allzu großen Garten Verstecke zu finden, die sich nicht sofort auflösen, sobald der nächste Regen kommt. Beim Verstecken war zwar alles nass, es regnete aber gerade nicht – vorhergesagt war jedoch böiger Wind, Regen, Graupel und Gewitter … und ich wusste ja nicht, ob Saskia in 5 Minuten oder erst in 2 Stunden auf die Suche gehen würde.

Gedächtnisstütze des OsterhasenAls ich schließlich das Haus betrat kam mir mein Kind jedoch bereits entgegen. Sie hatte (wie üblich im stockdunklen Wohnzimmer) bereits am Tablet gesessen und hatte auch schon nachgesehen, ob draußen schon was zu finden war. (Da bin ich sehr froh, dass nicht die Haustür zugefallen ist, als sie im Schlafanzug vor der Tür stand. Ich weiß nämlich nicht, wie sie in dem Fall reagiert hätte.) Es war aber noch kein Osterhase da gewesen. Ich überredete sie, sich anzuziehen und dann nochmal im Garten nachzusehen.

Ob dort ein Osterei versteckt ist?Diese Suche war dann doch etwas erfolgreicher.

AusbeuteSchokolade brauchen wir jetzt eine Weile nicht zu kaufen, glaub ich. 😉

SortiertNachdem alle „Ostereier“ sortiert waren, gab es auch endlich Frühstück. Da ich vergessen hatte, Hefe mitzubringen, hatte ich gestern Abend einigermaßen spontan Teig für Schoko-Quark-Brötchen angerührt, die sogar der sehr „quarkskeptische“ beste Ehemann von allen lecker fand.

Schoko-Quark-BrötchenOstereier hatten wir am Karfreitag auch gefärbt und uns daran erfreut, dass die Farben diesmal wirklich sehr schön kräftig geworden sind.

Bunte EierNach ein bisschen Rumhängen, CD hören und Essensvorbereitungen haben wir dann mit meiner Mutti Kaninchen und Klöße gegessen und waren auch noch ein paar Minuten draußen, bevor der Tag dann schon fast wieder rum war. Das Wetter war immerhin deutlich besser als erwartet, zwar etwas kühl, aber zumindest kein Dauerregen, kein Graupel und zwischendurch sogar Sonnenschein.

OsterstrauchIch hoffe, ihr hattet auch alle einen schönen Ostersonntag und wünsche weiterhin:
Frohe Ostern!