Außer Spesen nichts gewesen

Unsere Heizung zickt ja gelegentlich. Nachdem sie im Oktober dann so richtig kalt war, wurde die komplette Steuerung erneuert. Seitdem läuft sie einwandfrei. Klitzekleiner Wermutstropfen dabei: Einige Heizkörper sind kalt – egal, wie heiß das Wasser im Kessel ist, egal welche Außentemperatur herrscht, egal, wie weit die Ventile geöffnet sind. :-( Nachdem nun schon fleißig Ventile getauscht wurden, zusätzliche Absperrverntile in Vor- und Rücklauf eingebaut wurden und die bisherige Heizungsfirma nicht mehr so recht weiter wusste (und sich seit ca. 2 Monaten auch nicht mehr meldet), haben wir mal die Nachbarn gefragt, welche Firma denn dort die Einrohrheizungen wartet.

Vor ca. 4 Wochen war der Klempner der neuen Firma zum ersten Mal da. Drehte hier, klopfte da, machte einen durchaus kompetenten Eindruck … und konnte nichts ausrichten. Denn soviel Zeit hatte er an diesem Tag nicht und das entsprechende Material müsse er auch erst besorgen. O.K. – da es der Erstbesuch war, sei ihm das verziehen. Da ich wegen des Termins bei der Orthopädin ohnehin heute Urlaub hatte, machten wir einen Termin für heute aus.

Es kam ein anderer Mensch als beim letzten Mal. Also wieder erklären, rumführen … Wieder hier drehen, da gucken usw. usf. 5 Stunden später ging er wieder – die Heizkörper an dem betroffenen Strang sind nach wie vor kalt. „Irgendwo zwischen Heizung und erstem Heizkörper ist das Rohr dicht“ – leider weiß erstens keiner, welcher der erste Heizkörper in der Reihe ist und zweitens schafft es keiner, diese Verstopfung zu beseitigen. Er misst dann mal und der Chef macht uns dann ein Angebot, damit wir neue Rohre verlegen können. :o Ähmm … so weit waren wir mit der vorigen Firma dann auch schon mal. Ich mag nicht mehr!

Aufgehübscht

Hübsch gemacht werden Saskias Orthesen – das dauert ein paar Tage und kam dann heute früh bei der Orthopädin doch erstmal überraschend. So überraschend, dass wir nun erstmal keine passenden Schuhe haben. Ich hoffe, wir bekommen sie tatsächlich Ende der Woche zurück und bis dahin muss es mit vielen dicken Socken gehen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass wir neue Abdrücke machen und die alten Orthesen bis dahin eben etwas ramponiert aussehen, aber nun hat der Orthopädietechniker sie einfach mitgenommen.

Ach nöö

Während wir gestern in der Schule waren, rief das Krankenhaus an, in dem wir Mitte Februar einen Termin zum Langzeit-EEG haben. Ihnen sei aufgefallen, dass zu dieser Zeit die Ernährungsberaterin Urlaub habe und sie würden den Termin gern auf Anfang März verschieben.

Ähmm. Nöö. Abgelehnt. Erstens hieße das, dass wir die ketogene Diät dann auch bis mindestens Anfang März machen müssten und gar nicht sicher sind, ob wir das wollen. Außerdem war der Kontrolltermin ja eigentlich für Anfang Januar geplant – Anfang März ist mir dann schon ein bisschen sehr weit weg. Zweitens haben wir uns den Termin ja extra so gelegt, dass ich die beiden ohnehin notwendigen Urlaubstage (an denen Saskias Kindergarten geschlossen hat) dafür nutzen kann. Anfang März kann ich nicht schooon wieder 2 Tage fehlen. Und die Ernährungsberaterin brauchen wir ja eigentlich nicht wirklich für unseren Kurzaufenthalt – geschult sind wir, Fragen haben wir derzeit keine zur Diät und das Essen bringen wir dann eben mit. Letztlich wäre sie nämlich genau dafür da: Saskia während des Krankenhausaufenthaltes mit ketogener Nahrung zu versorgen.

Zum Glück war man heute beim Rückruf meinen Argumenten gegenüber offen und so bleibt es beim ursprünglich geplanten Termin.

Klassisch

Gestern hatten wir einen Termin in der Körperbehinderten-Schulediesmal mit Saskia. Der beste Ehemann von allen und ich haben uns also ca. eine Stunde mit dem Schulleiter und einer Ergotherapeutin unterhalten, während Saskia von einer Lehrerin und einem Physiotherapeuten entführt wurde.

Am Ende, als Saskia wieder zurück gebracht wurde, alle Formalitäten soweit geklärt waren und wir gefragt wurden, ob wir denn noch Fragen hätten, fragte ich die Lehrerin nach ihrer Einschätzung, ob Saskia denn an dieser Schule richtig sei. „Klassisch“ war die Antwort. Damit haben wir also die erste Hürde genommen. Jetzt muss die zuständige Förderschule beurteilen, ob der entsprechende sonderpädagogische Förderbedarf im Bereich „körperliche und motorische Entwicklung“ besteht, dann muss unser Bundesland Saskia von der Schulpflicht befreien, damit sie im Nachbarbundesland Gastschülerin werden kann und wenn das alles klappt, kann sie im Sommer hoffentlich in dieser Schule eingeschult werden.

Leise rieselt der Schnee …

Vor etwa 5 Minuten ist der Dauerregen in große Flocken übergegangen. Der erste Schnee in diesem Winter! Im vorigen Jahr war zu dieser Zeit das Streusalz längst alle und es gab tägliche Schlagzeilen zur „Schneekatastrophe“.

Wenn es nachher noch schneit, werde ich wohl doppelt so lange nach Hause brauchen wie an anderen Tagen. Schneeflocken – womöglich mehr als drei übereinander – überfordern einige meiner Mitmenschen hier alle Jahre wieder. Ich bin sehr gespannt.

Neine nese

Seit Jahren lesen wir Saskia vorm Einschlafen (und je nach Möglichkeit manchmal auch nach dem Aufwachen) das eine oder andere Buch. In 99% der Fälle sind das kleine Pixi-Bücher und ausgewählt wird durch Saskia mittels eines mehr oder weniger komplizierten Rituals. Seit ein paar Tagen möchte sie aber nicht nur selbst auswählen, was gelesen wird, sondern auch selbst lesen. „Alleine lesen“ bzw. eben „Neine nese“ wird dann gefordert.

Praktisch sieht das dann so aus, dass Saskia mit dem Buch im Bett liegt und es nach oben hält, bis es ihr ins Gesicht fällt. Meist ist das dann der Zeitpunkt, an dem der beste Ehemann von allen oder ich eingreifen und das Buch halten. Vorlesen dürfen wir allerdings nicht. Saskia starrt ins Buch. Manchmal haben wir Glück und sie fängt tatsächlich an, etwas zu zeigen und auch etwas dazu zu sagen. Gestern hat sie dem Papa diverse Dinge in „Pixi und die kleinen Gespenster“ gezeigt, das war sehr schön. Häufiger scheint es aber tatsächlich nur ein Anstarren zu sein, bis ich dann frage, ob wir vielleicht mal umblättern können.

Das „Lesen“ dauert auf diese Weise deutlich länger als das normale Vorlesen und ich bin nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Einerseits finde ich es toll, weil ich glaube, es ist eine Entwicklung in Richtung „Ich gucke mir selbstständig ein Buch an.“ – andererseits ist es sehr anstrengend für uns und es ist oft nicht so richtig klar, ob sie sich jetzt wirklich die Bücher anguckt oder eher in die Luft starrt und Zeit schindet, bis sie schlafen muss. Wir versuchen, sie zum Reden und Zeigen zu bringen, was aber (auch abhängig vom Buch) gar nicht so einfach ist. Wenn ich Saskia überreden kann, sich mit Buch so zu legen, dass ich mit rein gucken kann, erzähle ich ihr schon mal die entsprechende Geschichte anhand der Bilder – ohne sie jedoch vorzulesen. Immerhin kommen wir Eltern auf diese Weise mal dazu, ums die Bilder in den Büchern genauer anzugucken, das kommt ja sonst eher zu kurz.